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Hansestadt Anklam

Anklam liegt an der Peene und ist eng mit Otto Lilienthal verbunden. Für einen Stadtbesuch gehören das Lilienthal-Museum und der historische Kern um Markt und Steintor zusammen; die Nikolaikirche wird derzeit zum IKAREUM umgebaut und ist geschlossen.

Lilienthal-Museum Anklam Lilienthal-Museum Anklam Foto: © Hennig/Lilienthal-Museum

Kurzfakten zu Anklam

  • Otto Lilienthal: Das Museum zeigt Leben, Arbeit und Flugversuche des in Anklam geborenen Luftfahrtpioniers.
  • Altstadt: Marktplatz, Marienkirche und Steintor bilden die wichtigsten historischen Anker.
  • Nikolaikirche: Das beschädigte Backsteingebäude wird für das künftige IKAREUM umgebaut und ist aktuell nicht für Besucher geöffnet.
  • Peene: Der Fluss durchzieht den Stadtraum und erklärt Anklams Lage zwischen Vorpommern und Usedom.

Otto-Lilienthal-Museum

Otto Lilienthal wurde 1848 in Anklam geboren und wurde durch seine Flugversuche mit Gleitern bekannt. Das Museum an der Ellbogenstraße erzählt sowohl seine Lebensgeschichte als auch die frühe Entwicklung des Fliegens. Modelle, Skizzen und technische Exponate machen nachvollziehbar, wie aus Beobachtung, Konstruktion und wiederholten Versuchen eine neue Idee der Fortbewegung entstand.

Das Haus bietet interaktive Elemente und vermittelt Flugtechnik über Modelle und Demonstrationen. Es ist damit ein eigenständiger Programmpunkt, für den Sie ausreichend Zeit vorsehen können, insbesondere wenn Sie technische oder regionale Geschichte vertiefen möchten. Die Öffnungszeiten wechseln nach Saison: Im Mai gelten Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags 13 bis 17 Uhr. Von Juni bis Oktober öffnet das Museum werktags von 10 bis 17 Uhr und an Wochenenden sowie Feiertagen von 13 bis 17 Uhr; von November bis April gelten Dienstag bis Freitag 10 bis 16 Uhr sowie sonntags und an Feiertagen 13 bis 16 Uhr.

Die Nikolaikirche wird derzeit zum IKAREUM Lilienthal Flight Museum umgebaut und ist laut Betreiber für den Besucherverkehr geschlossen. Das künftige Konzept soll das Otto-Lilienthal-Museum mit dem Baudenkmal verbinden. Heute bleibt die Kirche ein von außen sichtbarer Teil der Stadtgeschichte.

Steintor, Markt und Kirchen

Ergänzen Sie das Lilienthal-Museum um einen Rundgang durch die Stadtmitte. Der Markt und die Marienkirche erinnern an die Rolle Anklams als Hansestadt und an die Backsteinarchitektur Vorpommerns. Das Steintor ist Teil der historischen Stadtbefestigung und beherbergt das Museum im Steintor. Seine Sammlungen erzählen Stadtgeschichte und reichen von historischen Funden bis zu Alltags- und Handwerksobjekten. Damit bietet es einen passenden Gegenpol zur Technikgeschichte des Lilienthal-Museums.

Das Steintor-Museum hat saisonale Öffnungszeiten; von Oktober bis April gelten andere Besuchstage und kürzere Zeiten als im Sommer. Nicht alle Ausstellungsräume in den Turmetagen sind barrierefrei zugänglich. Der Anbieter nennt außerdem einen kostenlosen Audioguide für mobile Geräte und bietet thematische Führungen an. Wer beides kombinieren möchte, sollte die Öffnung der beiden Museen im Tagesplan abstimmen, statt von einer einheitlichen Museumsrunde auszugehen.

Die Nikolaikirche war dem heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Seefahrer, Fischer und Kaufleute, geweiht. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts fertiggestellt und im Zweiten Weltkrieg bis auf die Umfassungsmauern zerstört. Das erklärt ihre heutige Erscheinung als Ruine und ihre Bedeutung für das IKAREUM-Projekt. Zusammen mit St. Marien, Markt und Steintor macht sie den historischen Stadtkern verständlich, auch wenn sie momentan nicht betreten werden kann.

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Die Peene als Stadtraum

Die Peene prägt Anklam nicht nur als Stadtrand, sondern auch als Zugang zu Wegen in den Flussauen. Für einen kürzeren Naturausflug nennt die Stadt eine Rundwanderung durch die Peenewiesen bei Menzlin: Der Ort liegt am Nordufer, rund neun Kilometer von Anklam entfernt. Eine längere Runde durch wiedervernässte Peenewiesen am Anklamer Stadtbruch beginnt und endet in Kamp, etwa zwölf Kilometer vom Zentrum. Beides sind Ausflüge außerhalb des Altstadtrundgangs und sollten als eigene Wegstrecken geplant werden.

Greifswald verbindet einen weiteren Hanse-Altstadtkern mit dem Ryck, während Ueckermünde am Stettiner Haff ein eigenes Schlossmuseum und einen Badestrand bietet. Für eine Route über die Insel ergänzt Usedom die Ortsentscheidung; Nordöstlich von Anklam liegt die Herzogstadt Wolgast am Peenestrom. Wer in Anklam übernachten möchte, findet über die Unterkunftsauswahl für Anklam die örtliche Basis.

Hansestadt Anklam (Quelle: Geobasisdaten siehe Impressum)

Häufige Fragen zu Anklam

Was kann ich in Anklam über Otto Lilienthal erfahren?

Das Otto-Lilienthal-Museum zeigt Leben, Flugversuche und die Entwicklung der frühen Flugtechnik anhand von Modellen, Skizzen und interaktiven Elementen.

Ist die Nikolaikirche in Anklam geöffnet?

Nein. Sie wird zum IKAREUM umgebaut und ist derzeit für Besucher geschlossen. Sie kann von außen in einen Rundgang durch den historischen Stadtkern einbezogen werden.

Was zeigt das Museum im Steintor?

Das Museum behandelt die Stadtgeschichte und ergänzt das Lilienthal-Museum um regionale Sammlungen und Alltagsgeschichte. Zugang zu allen Turmetagen ist nicht barrierefrei.

Wie lässt sich Anklam an der Peene besuchen?

Verbinden Sie den Altstadtrundgang mit einem Spaziergang am Fluss. Für Naturgebiete außerhalb des Stadtzentrums planen Sie einen eigenen Ausflug, statt ihn als kurze Innenstadtstrecke zu behandeln.