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Barth an der Boddenkette

Barth eignet sich für einen Stadtbesuch am Wasser und als Ausgangspunkt für die südliche Boddenküste. Ein Rundgang verbindet Stadthafen, St.-Marien-Kirche und historische Altstadt; das Bibelzentrum zeigt die Barther Bibel. Für Kraniche bietet sich ein eigener Ausflug zu ausgewiesenen Beobachtungsplätzen an.

Blick auf Barth Blick auf Barth Foto: © Wikimedia / Maximilian Schönherr CC BY-SA 4.0

Kurzfakten zu Barth

  • Hafen: Der Stadthafen prägt die maritime Seite; vom Wasser aus ist der Turm der St.-Marien-Kirche ein weithin sichtbarer Orientierungspunkt.
  • Altstadt: Hafen, Kirche, Marktplatz und die ehemalige Residenz an der Klosterstraße lassen sich zu Fuß verbinden.
  • Bibelzentrum: Die Barther Bibel von 1588 ist das zentrale Exponat; die Ausstellung erschließt lokale Kirchen- und Druckgeschichte.
  • Kraniche: Die Boddenregion ist im Herbst ein Rastgebiet. Für Beobachtungen bleiben Sie an ausgewiesenen Plattformen und fahren nicht auf Sperrflächen oder Äcker.

Ein Rundgang zwischen Hafen und Altstadt

Barth liegt am südlichen Rand der Boddenkette, dort wo sich das Festland zur Halbinsel Fischland-Darß-Zingst öffnet. Vom Hafen aus ist der Turm der St.-Marien-Kirche zu sehen; er dient auch heute als Landmarke für die Schifffahrt und macht die Orientierung zwischen Stadt und Wasser einfach. Beginnen Sie am Kai, gehen Sie über den Markt und schließen Sie den Rundgang an Kirche und historischen Straßen an. Die Ostsee liegt nicht am Stadthafen, sondern knapp 15 Kilometer entfernt; für einen Badetag am Meer fahren Sie weiter zu einem der Seebäder auf der Halbinsel.

Am Hafen treffen die wirtschaftliche und die touristische Seite der Stadt aufeinander. Neben dem Wirtschaftshafen gibt es Marina, Wassersportangebote und Boddenfahrten. In der Saison starten Fahrgast- und Ausflugsschiffe in die umliegende Boddenlandschaft; am Ufer können Sie außerdem Segelboote beobachten. Wenn Sie nur eine kurze Pause planen, reicht ein Spaziergang am Kai und ein Blick auf die Boote. Für einen längeren Aufenthalt verbinden Sie den Hafen mit der Altstadt und einer Fahrt auf dem Wasser.

Der Stadtkern erzählt die Geschichte der ehemaligen Residenzstadt. In der Klosterstraße ergänzt das Adlige Fräuleinstift die historischen Stationen; es beherbergt eine Dependence des Vineta-Museums. Das Vineta-Museum in der Langen Straße zeigt wechselnde Ausstellungen. Damit bietet Barth mehrere kulturgeschichtliche Stationen, nicht nur einen Aussichtspunkt am Hafen.

Die Barther Bibel im Bibelzentrum

Das Bibelzentrum ist in einer ehemaligen Hospitalkapelle des St.-Jürgen-Hospitals untergebracht. Herzstück der Ausstellung ist die sogenannte Barther Bibel, die in der fürstlichen Druckerei in Barth von 1584 bis 1588 in niederdeutscher Sprache gedruckt wurde. Ein Exemplar ist dort als Dauerleihgabe der Kirchenbibliothek St. Marien zu sehen. Die Ausstellung verbindet Buchdruck, regionale Kirchengeschichte und Niederdeutsch; sie ist deshalb auch für Besucher interessant, die keine besondere theologische Vorbildung mitbringen.

Der Besuch lässt sich gut nach dem Stadtrundgang einplanen: vom Hafen über Markt und Kirche zur Sundischen Straße. Wer mehr Zeit hat, kann außerdem den Bibelgarten und die begleitenden Bildungsangebote des Zentrums einbeziehen. Die historischen Räume sind selbst Teil des Besuchs, denn das Bibelzentrum befindet sich nicht in einem neu errichteten Ausstellungshaus, sondern in einem denkmalgeprägten ehemaligen Hospitalareal. Das Bibelzentrum öffnet dienstags bis samstags sowie sonntags; Feiertage haben gesonderte Öffnungszeiten.

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Kraniche in der Boddenlandschaft beobachten

Barth liegt nahe der südlichen Boddenkette und ist ein sinnvoller Ausgangsort für Naturbeobachtung im Umland. Die Kranichrast konzentriert sich auf die Herbstzeit, wenn die Vögel auf dem Zug in den flachen Gewässern und Feuchtgebieten der Region rasten. Für die Beobachtung nutzen Sie ausgewiesene Plattformen und Informationsangebote wie das KRANORAMA am Günzer See zwischen Barth und Stralsund; dort ist eine gezielte Sichtung besser in den Tagesplan einzuordnen als ein kurzer Blick vom Stadthafen.

Die Morgen- und Abendstunden sind häufig die besten Zeiten für Zug- und Einflugbeobachtungen. Halten Sie Abstand, bleiben Sie auf den gekennzeichneten Wegen und vermeiden Sie das Betreten von Feldern oder gesperrten Naturschutzbereichen. Damit wird der Besuch planbarer und schützt die empfindlichen Rastplätze vor unnötigen Störungen. Ein Naturausflug zum KRANORAMA ist ein eigener Abstecher auf dem Festland; er gehört nicht zum kurzen Fußweg durch die Barther Altstadt.

Für ein Wochenende bietet sich eine klare Kombination an: erster Tag für Hafen, Markt, St.-Marien-Kirche und Bibelzentrum; am zweiten Tag eine saisonale Boddenfahrt oder ein Ausflug zu den Beobachtungsplätzen. So bleiben Kultur und Natur in jeweils passenden Zeitfenstern. Die historische Kleinbahn nach Prerow ist keine heutige Verkehrsverbindung. Barth erreichen Sie mit Bahn und Straße; saisonale Boddenfahrten ergänzen den Ausflug.

Wer die Region weiter erkundet, kann von Barth aus die Ostseeseite in Zingst oder Prerow besuchen. Der Bodden und sein Radwegenetz verbinden außerdem kleinere Orte wie Dierhagen; die Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten ergänzt den Ausflug mit Museum und Stadtgeschichte.

Wenn Sie die Stadt am Wasser erleben möchten, ist eine Unterkunft in der Nähe von Altstadt oder Hafen praktisch: Von dort erreichen Sie den Rundgang zu Fuß und können Boddenfahrten in den Aufenthalt einplanen. Unterkünfte in Barth bieten eine Übersicht für unterschiedliche Lagen und Ausstattungen.

Barth (Quelle: Geobasisdaten siehe Impressum)

Häufige Fragen zu Barth

Was kann ich in Barth zu Fuß besichtigen?

Hafen, St.-Marien-Kirche, Markt, ehemalige Residenz in der Klosterstraße und Bibelzentrum lassen sich zu einem Altstadtrundgang verbinden. Das Bibelzentrum ergänzt die Ortsgeschichte mit der Barther Bibel und der lokalen Drucktradition.

Wo ist die Barther Bibel ausgestellt?

Sie ist das zentrale Exponat des Bibelzentrums in Barth. Das Exemplar der niederdeutschen Bibel wurde von 1584 bis 1588 in der Stadt gedruckt und befindet sich als Dauerleihgabe im Ausstellungszentrum.

Kann ich Kraniche direkt am Hafen beobachten?

Die Rastorte liegen in der Boddenlandschaft und verändern sich; der Stadthafen ist daher keine verlässliche Beobachtungsstelle. Für eine gezielte Beobachtung nutzen Sie ausgewiesene Plattformen und die Station KRANORAMA am Günzer See.

Gibt es eine Zugverbindung nach Prerow?

Nein, die historische Kleinbahn nach Prerow fährt nicht mehr. Barth lässt sich per Bahn und Straße erreichen; Schiffsfahrten auf dem Bodden sind saisonale Ausflugsangebote.