Haapsalu

Blick von der Ruine der Bischofsburg auf Haapsalu Blick von der Ruine der Bischofsburg auf Haapsalu
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Lage und Geschichte

Die Stadt Haapsalu wurde Ende des 13. Jahrhunderts gegründet und war damals Bischofssitz für die Insel Ösel (Saaremaa). Haapsalu (dt. und schwed. Hapsal) liegt an der Westküste Estlands gegenüber der Insel Hiuumaa (Dagö), der kleineren der beiden großen Inseln vor der Rigaer Bucht. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die heilende Wirkung des Schlamms entdeckt, der nahe der Stadt vorhanden ist. Daraus entwickelte sich schon während der Zugehörigkeit Estlands zum Zarenreich die Bedeutung Haapsalus als mondäner Kur- und Erholungsort. Auch Peter Tschaikowski war hier gerne zu Gast.

Sehenswürdigkeiten in Haapsalu

Aus der Zeit der Stadtgründung stammt die Bischofsburg. Sie spielte während der wechselvollen Geschichte der Stadt eine große Rolle und wurde unter Zar Peter I. zu Beginn des 18. Jahrhundert geschleift. Heute kündet ihre Ruine von der einstigen Bedeutung der Stadt.
Teil der Bischofsburg ist die Domkirche. Sie gilt als die größte einschiffige Kirche in den nordischen und baltischen Staaten. Die einzigartige Akustik macht die Kirche zu einem beliebten Ort für Konzerte. Die Legende von der Weißen Dame besagt, dass man sie in einer Vollmondnacht im August treffen kann. Ein junger Geistlicher soll seine Geliebte in Chorsänger-Kleidung verbotenerweise in die Burg gebracht haben. Der Bischof ließ das Mädchen lebendig in die Kirche einmauern.
Der historische Kursaal mit einer Holzfassade ist der einzige im Originalzustand erhaltene seiner Art in Estland. Der Kursaal ist seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute einer der zentralen Sommerurlaubsziele in Haapsalu. Noch 1898 befand sich das Gebäude fast vollständig im Meer, später wurden die kleinen Uferkrümmungen an den Seiten des Gebäudes aufgefüllt und die Uferbefestigung erhielt ihre heutige Gestalt. Der Kursaal samt Klangstätte war ein Lieblingsort des russischen Zarenhofes und der gehobenen Gesellschaft von Sankt Petersburg.

Die Insel Hiuumaa (Dagö)

Die zweitgrößte Insel Estlands ist ein beliebtes Ausflugsziel und bedient fast alle Bedürfnisse eines Ostseeurlaubs in Estland: Lange, sandigen Küsten, schläfrige Dörfer und das dicht bewaldete Binnenland der Insel. Hiiumaa ist ideal für Naturfreunde, zum Wandern, Segeln oder einfach für einen entspannenden Urlaub. Im Sommer finden viele Musikfestivals statt, zum Beispiel werden jedes Jahr im Juli die Kammermusiktage Hiiumaa und das Volksmusikfestival Hiiumaa veranstaltet. Immer sehenswert sind die zahlreichen Leuchttürme.

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Foto: © oben: Wiki_Onkel Joe_CC3.0, Mitte: Wiki_Ivar_Leidus_CC3.0, unten: Wiki_Kalervo_Kinnunen_gemeinfrei

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