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Mern: Kirche, Wassertürme und Flusstal

Unterkünfte in Mern

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wer für einen Aufenthalt einen Ort nach Geschichte und Landschaft auswählt, findet in Mern zwei klar unterscheidbare Schwerpunkte: historische Bauwerke und das Flusstal mit dem Sundhedsstien. Die Mern Kirke vereint Bauphasen vom 13. bis ins 16. Jahrhundert; die beiden Wassertürme stehen zugleich mit der früheren Zweiteilung des Ortes in Søndre Mern und Nørre Mern in Verbindung. Dazu kommen die Industriegeschichte der Mern Saftstation und ein bedeutender gemeinschaftlicher Erholungsbereich am Flusstal. Kulturgeschichte und Landschaft sind damit konkrete Themen, an denen sich die Wahl eines Aufenthalts in Mern ausrichten lässt.

File:Kirche Mern I.jpg File:Kirche Mern I.jpg Foto: ClausNe via Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0

Kirche mit mehreren Bauphasen

Die Mern Kirke ist ein romanischer Backsteinbau. Ihre Baugeschichte beginnt mit der Errichtung zwischen 1200 und 1250; um 1300 wurde sie nach Westen verlängert. Seitenschiffe, Waffenhaus und Westturm stammen aus der Zeit zwischen 1500 und 1550. Damit lassen sich ein früher Bauabschnitt, eine westliche Erweiterung und spätere Ergänzungen auseinanderhalten, statt der Kirche nur ein einziges Baudatum zuzuordnen. Für Reisende mit Interesse an Architektur liegt der besondere Zugang in dieser zeitlichen Staffelung: Der romanische Bau und die Ergänzungen des 16. Jahrhunderts gehören zu verschiedenen Phasen. Die Abfolge macht deutlich, dass sich die Geschichte der Kirche nicht auf ein einzelnes Entstehungsdatum reduzieren lässt.

Wassertürme und Ortsgeschichte

Eine andere historische Perspektive bieten die beiden Wassertürme. Sie gehören zur kulturhistorisch bedeutsamen Einzelbebauung Merns und zeugen von der historischen Aufteilung des Ortes in Søndre Mern und Nørre Mern. Der Turm an der Skolemarksvej 10 stammt aus dem Jahr 1912; der Wasserturm an der Gl. Præstøvej 41A wurde 1928 errichtet. Die Jahreszahlen zeigen, dass die beiden Bauwerke nicht derselben Bauphase angehören: Der Turm an der Skolemarksvej ist älter, der an der Gl. Præstøvej kam später hinzu. Gemeinsam veranschaulichen sie, wie die Geschichte der einzelnen Gebäude mit der früheren Gliederung des Ortes verbunden ist.

Die Geschichte der Mern Saftstation

Auch die Mern Saftstation ist ein Teil der Ortsgeschichte. Die Vordingborg Kommune weist sie als eines der besonders ortstypischen Kulturmilieus aus. Eingerichtet wurde sie unter der Stege Sukkerfabrik auf Møn; geschlossen wurde sie 1976. Zu dieser Schließung trugen das Umweltbewusstsein zu Beginn der 1970er-Jahre und die Verschmutzung der Mern Å bei. Damit steht die Saftstation für eine andere historische Entwicklung als Kirche und Wassertürme: Im Mittelpunkt stehen ihre industrielle Einordnung und die Gründe für ihre Schließung. Wer die Themen miteinander vergleicht, kann Baugeschichte und Industriegeschichte getrennt betrachten, ohne die Stilllegung auf ein Datum zu verkürzen.

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Flusstal und Sundhedsstien

Das Flusstal ergänzt die Ortsgeschichte um eine landschaftliche Perspektive. Die Mern Å ist für die Landschaft rund um die Mern Kirke von großer Bedeutung. Durch den grünen Bereich im Flusstal verläuft der von Bürgern in Mern angelegte Weg Sundhedsstien; zugleich ist das Gebiet am Flusstal ein bedeutender gemeinschaftlicher Erholungsbereich. Während die Jahreszahlen bei Kirche, Türmen und Saftstation die zeitliche Einordnung tragen, ist beim Sundhedsstien der Verlauf durch den grünen Bereich im Flusstal der prägende Bezugspunkt. So stehen in Mern historische Bauwerke und lokale Geschichte neben einem konkreten Weg und dem gemeinschaftlich bedeutsamen Landschaftsbereich.

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