Estland

Küste in Nordestland Küste in Nordestland
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Lange Geschichte unter fremden Herren

Eine völlig neue Sprache empfängt den Reisenden auf dem Wege vom russischen St. Petersburg nach Westen. Die Esten sind ein mit den Finnen verwandtes Volk und haben dieses Gebiet seit mehr als 10.000 Jahren besiedelt. Finnland ist nur 80 Kilometer entfernt und durch Fähren mit Estland verbunden. Die Esten mussten in ihrer Geschichte verschiedene Herrscher ertragen. Dänen, Deutsche, Schweden und Russen wechselten sich ab, ehe Estland erstmals von 1920 bis 1940 und seit 1991 ein unabhängiger Staat ist. Dennoch konnten die Esten in ihrer langen Geschichte ihren Nationalstolz behaupten.

Neues Selbstbewusstsein mit langer Tradition

Mit nur 1,3 Millionen Einwohnern auf 45.000 Quadratkilometern Fläche gehört Estland zu den am dünnsten besiedelten Ländern Europas. Die junge Bevölkerung steht jedoch der Moderne sehr aufgeschlossen gegenüber, so war die estnische Regierung weltweit die erste, die papierlose Kabinettssitzungen einführte. Stolz sind die Esten auf ihre Zugehörigkeit zu EU und NATO.

Historische Relikte verschiedener Herrscher

Die Altstädte der Hauptstadt Tallinn, zahlreiche Herrenhäuser und Schlösser sowie Hinterlassenschaften schwedischer, deutscher und russischer Herrschaft prägen die architektonische Landschaft. Auf engem Raum präsentiert sich in Estland eine reichhaltige Geschichte. Dieses Abbild von europäischer Tradition im Ostseeraum ist einer der Gründe für einen Urlaub an der Ostsee in Estland.

Einzigartige Natur

Die Hälfte des Landes ist von Wald bedeckt. Kilometerlange Strände der Ostsee bieten ein Gemisch aus unberührter Natur und attraktiven Küstenformen, die von Flachküsten bis zu Kliffs mit fantasievollen Winderosionen reicht. Mehr als 1500 Inseln sind der estnischen Ostseeküste vorgelagert. Die größten von ihnen sind Saareema (Ösel) und Hiuumaa (Dagö), die die zu Lettland gehörende Rigaer Bucht von der offenen Ostsee trennt. Vor allem auf den Inseln gibt es eine gut erhaltene schwedische Sprach- und Siedlungstradition. Bedingt durch die geografische Lage herrscht in Estland ein kalter und langer Winter, die Ostsee ist meist zugefroren. Die nördliche Küste Estlands bildet die südlichwestliche Begrenzung des Finnischen Meerbusens.

Städte als Tourismusmagnet

Die Hauptstadt Tallinn (500.000 Einwohner) ist die mit Abstand größte Stadt des Landes. Zweitgrößte Stadt ist Tartu im Landessüden. Von internationaler Bedeutung ist das Sängerfest, dessen Tradition 1869 begann. Alle fünf Jahre treffen sich tausende Sänger zu Volksfesten.
Tallinn ist eine Mischung aus mittelalterlicher Altstadt mit hanseatischem Charakter und modernem Geschäfts- und Einkaufszentrum. Lockere Bebauung des Stadtgebietes, ein hoch entwickeltes öffentliches Verkehrssystem und die nahe Ostsee machen Tallinn zum beliebtesten Anziehungspunkt für Touristen in Estland.

Foto: alle: © bretagne 32 / pixelio.de

Die Hermannsfeste

Narva

Narva (dt. Narwa) liegt wenige Kilometer von der Ostsee entfernt und ist die drittgrößte Stadt Estlands. Durch ihre Lage an der Ostgrenze bildet die Stadt Narva ein Zentrum für den Tourismus im Osten Estlands. Vor allem die Hermannsfeste zeugt von der reichen Geschichte der Stadt.
Rakvere, zentraler Platz

Rakvere

Die Stadt Rakvere liegt etwa 20 Kilometer von der estnischen Ostseeküste entfernt, auf halbem Wege zwischen Narva und der Hauptstadt Tallinn. Mit der alten Ordensburg, den reichen kuturellen Traditionen und dem nahegelegenen Nationalpark Lahemaa gehört Rakvere zu den beliebtesten Ziele für Ausflüge und Urlaub an der estnischen Ostseeküste.
Blick auf Tallinn

Tallinn

Tallinn, die Hauptstadt Estlands, liegt unmittelbar an der Ostsee, etwa in der Mitte der gesamten estnischen ostseeküste. Die finnische Hauptstadt Helsinki ist – quer über die Ostsee – nur 80 Kilometer entfernt. Tallinn ist das wichtigste Eingangstor nach Estland.
Blick von der Ruine der Bischofsburg auf Haapsalu

Haapsalu

Die Stadt Haapsalu wurde Ende des 13. Jahrhunderts gegründet und war damals Bischofssitz für die Insel Ösel (Saaremaa). Haapsalu (dt. und schwed. Hapsal) liegt an der Westküste Estlands gegenüber der Insel Hiuumaa (Dagö), der kleineren der beiden großen Inseln vor der Rigaer Bucht. Zu beginn des 19. Jahrhunderts wurde die heilende Wirkung des Schlamms entdeckt, der nahe der Stadt vorhanden ist. Daraus entwickelte sich schon während der Zugehörigkeit Estlands zum Zarenreich die Bedeutung Haapsalus als mondäner Kur- und Erholungsort.
Blick auf Kuressaare mit der Burg

Kuressaare

Kuressaare wurde erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Sie entstand aus einer Bischofsburg, die heute noch fast vollständig erhalten ist. Herrscher der Stadt waren nach der Gründung abwechselnd Dänen und Schweden, zu Beginn des 18. Jahrhunderts geriet die Insel zusammen mit der gesamten Region Livland unter russische Herrschaft. Die Stadt liegt an der Südküste der Insel Saaremaa (Ösel). Das begünstigte die Entwicklung zu einem Kurort seit Beginn des 19. Jahrhunderts.
Das historische Rathaus von Pärnu

Pärnu

Durch die Lage an der Rigaer Bucht ist Pärnu eines der wichtigsten Seebäder im Baltikum. Wie zahlreiche andere Städte der Region wurde die Stadt Pärnu unter dem deutschen Namen Pernau 1251 vom Deutschen Ritterorden gegründet und eine Ordensburg errichtet. Die günstige Lage in einem nördlichen Ausläufer der Rigaer Bucht sorgt für einen eisfreien Hafen. Schon bald wurde die Stadt Mitglied der Hanse. Wie die gesamte Region Livland ging auch Pärnu zu Beginn des 18. Jahrhunderts von schwedischem in russischen Besitz über. Schon 1838 begann der regelmäßige Badebetrieb.

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