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Ausflüge in Vorpommern: Städte, Museen und Natur

Vom Strelasund über den Greifswalder Bodden bis zum Stettiner Haff bieten Hansestädte, Flusslandschaften und Museen unterschiedliche Tagesausflüge. Stralsund und Greifswald sind Kulturziele; Anklam erschließt die Peene, während Torgelow und Ueckermünde zur Uecker-Haff-Region gehören.

Hafen in Stralsund Hafen in Stralsund Foto: © Tourismuszentrale Stralsund

Kurzfakten zu Ausflügen in Vorpommern

  • Altstadt und Hafen: Stralsund verbindet Backsteingotik mit dem Ozeaneum auf der Hafeninsel.
  • Universitätsstadt: Greifswald eignet sich für Altstadt, Museumshafen und Pommersches Landesmuseum.
  • Peene und Lilienthal: Anklam bietet Stadthafen, Peeneufer und das Otto-Lilienthal-Museum.
  • Haff: In Ueckermünde liegen Altstadt, Haffmuseum im Schloss und Tierpark in derselben Stadt.
  • Frühgeschichte: Das Ukranenland in Torgelow zeigt eine rekonstruierte slawische Siedlung; es ist saisonal geöffnet, außerhalb der Saison auf Anfrage.
  • Kraniche: Das frühere Zentrum in Groß Mohrdorf ist geschlossen; KRANICHWELTEN befinden sich in Günz.

Stralsund und Greifswald: Hanse, Hafen und Museen

Stralsund ist der nördliche Schwerpunkt für einen Tag mit historischen Bauwerken und Meereskunde. Die Altstadt gehört seit 2002 gemeinsam mit Wismar zum UNESCO-Welterbe. Rund um den Alten Markt stehen Rathaus, Nikolaikirche und Wulflamhaus; die Marienkirche liegt am Neuen Markt. Auf der Hafeninsel ergänzt das Ozeaneum den Stadtrundgang mit Ausstellungen und Aquarien zu den Meeren des Nordens. Das Deutsche Meeresmuseum ist davon getrennt: Es befindet sich im ehemaligen Katharinenkloster in der Altstadt. Die beiden Standorte haben unterschiedliche Ausstellungen und Eingänge. Eine eigene Detailplanung bietet der Stralsund-Rundgang; zu den Meeresausstellungen führt die Seite über das Deutsche Meeresmuseum.

Greifswald ist die zweite geeignete Kulturstation zwischen Stralsund und dem südlichen Festland. Am Markt und in den Straßen der Innenstadt prägen Backsteinkirchen und Universitätsgebäude das Stadtbild; am Ryck liegen Museumshafen und historische Schiffe. Die Klosterruine Eldena und das Fischerdorf Wieck liegen weiter östlich an der Flussmündung und bilden einen anderen Ausflug als die Innenstadt. Wer beides an einem Tag verbinden möchte, plant für die Strecke zwischen Altstadt und Wieck zusätzliche Zeit ein. Das Greifswalder Stadtporträt und das Pommersche Landesmuseum erschließen die historischen Stationen genauer.

Wolgast und die südliche Boddenküste

Wolgast passt zu einem kürzeren Abstecher am Peenestrom. Das Stadtmuseum nutzt die sogenannte Kaffeemühle nahe dem Rathaus und verteilt seine Stadtgeschichte auf mehrere Etagen. Zum Museumsverbund zählen außerdem die Kapelle St. Gertrud und die ehemalige Dampffähre „Stralsund“ im Stadthafen. Im Runge-Haus nahe dem Hafen stehen Leben und Werk des in Wolgast geborenen Malers Philipp Otto Runge im Mittelpunkt. Diese Stationen ergänzen sich, sind aber nicht identisch: Die Kaffeemühle behandelt Stadtgeschichte, das Runge-Haus einen Künstler und die Fähre Hafen- und Verkehrsgeschichte.

Für mehrere Ortsstationen eignet sich die Verbindung Greifswald–Wolgast–Ueckermünde nur mit Blick auf die jeweiligen Öffnungszeiten und Wege vor Ort; die Küstenorte liegen nicht als ein kompakter Rundgang beieinander. Wählen Sie ein Hauptziel und ergänzen Sie höchstens eine weitere Station, statt alle Museen in eine Fahrt zu pressen. Für eine Übernachtungsbasis in der Hansestadt stehen Unterkünfte in Greifswald zur Auswahl.

Peene, Uecker und Stettiner Haff

Anklam erschließt die Peene und die Geschichte der Luftfahrtpioniere. Stadthafen und Uferwege geben dem Besuch einen landschaftlichen Rahmen; im Otto-Lilienthal-Museum wird der Flugpionier und seine Entwicklungsgeschichte zum Schwerpunkt. Das Steintor und die Backsteinbauten der Innenstadt eignen sich als Ergänzung auf einem Stadtrundgang. Für Ziele rund um die historische Stadt und die Peene ist die Hansestadt Anklam der passende Ausgangspunkt. Die Nikolaikirche wird zum IKAREUM umgestaltet und ist kein regulär zu besichtigendes Kircheninnere; das Otto-Lilienthal-Museum bleibt der eigenständige Ausstellungsort für den Besuch.

Ueckermünde liegt am Stettiner Haff und verbindet Altstadt, Schloss und Hafen. Das Haffmuseum befindet sich im ehemaligen Schloss der pommerschen Herzöge. Zu den Exponaten zählen regionale Zeugnisse wie Herzogskostüm und Ritterrüstung; vom Schlossturm reicht der Blick über Stadt und Haff. Der Tierpark bietet eine andere, vor allem familienorientierte Station. Seine saisonalen Öffnungszeiten unterscheiden sich: Für 2026 ist er von April bis Ende Oktober täglich länger geöffnet als in den Wintermonaten. Die Detailseite zum Tierpark Ueckermünde hilft bei der Einordnung des Besuchs. Wer am Haff übernachten will, findet Unterkünfte in Ueckermünde als Basis für Hafen, Altstadt und Ufer.

Torgelow: frühmittelalterliches Leben an der Uecker

Das Ukranenland liegt an der Uecker bei Torgelow. Das Freilichtmuseum zeigt eine rekonstruierte Siedlung der westslawischen Ukranen und veranschaulicht mit Häusern, Handwerk und Booten den Alltag im 9. und 10. Jahrhundert. Das benachbarte Castrum Turglowe ist eine getrennte Rekonstruktion einer mittelalterlichen Burganlage; beide historischen Themen liegen am selben Ausflugsort. Das Gelände ist von Mai bis September dienstags bis samstags am Nachmittag geöffnet; außerhalb dieses Zeitraums sind Besuche auf Anfrage vorgesehen. Für die Anreise lohnt ein eigener Zeitblock, denn Torgelow liegt abseits der direkten Küstenlinie und die beiden Freilichtbereiche benötigen Zeit zum Erkunden.

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Kranichbeobachtung: heute in Günz

Das frühere Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf stellte seinen Betrieb 2025 ein. Die Ausstellung wird heute als KRANICHWELTEN in Günz weitergeführt. Das Besucherzentrum liegt im Umfeld der Rastlandschaft der Rügen-Bock-Region und verbindet die Ausstellung mit Einblicken in den Kranichzug. Im Herbst ist die Region besonders für rastende Kraniche bekannt; Beobachtungen in der Landschaft hängen von Zugverlauf und Tagesbedingungen ab. Groß Mohrdorf ist deshalb nicht mehr die Adresse für einen Besuch im Zentrum. Von Stralsund aus lässt sich Günz als eigener Naturtag planen, während ein Stadtbesuch besser mit Altstadt oder Hafeninsel kombiniert wird.

Zwischen den Städten: Haffufer und Peene

Nicht jeder Vorpommern-Ausflug muss in einem Museum enden. Am Stettiner Haff verbinden Ueckermünde, Haffwiesen und Anklam Abschnitte der regionalen Radroute mit offenen Landschaften und Wasserblicken. Das Haffbad in Ueckermünde ergänzt die Altstadt bei passendem Wetter um Promenade und langen Sandstrand; der Tierpark dagegen ist eine eigenständige familienorientierte Wahl. An der Peene bieten Hafen und Ufer in Anklam einen Zugang zum Flussraum. Diese Stationen liegen in verschiedenen Orten und sollten nicht als kurzer Fußweg voneinander geplant werden. Wer nur wenige Stunden hat, entscheidet zwischen Stadtgeschichte, Tierpark oder Uferaufenthalt; für einen ganzen Ausflugstag können zwei benachbarte Interessen kombiniert werden.

Welche Route passt zu Ihrem Aufenthalt?

Bei einem Standort im Norden bieten Stralsund und Greifswald die größte Dichte an Altstadt- und Museumsthemen. Für einen einzelnen Tag genügt meist eine Stadt mit einem ergänzenden Ziel: in Stralsund etwa Altstadt plus Hafeninsel, in Greifswald Innenstadt plus Wieck oder Eldena. Am südlichen Haff ist Ueckermünde mit Schlossmuseum, Hafen und Tierpark eine kompakte Auswahl; Torgelow ergänzt den Aufenthalt um Archäologie und Handwerksgeschichte. Anklam passt zu einer Peene-Etappe, Wolgast zu einer Stadtgeschichte mit Hafenbezug.

Die größeren Städte sind mit der Bahn erreichbar; die Verbindungen im südlichen Teil unterscheiden sich nach Zielort und Fahrplan. RE3 bedient Stralsund und Greifswald, während die Verbindung zum Haff über den Regionalverkehr nach Ueckermünde führt. Für Günz, Torgelow und einzelne Einrichtungen außerhalb der Bahnhöfe braucht es eine zusätzliche lokale Etappe mit Bus, Rad oder Auto. Bei öffentlichen Verkehrsmitteln gehört die konkrete Rückfahrt zum Tagesplan, besonders wenn ein Museum nur nachmittags öffnet. Anklam und die Uecker-Haff-Region eignen sich auch als Übernachtungsbasis; Unterkünfte in Anklam liegen nahe dem städtischen Ausgangspunkt für Peene und Lilienthal-Museum.

Häufige Fragen zu Ausflügen in Vorpommern

Ist das Kranichzentrum noch in Groß Mohrdorf geöffnet?

Nein. Das frühere Informationszentrum beendete den Betrieb 2025. Die Ausstellung KRANICHWELTEN ist nach Günz umgezogen; Groß Mohrdorf ist nicht mehr die Adresse für den Besuch im Zentrum.

Wann öffnet das Ukranenland?

Die Saisonzeiten reichen vom 1. Mai bis zum 30. September, dienstags bis samstags von 12 bis 16 Uhr. Außerhalb dieses Zeitraums ist ein Besuch auf Anfrage vorgesehen. Die Öffnung des Castrum Turglowe ist im Saisonplan ebenfalls ausgewiesen.

Was lässt sich in Ueckermünde verbinden?

Haffmuseum im Schloss, Altstadt und Hafen bilden einen kulturhistorischen Stadtausflug. Der Tierpark ist eine separate Station; seine saisonalen Öffnungszeiten unterscheiden sich von denen der Museen.

Welche Ziele eignen sich an Regentagen?

Die Stadt- und Fachmuseen in Stralsund, Greifswald, Wolgast, Anklam und Ueckermünde bieten Ausstellungen in Innenräumen. Für die Tagesplanung sind die jeweiligen Betreiberzeiten und Öffnungstage ausschlaggebend.