Kuressaare

Blick auf Kuressaare mit der Burg Blick auf Kuressaare mit der Burg
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Lage und Geschichte

Die Stadt Kuressaare wurde erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Sie entstand aus einer Bischofsburg, die heute noch fast vollständig erhalten ist. Herrscher der Stadt waren nach der Gründung abwechselnd Dänen und Schweden, zu Beginn des 18. Jahrhunderts geriet die Insel zusammen mit der gesamten Region Livland unter russische Herrschaft. Die Stadt liegt an der Südküste der Insel Saaremaa (Ösel). Das begünstigte die Entwicklung zu einem Kurort seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Zwischen 1952 und 1988, unter sowjetischer Herrschaft, trug die Stadt den Namen Kingissepa.

Historische Architektur

Die Altstadt von Kuressaare hat einen hohen historischen Wert. Seit 1973 steht sie wegen des Reichtums an architektonisch wertvollen Gebäuden unter Denkmalschutz. Hier findet der Gast den sogenannten „Klassizismus von Saaremaa“, eine weltweit einzigartige Anhäufung von eigenen Gebäuden.
Wichtigste Sehenswürdigkeit in Kuressaare ist die historische Burg, die als einzige im gesamten Baltikum fast vollständig erhalten ist. Sie beherbergt heute das Museum der Stadt. Der am Ende des 13. Jahrhunderts errichteten Turm „Langer Hermann“ soll der zentrale Turm einer ringmauerburgartigen Festung gewesen sein. Die Burg erinnert an ein Konventgebäude, das Verwaltungszentrums eines Bezirks. Die Architektur des Gebäudes bietet auch Schutz bei Aufständen und Kriegen. Einige Forscher vermuten, dass anstelle der heutigen Steinburg eine bereits im 11 Jahrhundert erbaute Holzburg existiert haben könnte.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind das in der Schwedenzeit Mitte des 17. Jahrhundert erbaute Rathaus im Nordischen Barock und eine von 1899 stammende holländische Steinmühle, die heute als Restaurant dient.

Die Insel Saaremaa

Der Leuchtturm von Sörve im Süden der Insel SaaremaaNach den dänischen Inseln Seeland und Fünen sowie dem schwedischen Gotland ist Saaremaa die viertgrößte Ostseeinsel. Hiuumaa als kleinere Nachbarinsel ist in nördlicher Richtung nur sechs Kilometer entfernt. Die reich gegliederte Küste erstreckt sich über etwa 1.300 Kilometer. Die Insel ist über einen Damm mit der östlichen Nachbarinsel Muhu verbunden, von wo aus die Fähre zum Festland verkehrt. Auch ein kleiner Flugplatz verbindet die Insel mit der Welt. Saaremaa besitzt eine durchweg flache Oberflächengestalt, auch wenn einige Küsten Kliffcharakter aufweisen. Die Insel war vor allem im Süden lange Zeit vom Militär dominiert und ist jetzt dabei, sich zu einem bedeutenden Urlauberzentrum zu entwickeln, ohne die natürlichen Gegebenheiten zu vernachlässigen.

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Foto: © oben: Wiki_Erik_CC3.0, Mitte: Wiki_vonsoeckchen_CC3.0, unten: Wiki_Ruta_badina_Kinnunen_gemeinfrei

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