Cammin: Dorfkirche und Gutshausgeschichte
Unterkünfte in Cammin
Für die Wahl einer Ostseereise hilft es, Küsteninteressen und Ortsgeschichte getrennt zu betrachten. Im übergeordneten Reiseziel Rostock umfasst die Region 62 Kilometer Ostseeküste; zum Küstenvorland zählen die Flusstäler von Warnow und Recknitz. Cammin lenkt den Blick auf die Dorfkirche, Gutshäuser in der Gemeinde und ausgedehnte Wanderungen. Wenn Sie Hotels in Cammin suchen, können diese Themen den Schwerpunkt Ihrer Reiseplanung setzen.
Dorfkirche Cammin: Feldstein, Altar und Orgel
Die Dorfkirche Cammin ist ein rechteckiger Feldsteinbau mit behauenen Eckquadern. In der Kirche befindet sich ein Schnitzaltar aus der Zeit um 1500. Zur Ausstattung gehört auch eine Orgel, die der Lübecker Orgelbauer H. Hantelmann 1722 fertigte. Hantelmann war Schüler A. Schnitgers. Bauform, Altar und Orgel geben damit jeweils eigene Anhaltspunkte für einen kulturhistorischen Blick auf die Kirche.
Auch die Datierungen setzen unterschiedliche Bezugspunkte: Der Altar stammt aus der Zeit um 1500, die Orgel entstand 1722. Wer sich für Kirchenbau und historische Ausstattung interessiert, findet hier beides in einem Gebäude, ohne die verschiedenen Details auf eine einzige Epoche zu reduzieren.
Kirchen und Gutshäuser in der Gemeinde
Ein weiterer Kirchenakzent liegt in Weitendorf bei Cammin, einem Ort innerhalb der Gemeinde, aber außerhalb der Siedlung Cammin. Die Kirche wurde 1503 erstmals in einem Rechnungsbuch erwähnt. Ihre Grundfläche beträgt 16 mal 8 Meter; sie ist das kleinste Gotteshaus im Landkreis Rostock. Der Bau besteht überwiegend aus Granitfindlingen. Ziegelsteine bilden den oberen Teil des Westgiebels und Teile des Mauerwerks. Im Inneren besitzt die Kirche eine hölzerne Barockkanzel mit einem Wal als Fuß.
Auch das Gutshaus Cammin hat eine eigene Baugeschichte: Das zugehörige Domänenpächterhaus entstand Ende des 19. Jahrhunderts. Das Gebäude des Gutshauses konnte auf Initiative eines Fördervereins saniert werden. Seit 2003 ist dort die Freie Grundschule „Storchenschule Cammin“ untergebracht.
Das Gutshaus Wohrenstorf entstand zwischen 1732 und 1735. Seine Fassade wurde 2014 renoviert. An allen Zimmerdecken sind originale Stuckelemente erhalten; außerdem sind das Foyer sowie ein Großteil der Türen und ihrer Einfassungen erhalten. Das Gutshaus befindet sich in Privatbesitz, und zu ihm gehören Reste eines Landschaftsgartens. Die Bauzeit, die spätere Fassadenrenovierung und die erhaltenen Innenausstattungsdetails bilden unterschiedliche Anhaltspunkte für die Beschäftigung mit dem Haus.
Wandern und Rübenbahntour
In der Gemeinde Cammin lohnen ausgedehnte Wanderungen entlang der Recknitz und des Stegendiecksbachs. Daneben führt die Rübenbahntour Süd über Cammin; hier liegt Station 10. Damit stehen unterschiedliche Formen der Orientierung nebeneinander: längere Wanderungen entlang zweier Gewässer und eine benannte Station auf einer Route. Wenn Sie eine dieser Möglichkeiten einplanen, prüfen Sie vor dem Start die aktuelle Wegweisung und die Oberflächenbedingungen, da sich diese ändern können.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Tessin.