Stubbendorf: Gutshausgeschichte und Recknitztal
Unterkünfte in Stubbendorf
Das denkmalgeschützte Gutshaus Stubbendorf mit angrenzendem Park und das Recknitztal im Gemeindegebiet bieten Anknüpfungspunkte, um Architekturgeschichte und Landschaft gemeinsam zu betrachten. Das Gutshaus liegt nahe dem Naturschutzgebiet Recknitztal. Die Geschichte des Hauses und die Landschaft der Gemeinde eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf den Aufenthalt.
Gutshausgeschichte in Stubbendorf
Nach einem Brand des ursprünglichen Gutshauses um die Jahrhundertwende entstand 1904 das heutige Gutshaus Stubbendorf, erbaut von Paul Korff für Hellmuth von Prollius und seine Frau Toni. Das Herrenhaus in Stubbendorf bei Tessin zählt zu den Gutshäusern in Mecklenburg, die Korff 1903/04 neu errichtete oder gestalterisch veränderte. Sein Baustil gilt als ungewöhnlich für die Region.
Auch frühere Ereignisse verbinden den Ort mit bemerkenswerten Namen und Daten. 1820 heiratete Ernst Alban auf Stubbendorf Margarete Wendt, die Tochter eines Gutsbesitzers. 1823 stand in der Rostocker Ölmühle von Karnatz die erste Dampfmaschine aus Stubbendorf. So reicht die überlieferte Geschichte des Ortes von einer Eheschließung auf Stubbendorf bis zu einer technischen Verbindung nach Rostock.
Das Ehepaar Seger entdeckte das Gutshaus in sehr marodem Zustand und restaurierte es denkmalgerecht unter Beachtung von Nachhaltigkeit und Originalität. Der Neubau von 1904 und die spätere Restaurierung sind zwei eigene Kapitel seiner Baugeschichte.
Park und Gemeindeumfeld
Das Gutshaus Stubbendorf und der angrenzende Park sind insgesamt in die Denkmalliste aufgenommen. Das Haus steht in einer denkmalgeschützten Parkanlage mit uralten Bäumen; zum Gutshaus gehört außerdem ein Wäldchen mit stattlichen Buchen. Park, Baumbestand und Gebäude bilden so einen historischen Rahmen, der den Blick über die Architektur des Hauses hinaus erweitert.
In der zugehörigen Gemeinde steht in der Apfelbaumallee ein Wildapfelbaum, dessen Alter auf etwa 400 bis 500 Jahre geschätzt wird. Er ist inzwischen auseinandergebrochen. Wenn Sie den Baum gezielt in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie vor dem Besuch seinen aktuellen Zustand.
Ehmkendorf ist eine eigene Ortslage in der Gemeinde. Dort wurde um 1790 das Gutshaus als Meierei des Gutes Stubbendorf errichtet; auch die historische Gutsanlage Ehmkendorf ist insgesamt in die Denkmalliste aufgenommen. Das Gutshaus von Ehmkendorf und das heutige Haus in Stubbendorf stehen damit für deutlich verschiedene Bauphasen: um 1790 und 1904.
Recknitztal im Gemeindegebiet
Nahe Ehmkendorf liegt das Recknitztal, ein eiszeitliches Urstromtal mit großer Biodiversität. Im Gemeindegebiet eignet sich das Tal für Spaziergänge; auch die Region um das Recknitztal bietet Möglichkeiten für Radtouren und Reitsport. Zu Fuß, zu Pferd und auf dem Wasser lädt das Tal zu Ausflügen ein. Ein Wanderwegenetz führt von Zarnewanz nach Ehmkendorf durch das Recknitztal und bietet eine konkrete Verbindung zwischen diesen beiden Orten.
Ferienwohnungen im Gutshaus
Im Gutshaus werden liebevoll eingerichtete und vollständig ausgestattete Ferienwohnungen angeboten. Wenn Sie eine Unterkunft in diesem historischen Gebäude suchen, prüfen Sie vor Ihrer Reiseplanung die aktuelle Verfügbarkeit.
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