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Küdema – Natur, Karst und Bucht

Unterkünfte in Küdema

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Küdema verbindet eine geschützte Küstenlandschaft mit ungewöhnlichen Karstformen. Die Küdema-Bucht zählt zu den tiefsten Buchten Estlands und erreicht Tiefen von über 20 m. Gleichzeitig prägen breite, flache Buchten, Riffe, trockene Wiesen und Quellen das Naturbild. Mehrere Naturformen prägen damit das Bild: Küstengewässer und Riffe, trockene kalkhaltige Wiesen sowie ein Karstgebiet, in dem Wasser unterirdisch weiterläuft. Wenn Sie an der estnischen Ostseeküste Natur nicht nur am Wasser, sondern auch in geologischen Formen und besonderen Lebensräumen entdecken möchten, bietet Küdema mehrere klar unterscheidbare Themen.

Bucht, Riffe und geschützte Lebensräume

Das Küdema-lahe-Hoiuala schützt breite, flache Buchten und Riffe. Die Küdema-Bucht bildet dabei einen markanten Gegensatz zwischen flachen Küstenbereichen und Tiefen von über 20 m. So stehen in demselben Naturraum unterschiedliche Küstenformen nebeneinander. Für die landschaftliche Einordnung ist außerdem das Küdema hoiuala wichtig: Es schützt trockene Wiesen auf kalkhaltigem Boden, die bedeutende Orchideenstandorte sind.

Das Küdema-lahe-Naturgebiet umfasst das Dorf Küdema und überschneidet sich mit dem Schutzgebiet Küdema lahe hoiuala. Zu den dort unter anderem geschützten Arten gehören saaremaa robirohi, auf Deutsch Saaremaa-Klappertopf, soohiilakas, die Sumpf-Orchidee, und jõesilm, das Flussneunauge. Damit umfasst das Naturgebiet sowohl geschützte Pflanzen der trockenen Wiesen als auch eine mit Gewässern verbundene Tierart.

Karstgebiet mit Schlucklöchern und Quellen

Eine zweite Seite Küdema zeigt das Küdema-Karstgebiet. Es ist eine Schlucht mit hohen Ufern, die in einem Schluckloch endet. Die Schlucklöcher des Küdema-Karstgebiets bilden eine der größten Suffosionsformen des Karstes in Estland. Die geologische Besonderheit lässt sich dadurch in einen sichtbaren und einen verborgenen Teil gliedern: Schlucht und hohe Ufer stehen dem Verlauf durch Schluckloch und Karsthohlräume gegenüber. Der Begriff Suffosionsform bezeichnet dabei eine durch Wasser verursachte Verlagerung von Bodenmaterial in unterirdische Hohlräume. Schlucklöcher sind Stellen, an denen Wasser in unterirdische Hohlräume verschwindet.

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Ein aus dem Ohtja-See kommender Graben versickert im Küdema-Karstgebiet in den Karsthohlräumen. Das dort versickerte Wasser tritt jenseits der Strandwälle in Form kleiner Quellen wieder an die Oberfläche. Der Wasserlauf setzt sich damit unterirdisch fort, bevor er jenseits der Strandwälle erneut sichtbar wird. So gehören in Küdema nicht nur die Bucht und die geschützten Wiesen zur Landschaft, sondern auch ein unterirdisch geprägter Wasserlauf zwischen Graben, Karsthohlräumen und Quellen.

Naturerlebnis und Orientierung

Das Küdema-Karstgebiet ist ein gut zugängliches Karstgebiet. Das Bildungsprogramm „Uurimisretk Saaremaa karstialadel“ besucht das Küdema-Karstgebiet.

In der näheren Umgebung grenzt das Panga maastikukaitseala an das Gebiet der Küdema-Bucht; dieses Gebiet gehört zum Küdema-lahe-Hoiuala. Wer Küdema im weiteren Ortsumfeld vergleichen möchte, kann außerdem Ninase, Tagaranna und Rahtla in die Orientierung einbeziehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mustjala.

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