Leuchtturm Neuland an der Hohwachter Bucht
Der Leuchtturm Neuland steht nahe Behrensdorf an der Westseite der Hohwachter Bucht. Der achteckige, 40 Meter hohe Backsteinturm entstand während des Ersten Weltkriegs als Orientierungsfeuer für die Schifffahrt. Seit 1996 dient sein Licht als Warnsignal für militärische Schießübungen in der Bucht; Einlass in den Turm gibt es zu angekündigten Öffnungsterminen.
Leuchtturm Neuland
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Kurzfakten zum Leuchtturm Neuland
- Lage: bei Behrensdorf an der Hohwachter Bucht, zwischen Hohwacht und Kieler Förde.
- Bau: achteckiger Backsteinturm auf Betonfundament, errichtet 1915 bis 1916; in Betrieb genommen 1918.
- Höhe: 40 Meter bis zur Laterne und Feuerhöhe.
- Frühere Aufgabe: Orientierungsfeuer zwischen Fehmarn und Kiel; gelöscht am 20. Juli 1996.
- Heutige Lichtsignale: Warnfeuer bei Schießübungen in den Gebieten Putlos und Todendorf.
- Besuch: 210 Stufen zur Plattform; geöffnet wird an angekündigten Sonderterminen.
Ein Seezeichen an der Hohwachter Bucht
Der Standort liegt nahe der Gemeinde Behrensdorf an der Westseite der Bucht. Von hier aus markierte das Feuer einen wichtigen Küstenabschnitt auf der Schifffahrtsverbindung zwischen Fehmarn und Kiel. Der Turm wurde 1915 und 1916 auf einem Betonfundament errichtet und nach dem Ersten Weltkrieg 1918 in Betrieb genommen. Mit seinem achteckigen Grundriss, dem Backsteinmauerwerk und der hohen Laterne ist er als historisches Seezeichen deutlich von modernen Beton-Warnfeuern der Region zu unterscheiden.
Das Leuchtfeuer unterstützte die Orientierung auf See und warnte mit zusätzlichen Sektoren vor Untiefen in der Hohwachter Bucht. Diese doppelte Aufgabe verband einen weithin erkennbaren Küstenpunkt mit konkreter nautischer Information. Der Turm ist 40 Meter hoch; seine Feuerhöhe beträgt ebenfalls 40 Meter. So blieb das Licht für die Schifffahrt ein Bezugspunkt, obwohl sich seine Funktion später änderte.
Vom Orientierungslicht zum Warnfeuer
Am 20. Juli 1996 wurde das reguläre Leuchtfeuer gelöscht. Der Turm blieb danach als Warnstelle in Gebrauch: Bei Schießübungen auf den militärischen Übungsplätzen Putlos und Todendorf sendet er tagsüber farbige Lichtsignale. Die technische Beschreibung unterscheidet ein rotes Signal für Putlos und ein gelbes Signal für Todendorf; bei Übungen in beiden Gebieten erscheint ein wechselndes gelb-rotes Signal. Die ausgewiesenen Reichweiten der Warnsignale betragen vier Seemeilen für Rot und sechs Seemeilen für Gelb.
Damit erzählt Neuland zwei Kapitel der Küstenschifffahrt. Zuerst half das weiße Orientierungsfeuer, die Bucht und ihre Untiefen einzuordnen. Heute kündigt das Warnfeuer bestimmte militärische Übungszeiten an. Der hohe Backsteinturm verbindet diese aktuelle Funktion mit dem historischen Bauwerk und macht den Wechsel von einem allgemeinen Seezeichen zu einer gezielten Warnanlage verständlich.
Aufstieg und Öffnungstage
Die Aussichtsplattform liegt oben in der Laterne; 210 Stufen führen hinauf. Der Zugang ist an angekündigte Öffnungstage gebunden, nicht an tägliche Besuchszeiten. Für 2026 veröffentlichte die Gemeinde Behrensdorf eine Öffnung am 23. August von 11 bis 15 Uhr und nannte als weiteren Termin den 6. September, ebenfalls von 11 bis 15 Uhr. Beide Termine sind inzwischen vergangen. Für diese Öffnungen betrug der Eintritt zwei Euro für Erwachsene und einen Euro für Kinder.
Der öffentliche Ausgangspunkt für den Besuch ist der Parkplatz Neuland in der Adresse Neuland, 24321 Behrensdorf. Von dort führt der Fußweg zum Leuchtturm; der Aufstieg über 210 Stufen endet an der Aussichtsplattform in der Laterne. Der Turm öffnet an angekündigten Tagen, sodass sich der Weg mit einem Aufenthalt an der Hohwachter Bucht verbinden lässt.
Ausflüge und passende Reisebasis
Der Leuchtturm liegt im Umfeld von Behrensdorf und Hohwacht. Die Übersicht Lütjenburg und Hohwacht an der Hohwachter Bucht ordnet die Küste mit ihren unterschiedlichen Orts- und Strandbereichen ein. Als nahe Übernachtungsorte bieten sich Unterkünfte in Behrensdorf für einen Aufenthalt im Gemeindegebiet und Unterkünfte in Hohwacht für eine Basis am Ostseebad an. Panker verbindet einen Aufenthalt im Binnenland mit dem Gut und dem Aussichtsturm Hessenstein auf dem Pilsberg.
Wer die Küste über den Leuchtturmtermin hinaus erkundet, kann die naturnahe Bucht am Weißenhäuser Strand ergänzen. Für einen anderen Blick auf die Kieler Förde bietet sich Laboe mit Hafen, Strand und Marine-Ehrenmal an. Diese Orte liegen in einer größeren Küstenregion und eignen sich als eigene Ausflugsziele, statt sie als unmittelbare Stationen eines kurzen Leuchtturmrundgangs einzuplanen.
Häufige Fragen zum Leuchtturm Neuland
Wird der Leuchtturm noch als Navigationsfeuer genutzt?
Das reguläre Orientierungsfeuer wurde 1996 gelöscht. Heute dient der Turm als Warnfeuer und zeigt tagsüber Signale bei Schießübungen auf den Übungsplätzen Putlos und Todendorf.
Wann kann man den Turm besteigen?
Der Turm öffnet an einzelnen, von der Gemeinde bekanntgegebenen Terminen. Die für 2026 veröffentlichten Termine am 23. August und 6. September sind vorbei; tägliche Öffnungszeiten sind nicht angegeben.
Wie viele Stufen führen zur Plattform?
Der Aufstieg umfasst 210 Stufen. Die Plattform liegt in der Laterne des 40 Meter hohen Turms.