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Behrenhoff entdecken

Unterkünfte in Behrenhoff

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Behrenhoff liegt 12 km südlich der Universitätsstadt Greifswald. Der Ort spricht vor allem Reisende an, die sich für ländliche Baugeschichte und historische Kirchenkunst interessieren: Die Landarbeiterwohnhäuser prägen das Ortsbild bis heute, während die Dorfkirche Baugeschichte und Malereien verbindet. Hinzu kommt die Geschichte eines Herrenhauses, das nicht mehr existiert. Damit bietet Behrenhoff unterschiedliche kulturelle Themen – von mittelalterlicher Architektur bis zu historischen Wohnhäusern und der Vergangenheit des Herrenhauses.

File:Behrenhoff - Ost-Südwand.JPG File:Behrenhoff - Ost-Südwand.JPG Foto: User:Oursana via Wikimedia Commons, Public domain

Dorfkirche: Backsteingotik und Malereien

Die Dorfkirche Behrenhoff ist ein Beispiel norddeutscher Backsteingotik. Sie wurde zwischen dem späten 13. Jahrhundert und 1415 erbaut. Ursprünglich war sie eine dreischiffige, dreijochige Backsteinbasilika mit Strebepfeilern.

Auch die Malereien unterscheiden sich nach ihrem Ort in der Kirche. Das Mittelschiff besitzt ein achtteiliges Rippengewölbe mit ornamentalen Malereien aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Im Chor befinden sich mittelalterliche Wandmalereien, die 1897 freigelegt wurden. Die Angaben verweisen damit auf Malerei am Gewölbe und auf Wandmalereien im Chor; die Jahreszahl 1897 bezieht sich auf die Freilegung der Chormalereien. Zusammen mit der Bauzeit und der ursprünglichen Gestalt ergeben sich mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für eine Beschäftigung mit der Dorfkirche.

Wohnhäuser und Geschichte des Herrenhauses

Die Landarbeiterwohnhäuser bilden einen eigenen Schwerpunkt neben der Kirche. Sie wurden in den 1860er Jahren von Graf Carl Felix Woldemar von Behr und in den 1920er Jahren von Graf Carl Friedrich Felix von Behr errichtet. Beide Zeiträume gehören zur Baugeschichte der Häuser, die das Ortsbild bis heute prägen. Für Reisende, deren Interesse über mittelalterliche Kirchen hinausgeht, eröffnet dieser Teil der Ortsgeschichte eine andere Perspektive: Im Mittelpunkt stehen Wohnhäuser und ihre Errichtung in zwei unterschiedlichen Jahrzehnten.

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Das Herrenhaus Behrenhoff existiert nicht mehr. In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 brannte es; anschließend wurde es abgerissen. Seine Geschichte ist dennoch durch frühere Ereignisse geprägt: Während der Zeit des Nationalsozialismus fanden dort unter Mechthild Gräfin Behr Vorlesungen des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers gegen den nationalsozialistischen Terror Dietrich Bonhoeffer statt. Ab 1942 diente das Herrenhaus außerdem zur Auslagerung von Kunst- und Kulturgut der Kirche St. Marien in Greifswald. Diese Zusammenhänge gehören zur Geschichte des verschwundenen Gebäudes, nicht zu einem heute bestehenden Herrenhaus. Wer sich für die Ortsgeschichte interessiert, kann so neben Bauwerken und Malereien auch die historische Rolle des Hauses berücksichtigen.

Je nach persönlichem Schwerpunkt können Sie Behrenhoff mit Blick auf die Dorfkirche, die bis heute ortsbildprägenden Landarbeiterwohnhäuser oder die Geschichte des Herrenhauses betrachten. Für weitere Reiseziele können Sie auch Dersekow, Wackerow, Dargelin, Mesekenhagen, Hinrichshagen, Neuenkirchen, Diedrichshagen und Weitenhagen in den Blick nehmen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Landhagen.

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