Melz
Unterkünfte in Melz
Der Melzer See prägt die Orientierung rund um Melz: Er liegt östlich des Ortes und verbindet eine Landschaft am Wasser mit einer Dorfgeschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Wer einen Aufenthalt in Melz erwägt, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte – vom Flusssee und alten Eichen bis zu archäologischen Funden und erhaltenen Spuren des ehemaligen Gutes. Diese Themen geben dem Ort ein eigenes Profil, ohne dass ein einzelner Ausflugstyp die Reise bestimmen muss.
Der Melzer See und seine Umgebung
Der Melzer See ist ein Flusssee am oberen Eldelauf. Er liegt bei Melz in der Nähe von Röbel und erstreckt sich östlich des Ortes. Seine Fläche beträgt etwa 29 ha; die Elde dient ihm als Zu- und Abfluss. Damit ist der See nicht nur ein benanntes Landschaftselement, sondern auch durch seine Lage am Flusslauf charakterisiert. Die Angaben zu Größe und Gewässerbeziehung helfen, den See als eigenständigen Teil der Umgebung einzuordnen.
Rund um den Melzer See stehen zahlreiche Eichen, deren Stammumfang mehr als 5 m beträgt. Eine weitere bemerkenswerte Eichengruppe befindet sich an der Straße von Friedrichshof nach Karbow und steht als Naturdenkmal unter Schutz. Die stärkste Eiche dieser Gruppe hat einen Umfang von 5,90 m. Die Baumgruppen sind damit zwei konkrete Naturmerkmale der Gegend; die geschützte Eichengruppe lässt sich zudem an ihrer Lage zwischen Friedrichshof und Karbow erkennen.
Auch eine Insektenwiese gehört zur Ortsgeschichte: Die erste wurde 2018 auf dem Platz an der neuen Feuerwehr in der Dorfstraße 8a in 17209 Melz angelegt. Zusammen mit den alten Eichen ergänzt dieser zeitlich eingeordnete Punkt das Bild der Landschaft um Melz um ein jüngeres Beispiel.
Dorfkirche, Gutshof und archäologische Funde
Die Dorfkirche Melz wurde 1816 vom damaligen Gutsbesitzer und Patron Friedrich August von Ferber neu aufgebaut. Bis 2016 fanden umfangreiche Restaurierungsarbeiten statt; dabei wurden die in den Jahren zuvor entstandenen Bauschäden weitgehend behoben. Wer sich für die Geschichte des Ortes interessiert, begegnet hier einer Dorfkirche, deren Neubau und spätere Arbeiten zu unterschiedlichen Zeiten gehören. Die Restaurierung ist bis 2016 datiert; sie sollte nicht mit dem Wiederaufbau von 1816 verwechselt werden.
Vom ehemaligen Gut Melz blieben nach dem Brand des Gutshauses im Jahr 1945 ein Stall, Reste der Gutshofmauer und Fragmente eines Parks erhalten. Diese Zeugnisse verweisen auf das frühere Gut, ohne dass das Gutshaus selbst zu den erhaltenen Gebäuden zählt. Für die Beschäftigung mit Melz bietet sich so ein weiterer historischer Schwerpunkt neben der Dorfkirche: die sichtbaren Reste einer Anlage, deren Gutshausgeschichte mit dem Brand endete.
Melz ist außerdem mit bedeutenden archäologischen Funden verbunden. Der Hortfund von Melz gehört zu den größten archäologischen Schätzen Mecklenburg-Vorpommerns. Im Herbst 1970 wurde in der Zehnten-Wiese in Melz-Friedrichshof ein einzigartiger 14-teiliger Bronzeschatz geborgen. Die Überlieferung erzählt davon getrennt, dass neun Häuptlinge ihre Würdezeichen in einem Teil dieser Wiese versenkt haben sollen. Die Erzählung bleibt eine Überlieferung; die Bergung des Bronzeschatzes ist dagegen mit dem Herbst 1970 verbunden.
Wanderung und regionale Orientierung
Der Bund für Natur und Heimat veranstaltete jährlich eine Wanderung um den Melzer See. Daneben führt die Eiszeitroute von Fürstenberg/Havel nach Röbel/Müritz über Buchholz, Kieve, Melz, Karbow und Bollewick. Damit taucht Melz sowohl in einer Wanderung rund um den See als auch als Ort auf einer längeren regionalen Route auf. Die beiden Bezüge unterscheiden sich in ihrem Umfang: Die eine Wanderung führte um den See, während die Eiszeitroute mehrere Orte zwischen Fürstenberg/Havel und Röbel/Müritz verbindet.
Zur weiteren Orientierung innerhalb dieser Übersicht: Priborn, Fincken, Leizen, Kieve, Zepkow, Bütow, Gotthun und Ludorf.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Röbel-Müritz.