Stuer
Unterkünfte in Stuer
Für Ihre Reise nach Stuer eröffnen sich unterschiedliche Interessen: Die Petruskirche vereint spätgotische Kunst und Familiengeschichte, während das Tal der Eisvögel und der BÄRENWALD Müritz Natur- und Tierschutzthemen bieten. Auch eine Wassermühlenruine, ein Urdolmen mit Hünenbett und ein Turmhügel gehören zu den beschriebenen Eindrücken. So können Sie bei der Wahl Ihres Aufenthaltsortes überlegen, ob Kultur, Natur oder historische Spuren Ihren Aufenthalt prägen sollen.
Ausläufer des Stuer Flachwassersees - Luftbild 2022
Foto: Marcus Sümnick via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Natur und Tierschutz
Der BÄRENWALD Müritz ist ein Tierschutzprojekt von VIER PFOTEN. In naturnahen Gehegen können gerettete Bären ihre natürlichen Verhaltensweisen wiederentdecken und ausleben. Im Mittelpunkt steht damit der Schutz der Tiere und die Möglichkeit, ihnen eine Umgebung zu geben, in der sie solche Verhaltensweisen zeigen können. Das unterscheidet dieses Thema von einem klassischen Ausflugsschwerpunkt, bei dem etwa ein Weg oder ein Bauwerk im Vordergrund steht.
Das Tal der Eisvögel ist mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar. Wer Bewegung in die Reiseplanung einbeziehen möchte, kann diese beiden Möglichkeiten berücksichtigen. Das Tal bietet einen anderen Zugang zur Umgebung als die Kunstwerke in der Petruskirche: Statt einzelner Ausstattungsstücke stehen dort Natur und historische Spuren im Landschaftsraum im Mittelpunkt. Eine konkrete Strecke oder Gehzeit lässt sich aus diesen Angaben nicht ableiten; entscheidend ist hier die Wahl zwischen Fahrrad und Fußweg.
Petruskirche: Altar und Familiengeschichte
In der Petruskirche in Stuer befindet sich ein spätgotischer Flügelaltar aus der Zeit um 1490. Er ist aus Eichenholz gefertigt und fällt durch seine üppigen Schnitzereien auf. Die Datierung ordnet das Werk zeitlich ein; Material und Gestaltung geben zwei konkrete Ansatzpunkte, auf die Sie beim Besuch achten können. Wer sich für kirchliche Kunst interessiert, findet hier ein einzelnes, klar beschriebenes Ausstattungsstück, statt einer allgemeinen Sammlung von Kunstwerken.
Zur Ausstattung der Kirche gehören außerdem 65 Wappenschilder. Sie wurden zwischen 1680 und 1930 angefertigt und stellen ein Stück Familiengeschichte der Familie von Flotow dar. Die große Zeitspanne der Anfertigungsjahre unterscheidet diese Zeugnisse deutlich vom um 1490 datierten Flügelaltar. Zusammen bieten Altar und Wappenschilder unterschiedliche Perspektiven: hier ein spätgotisches Werk aus Eichenholz, dort eine Reihe von Zeichen mit Bezug zur Familiengeschichte.
In der Petruskirche finden regelmäßig Gottesdienste statt. In den Sommermonaten wird sie für Besucher offengehalten.
Ruine, Großsteingrab und Turmhügel
Im Tal der Eisvögel befindet sich die Ruine einer Wassermühle, die aus Feldsteinen errichtet wurde und als „mittlere Mühle“ bezeichnet wird. Neben der mittleren Mühle führt nach der Querung des Bachs ein schmaler Pfad zu einem Urdolmen mit Hünenbett. Dieser liegt unmittelbar an der B 198.
Östlich der Kirche liegt auf einer Weide ein baumbestandener Turmhügel mit Mauerresten. Er gilt als älteste Befestigung des Dorfes. Seine Lage östlich der Kirche und die sichtbaren Mauerreste geben diesem historischen Ort eine andere Gestalt als der Feldsteinruine im Tal. Wer sich für Dorfgeschichte interessiert, kann so unterschiedliche Zeugnisse berücksichtigen: eine als älteste Befestigung geltende Anlage, eine Mühlenruine und ein Urdolmen mit Hünenbett.
Weitere Orte derselben Hierarchieebene sind Melz, Sietow, Gotthun, Fincken, Bollewick, Altenhof, Kieve und Schwarz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Röbel-Müritz.