Fährverbindungen Ostsee

Der Fährverkehr auf der Ostsee hat traditionell einen sehr hohen Stellenwert. Er knüpft an die früheren engen Verbindungen zwischen den Länder der Ostsee an. Vor allem seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich der Verkehr und damit der Fährverkehr zwischen den Ländern der Ostsee stark entwickelt. Vorreiter der zahlreichen Fährlinien über die Ostsee ist die Linie von Sassnitz (Insel Rügen) nach Trelleborg in Südschweden, die 1909 als so genannte „Königslinie“ von den Staatsoberhäuptern beider Länder eröffnet wurde. Die Ostsee ist wohl das Meer mit der größten Dichte an internationalen Fährlinien. Die Länge der Fährverbindungen ist sehr unterschiedlich. Sie reicht von wenigen Kilometern über den Öresund von Helsingborg (Schweden) nach Helsingör (Dänemark) bis zu mehreren hundert Kilometern von Travemünde oder Rostock ins Baltikum oder von Kiel nach Oslo.

Wichtige Fährverbindungen

Als feste und stark frequentierte ganzjährige Fährverbindungen haben sich verschiedene Routen zwischen Deutschland und Dänemark bzw. Schweden etabliert. Die wohl am meisten befahrene Route ist die zwischen Puttgarden auf Fehmarn nach Rødby in Dänemark. Die 18 Kilometer lange Strecke wird im Stundenrhythmus befahren, die Überfahrt dauert ebenfalls eine Stunde. Traditionelle Verbindungen sind auch die Linien Rostock-Gedser (Dänemark) sowie Travemünde-Trelleborg. Das polnische Swinemünde ist Ausgangspunkt für Fährlinien nach dem schwedischen Ystad. Die Fährverbindungen zwischen Schweden und Finnland haben ebenfalls eine große Bedeutung für den Gesamtverkehr beider Länder. Stockholm und Kapellskär in Schweden sowie Turku und Helsinki in Finnland sind die Endpunkte mehrerer Fährverbindungen, auf denen Fährschiffe eingesetzt werden, die zu den größten der Welt gehören. Die Fahrt durch die Stockholmer Schären sowie die finnischen Åland-Inseln stellt dabei ein Erlebnis für sich dar.

Deutsche Fährhäfen

Von den deutschen Fährhäfen fahren Fähren nach Skandinavien und ins Baltikum. Sassnitz verbindet wie erwähnt die Insel Rügen mit Trelleborg und mit dem litauischen Klaipeda, im Sommer auch mit der dänischen Insel Bornholm. Rostock ist Ausgangspunkt für Fährüberfahrten nach Gedser, Trelleborg, Helsinki und Gdynia (Polen). Von Travemünde fahren Fähren nach Trelleborg, Ventspils und Liepaja, Kiel ist Ausgangshafen für Fähren nach Oslo, Göteborg, Klaipeda und Ust-Luga (St. Petersburg).

Östliche Ostsee

Eine wichtige Bedeutung hat naturgemäß die Fährverbindung zwischen der schwedischen Ostseeinsel Gotland und dem schwedischen Festland. Die Inselhauptstadt Visby ist durch Fähren mit Nynäshamn südlich von Stockholm sowie mit dem Hafen Oskarshamn verbunden. Neue Bedetung haben die Fährverbindungen zwischen den baltischen Ländern und Finnland sowie Schweden erlangt. Über den Bottnischen Meerbusen führt die Fährverbindung vom schwedischen Umeå ins finnische Vaasa.

Fährverbindungen machen einen wesentlichen Teil des Verkehrs in der Ostseeregion aus und sind für zahlreiche Urlauber aus Mitteleuropa der schnellste und erlebnisreichste Weg in den Urlaub über die Ostsee nach Skandinavien.

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