Sandskulpturenfestival in Ahlbeck

Mädchen mit den Schwefelhölzern
Mädchen mit den Schwefelhölzern
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Das Seebad Ahlbeck auf der Ostseeinsel Usedom ist das östlichste der „Drei Kaiserbäder“, zu denen noch Heringsdorf und Bansin gehören. Gleichzeitig grenzt es direkt an die größte Stadt auf Usedom, das heute polnische Swinemünde (Świnoujście). Unmittelbar an der Grenze hat in diesem Jahr erneut das „Sandskulpturenfestival“ seine Zelte aufgebaut. Waren es im vergangenen Jahr biblische Motive, ist es in diesem Jahr die Welt der Märchen, die zur Besichtigung einlädt. Für den Laien zunächst kaum vorstellbar, sind die Sandfiguren mehrere Monate haltbar. Die Kunstfiguren aus Sand und Wasser wurden von „Carvern“ aus verschiedenen Ländern in wochenlanger Kleinarbeit gefertigt. Die Mühe hat sich gelohnt, denn 2015 kamen bereits bisher 30 Prozent mehr Besucher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.


Erfreuliches Echo auf die Märchenwelt

Neben den bekannten Schriftwerken von den Gebrüdern Grimm und von Hans Christian Andersen werden auch Sagen von Usedom und Legenden vom Nachbarland Polen präsentiert. Mit einem Programmheft unter dem Arm kann jeder Besucher alle Informationen zum Aufbau der Skulpturen erhalten. Damit lernt er auch die Werkzeuge der Künstler kennen und erfährt die Hintergrundgeschichte zu jeder einzelnen Skulptur. Insgesamt wurden durch das Team 85 Skulpturen bis zu einer Höhe von sieben Metern erschaffen, die täglich von 10.00 – 18.00 Uhr bestaunt werden können. Livia P. und Marcel R. aus Weimar waren begeistert und sagen: „ Es ist einfach sehr beeindruckend das man mit Wasser, Sand und Werkzeugen solche realistischen Kunstwerken errichten kann. Einfach Sandtastisch!!“
Trotz des Sandbodens können auch Rollstuhlfahrer die Ausstellung besichtigen und jeder Gast mit einem vierbeinigen Freund ist ebenfalls herzlich willkommen. Ein Kinderquiz für die kleinen Gäste gibt es kostenfrei am Einlass und im Anschluss kann jeder kleine Carver in unserem 15 Quadratmeter großem Sandkasten, mit dem gleichen Sand wie ihn die Künstler genutzt haben, ans Werk gehen. Die Lage direkt an der Bahnstation ermöglichet auch die Anreise ohne Auto. Mit der Usedom Rad Station, direkt neben unseren Zelten, finden auch Zweiradfreunde eine Reisemöglichkeit.
Eine weitere Aktion ist den Besuchern bereits kurz nach der Eröffnung eingefallen. Die Skulpturen zu Grimms Weihnachtsmärchen „Die Sterntaler“ und Andersens Kunstmärchen „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ scheinen so anreizend zu sein, dass bereits viele Geldstücke die Kunstwerke bedecken. Dieses Geld werden die Betreiber am Ende der Saison an die Volkssolidarität Heringsdorf und damit an die Kindertagesstätte „Ostseeknirpse“ spenden.

O. Hartmann / nordlicht verlag

Foto: © Oliver Hartmann

Datum: 25.08.2015

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