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Hugoldsdorf: Geschichte des Gutshofs

Unterkünfte in Hugoldsdorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wenn bei der Ortswahl Bau- und Gutsgeschichte den Ausschlag geben, rückt Hugoldsdorf mit seiner historischen Gutsanlage in den Blick. Zum Ensemble gehören ein neoklassizistisches Herrenhaus und ein barockes Kavalierhaus. Das Kavalierhaus flankiert das Haupthaus; die beiden Gebäude bilden damit unterschiedliche architektonische Bezugspunkte der Ortsgeschichte.

Gutshof, Kavalierhaus und Garten

Das Gut Hugoldsdorf wird erstmals 1294 urkundlich erwähnt. Die Hugoldsdorfer Chronik verzeichnet für 1421 den Erwerb des Gutes durch die Familie von Behr. Die Jahreszahlen stehen für unterschiedliche Stationen: die erste urkundliche Erwähnung des Gutes und den später festgehaltenen Erwerb durch die Familie.

Das Kavalierhaus wurde 1769 erbaut und ist aus Backstein gemauert. Sein Aufbau umfasst einen Halbkeller, ein Erdgeschoss, ein niedriges erstes Obergeschoss, ein Dachgeschoss und einen Dachboden. Dachgeschoss und Dachboden sind dabei als getrennte Bereiche benannt. Historisch beherbergte das Haus eine Großküche für Bedienstete und eine Wohnung für den Gutsverwalter. Neben seiner Architektur wird so auch seine frühere Funktion im Gut sichtbar: Versorgung und Verwaltung waren im Kavalierhaus untergebracht.

Zum historischen Bild gehört auch der Gutsgarten Hugoldsdorf, der seit Jahrhunderten gärtnerisch genutzt wird. Damit reicht die Ortsgeschichte über die Gutsgebäude hinaus: Neben Bauformen und früheren Aufgaben steht eine lange gärtnerische Nutzung. Wer sich bei der Auswahl eines Reiseziels besonders für historische Gärten interessiert, kann diesen Aspekt neben der Architektur berücksichtigen.

Vorpommern-Rügen als regionaler Rahmen

Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Rügen weitet sich der Blick von der einzelnen Gutsanlage auf einen Landkreis mit unterschiedlichen geografischen Bezügen. Zum Landkreis gehören die Insel Rügen sowie die vorgelagerten Inseln Hiddensee und Ummanz; auch die Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst gehört dazu. Diese regionalen Namen ergänzen die lokale Gutsgeschichte um einen weiter gefassten geografischen Rahmen.

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Auch für Kultur- und Naturinteressen gibt es eigenständige regionale Bezugspunkte. Die Zahl der Museen im Landkreis wird auf etwa 60 geschätzt. Die Altstadt der Hansestadt Stralsund ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Historische Altstädte Stralsund und Wismar“. Die Buchenwälder im Nationalpark Jasmund auf Rügen gehören zum UNESCO-Welterbe „Buchenwälder der Karpaten und alte Buchenwälder Deutschlands“. Zu den kulturellen Veranstaltungen, für die Vorpommern-Rügen bekannt ist, zählen die Störtebeker-Festspiele.

Kunst und Veranstaltungen im Landkreis

Die Galerie im Kloster in Ribnitz-Damgarten bewahrt, pflegt und verwaltet die Kunstsammlung des Landkreises Vorpommern-Rügen. Sie umfasst etwa 500 Werke aus Malerei, Grafik, Skulptur, Keramik, Seidenmalerei und Textilgestaltung, vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Besucher können dort wechselnde Ausstellungen mit Werken aus der Sammlung sehen; außerdem gibt es eine ständige Ausstellung mit Grafiken von Lyonel Feininger. Die Galerie wird vom Kunstverein Ribnitz-Damgarten betrieben und zeigt drei Ausstellungen. Wenn Sie einen Besuch planen, prüfen Sie die aktuellen Besuchsbedingungen.

In Putbus setzt die Galerie in der Orangerie einen anderen kulturellen Akzent: Sie zeigt jährlich bis zu acht Ausstellungen und veranstaltet auch Lesungen und Konzerte. Traditionell zum Jahresende präsentiert sie eine Ausstellung mit Werken aus der Sammlung der Kulturstiftung Rügen, die mehr als 1.500 Exponate umfasst. Wenn Sie Ihre Reise an einer Ausstellung oder Veranstaltung ausrichten möchten, sehen Sie vorab in die aktuellen Programmhinweise.

Weitere Reiseziele entdecken: Eixen, Bad Sülze, Lindholz, Gransebieth, Drechow, Deyelsdorf, Grammendorf, Tribsees.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Recknitz-Trebeltal.

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