Amt Bad Doberan-Land zwischen Steilküste, Wald und Dorfkirchen
Küste und Golf in Wittenbeck
An der Küste von Wittenbeck verbinden sich Strand, Steilküste und sportliche Möglichkeiten. Wittenbeck grenzt südwestlich an das Landschaftsschutzgebiet „Kühlung“ und östlich an die „Wittenbecker Tannen“. Für sportliche Aktivitäten stehen dort ein Golfareal mit einer 18-Loch-Anlage und zwei 9-Loch-Anlagen zur Verfügung. Außerdem gibt es einen etwa 2,5 Kilometer langen naturbelassenen Strand mit einer etwa 4 bis 8 Meter hohen Steilküste. Wer Wittenbeck plant, kann zwischen naturbelassenem Strand, Steilküste, Golfanlagen und den südwestlich sowie östlich angrenzenden Landschaftsräumen unterscheiden.
Wald- und Bachtäler
Der etwa 180 ha große „Gespensterwald“ gehört zum Naturschutzgebiet Stolteraa. Entlang der 7 bis 9 Meter hohen Steilküste bietet er Gelegenheit zu ausgedehnten Spaziergängen, Fahrradfahrten und Ausritten.
Im Quellental des Glashäger Baches finden sich Quellsümpfe, Mineralbodenwiesen und Niedermoorwiesen. Der Bachlauf wird von Erlen und Eschen sowie Seggen und Binsen begleitet. Das Quellental ist seit 1984 als Flächennaturdenkmal (FND) ausgewiesen. Eine naturkundliche Rundwanderung durch das Quellental ist etwa 8 Kilometer lang, dauert 4 Stunden und umfasst eine Kaffeepause in Glashagen. Naturbeobachtung und eine klar umrissene Wanderung bilden hier einen eigenen Schwerpunkt. Wer die Runde plant, reserviert dafür etwa vier Stunden und berücksichtigt die Kaffeepause in Glashagen.
Der Hütter Wohld liegt etwa 5 km südöstlich von Bad Doberan. Das Waldgebiet umfasst 350 ha, weist bewaldete Höhen bis zu 90 m sowie tiefe Bachtäler auf und wurde 1999 als Naturschutzgebiet und 2004 als Europäisches Schutzgebiet (FFH-Gebiet) ausgewiesen. Durch den Hütter Wohld wird eine naturkundliche Führung entlang der Teichkette der Zisterziensermönche angeboten. Termine werden auf persönliche Anfrage vereinbart; Treffpunkt ist der große Parkplatz in Hütten, eine Anmeldung ist erforderlich. Wer die Führung plant, berücksichtigt dabei persönliche Anfrage, erforderliche Anmeldung und den großen Parkplatz in Hütten als Treffpunkt.
Dorfkirchen und Werkstätten
Die Kirche in Rethwisch wurde vermutlich zwischen 1306 und 1312 erbaut und ist als dreischiffige Stufenhalle ein Beispiel norddeutscher Backsteingotik. In ihr befindet sich ein wertvoller Flügelaltar mit einer Kreuzigungsszene im Mittelschrein aus dem Jahr 1530. Die Kirche in Retschow besitzt eine Mühlendarstellung, die als einzigartig unter den Dorfkirchen in ganz Deutschland gilt. Beide Kirchen setzen einen kulturgeschichtlichen Akzent neben den Landschaftserlebnissen.
Im kleinen Ort Glashagen Ausbau arbeiten vier ansässige Künstler in Werkstätten für Töpferei, Glasbläserei, Porzellan und Treibholz. Besucher können die Werke ansehen und gegebenenfalls erwerben. Für Sie eröffnet sich damit neben Natur und Küste auch ein Einblick in unterschiedliche handwerkliche Arbeiten. Die vier Werkstätten setzen im kleinen Ort eigene Schwerpunkte bei Material und Technik.
Weitere Orte im Amt: Heiligendamm, Börgerende-Rethwisch, Steffenshagen, Hohenfelde, Admannshagen-Bargeshagen, Bartenshagen-Parkentin und Reddelich.
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