Göteborg

Fähre in Göteborg Fähre in Göteborg

Schwedens zweitgrößte Stadt ist eine der jüngsten und gleichzeitig eine der am wenigsten typisch „schwedischen“ Städte. Sie wurde 1619 auf Veranlassung des Königs Gustav II. Adolf an der Mündung des Götaälv gegründet, an einer Stelle, die als einziger schmaler Küstenstreifen an der Westküste in schwedischer Hand war, denn bis 1658 gehörte Bohuslän zu Norwegen und Halland zu Dänemark.
Noch heute ist der westeuropäische Einfluss in der Besiedlung Göteborgs sichtbar, die Stadt wurde von holländischen und deutschen Architekten geprägt. Der eng mit Engländern verbundene Handel ging zu großen Teilen nach Ostindien, das Östindiska Huset in der Innenstadt zeugt bis heute von den Traditionen und wurde zum Stadtmuseum ausgebaut.
Am Ende des von Holländern erbauten Kanalsystems liegt mit dem Gustav Adolfs Torg das Zentrum des alten Göteborg. Rathaus und Börse flankieren das Standbild des Stadtgründers.
Zwei neue Attraktionen ziehen die zahlreichen Gäste der Stadt an: das Opernhaus als eines der architektonisch schönsten Musiktheater, und „Utkik“, ein Büroturm mit Ausblick aus 86 Metern Höhe über die Stadt. Direkt unterhalb des Opernhauses beginnt mit dem Packhuskaj ein maritimes Museum als Sammelsurium historischer Schiffstypen.
Neben der bis heute größten Kirche, der Christina Kirche (auch Deutsche Kirche genannt), sind es zwei weitere Kirchenbauten, die im Mittelpunkt des Besucherinteresse stehen. Von der Masthuggskirche reicht der Blick über die ganze Stadt, vom Zentrum bis in die weitläufige Ausfahrt in Richtung Westen und das industrialisierte Nordufer des Götaälv. Dagegen wirkt „Feskekörkan“ nur äußerlich wie eine Kirche, denn die bekannte Fischhalle der Stadt war nie ein Gotteshaus.
Beliebte, mit dem Schiff erreichbare Ausflugsziele im Auslauf des Götaälv sind „Klippan“, die Klippe, und die Festung Elfsborg. Klippan war früher Endpunkt der Ostindienfahrer, deren Ladung dann für die Fahrt in die Stadt in kleinere Boote umgeladen wurde.
Göteborg liegt inmitten des faszinierenden Schärengebietes der schwedischen Westküste mit seinen zahlreichen Ferienhäusern und meist kleinen Hotels. Es ist unbestritten das vor allem maritim geprägte touristische Zentrum der schwedischen Westküste, sowohl als Ausflugsziel als auch als Basis zum Einkaufen und Bummeln in einer geschichtsträchtigen und gleichzeitig modernen Innenstadt. Mehrere kleine Yachthäfen am Ausgang des Götaälv prägen das Stadtbild ebenso wie der große Fährhafen mit Verbindungen nach Frederikshavn (Dänemark), Kristiansand (Norwegen) und Kiel.

Foto: © Kjell Holmner / Göteborg & Co IMAGEBANK

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