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Ninase: Klippe, Küstenbatterie und Dorfkultur

Unterkünfte in Ninase

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Die Tagaranna- beziehungsweise Ninase-Klippe prägt den Charakter von Ninase mit einer markanten Küstenlandschaft und einer ungewöhnlichen Verbindung aus Naturbeobachtung, Gedenken und regionaler Geschichte. Wer für den Aufenthalt auf Saaremaa einen Ort mit konkreten kulturellen Anlaufpunkten sucht, findet hier mehrere eigenständige Themen: die geologische Gestalt der Klippe, die 180-mm-Küstenverteidigungsbatterie Nr. 317, ein Denkmal für den Untergang der Fähre „Estonia“ und die Figuren im Dorf Ninase.

Klippe und Landschaft der Ninase-Halbinsel

Die Tagaranna- beziehungsweise Ninase-Klippe weist eine zweite, weiter landeinwärts gelegene Stufe aus Jaagarahu-Dolomit auf. Die zusätzliche Dolomitstufe erweitert die Landschaft über die unmittelbare Küstenkante hinaus und verbindet den Klippenbereich mit dem Binnenland der Halbinsel. Die geologische Bezeichnung Jaagarahu-Dolomit benennt das Gestein dieser zweiten Stufe. Ihre Lage weiter landeinwärts macht sie zu einem Teil des Inneren der Halbinsel, nicht zu einer zweiten Küstenkante. Im Binnenland erreicht die Ninase-Halbinsel eine Höhe von bis zu 19 m. Die Höhenangabe bezieht sich auf das Binnenland; sie ist daher von der Höhe der Klippe zu trennen. Küstenkante und Binnenland bilden dadurch unterschiedliche Räume innerhalb Ninases. Für Ihre Ortswahl bedeutet das: Ninase lässt sich sowohl über die Klippenlandschaft als auch über die dahinterliegende Halbinsel betrachten, ohne beide Bereiche gleichzusetzen.

In der Nähe des Parkplatzes an der Klippe steht der Naturbeobachtungsturm Ninase. Der Klippenbereich verbindet damit die Küstenlandschaft mit einem konkreten Ort für Naturbeobachtung. Auf der Ninase-Klippe befindet sich außerdem ein dem Untergang der Fähre „Estonia“ gewidmetes Denkmal. Landschaft, Beobachtung und Gedenken bilden hier drei unterscheidbare Schwerpunkte, die am selben Küstenabschnitt zusammenkommen.

Küstenverteidigung und Geschichte

Ein besonders markantes historisches Zeugnis ist die 180-mm-Küstenverteidigungsbatterie Nr. 317 von Ninase. Sie gehört zu den am besten erhaltenen Denkmälern des Zweiten Weltkriegs auf Saaremaa. Die Batterie ergänzt die Geschichte Ninases um eine konkrete militärische Ebene. Ihre Einordnung in den Zweiten Weltkrieg unterscheidet sie vom Estonia-Denkmal, das einem Fähruntergang gewidmet ist.

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Piret, Tõll und ein Brauch im Dorf

Auch im Dorf Ninase gibt es ein ungewöhnliches Beispiel lokaler Erinnerungskultur. Die Figuren Piret und Tõll tragen im Dorf auch die Namen Eit und Taat und stehen in Volkstrachten. Zwei von drei ehemaligen, verfallenen Bockwindmühlen in Ninase wurden in den 1970er-Jahren zu diesen Figuren umgebaut. Piret und Tõll waren die ursprünglichen Namen der Figuren. Piret, Tõll, Eit und Taat stehen somit für dieselben beiden Figuren im Dorf.

Mit Piret ist zudem ein überlieferter Brauch verbunden: Vor ihrer Heirat legen junge Frauen einen Stein mit ihrem Mädchennamen unter Pirets Rock; dies soll später Glück in der Ehe bringen. Damit erhält die Dorftradition einen persönlichen Bezug zur Ehe, während Batterie und Estonia-Denkmal mit Kriegsgeschichte und Fähruntergang verbunden sind. Wenn Sie Ninase mit weiteren Zielen desselben übergeordneten Zusammenhangs vergleichen möchten, finden Sie auch Küdema, Tagaranna und Rahtla.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mustjala.

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