Sellin an der Ostsee: Seebrücke, Kultur und See
Unterkünfte in Sellin
Sellin verbindet Ostseeerlebnisse mit maritimer Kultur und einer Landschaft, die sich auch zu Fuß erkunden lässt. Die Seebrücke mit Tauchgondel, die Häuser der Bäderarchitektur und der Selliner See stehen für unterschiedliche Seiten des Ostseebads. Überlegen Sie bei der Wahl Ihres Reiseziels, ob Sie vor allem die Küste, Einblicke in die Seefahrtsgeschichte oder eine Tour durch die Natur in den Mittelpunkt stellen möchten.
Wilhelmstraße, Steilküste und Seebrücke
Die Wilhelmstraße führt mit ihren prächtigen Häusern aus der Ursprungszeit der Bäderarchitektur bis zur 30 Meter hohen Steilküste. Damit verbindet sie historische Baukunst mit dem Weg hinunter zur Küste. Zur Seebrücke Sellin oder zur Promenade am Südstrand gelangen Sie über die steile Treppe „Himmelsleiter“ oder mit dem Aufzug. Diese beiden Möglichkeiten unterscheiden sich in der Art des Abstiegs: Wer die Treppe wählt, nimmt den steilen Weg; der Aufzug bietet eine andere Verbindung nach unten. Beide führen zu den genannten Zielen an der Küste.
An der Seebrücke vermittelt die Tauchgondel Einblicke in den Lebensraum Ostsee und in die dortige Tier- und Pflanzenwelt. Was sich beobachten lässt, hängt von den Sichtverhältnissen und der Jahreszeit ab. Ergänzt wird das Erlebnis durch einen 3D-Unterwasserfilm über die Ostsee. So können Sie die Unterwasserwelt auf zwei unterschiedliche Arten kennenlernen: durch mögliche Beobachtungen in der Gondel und über die Filmvorführung. Für Ihre Reiseentscheidung ist Sellin damit nicht nur ein Ziel für einen Aufenthalt an der Küste, sondern bietet auch einen maritimen Blick unter die Wasseroberfläche.
Seefahrerhaus und Bernsteinmuseum
Das Museum Seefahrerhaus befindet sich seit 2010 in einem reetgedeckten Fachwerkhaus am Selliner See. Es vermittelt einen lebendigen Eindruck davon, wie Fischer und Seefahrer in vergangenen Zeiten arbeiteten und lebten. Auf 120 Quadratmetern werden zahlreiche Exponate maritimer Volkskultur und nautische Hilfsmittel präsentiert. Der Schwerpunkt liegt damit auf dem Alltag und den Arbeitsbedingungen früherer Generationen ebenso wie auf Gegenständen, die mit Seefahrt und Orientierung verbunden sind.
Eine andere Facette der Inselgeschichte nimmt das Bernsteinmuseum Sellin auf. Es liegt im Zentrum von Sellin und gilt als einziges Bernsteinmuseum auf der Insel Rügen. Wer sich für Bernstein interessiert, kann diesen Besuch als eigenen kulturellen Akzent in die Reise einbeziehen; das Seefahrerhaus richtet den Blick dagegen auf Fischer, Seefahrer und maritime Volkskultur. Zusammen zeigen die beiden Museen unterschiedliche Themen, ohne dass dafür ein gemeinsames Programm vorausgesetzt werden muss.
Selliner See und Natur
Eine rund um den Selliner See führende Wanderung verläuft südwestlich des Seebads Sellin durch das Naturschutzgebiet Neuensiener und Selliner See. Dort lässt sich eine artenreiche Flora und Fauna beobachten. Die Tour um den See ist rund 10 Kilometer lang und kann am Bollwerk in Sellin beginnen. Berücksichtigen Sie die ungefähre Streckenlänge bei Ihrer Tagesplanung; sie beschreibt die Tour, sagt für sich genommen aber nichts über die benötigte Gehzeit aus. Wer neben den Küstenerlebnissen auch eine längere Runde in der Landschaft erwägt, findet hier eine konkrete Möglichkeit, den Selliner See und das Naturschutzgebiet in den Blick zu nehmen.
Für den Vergleich mit weiteren Ortszielen können Sie auch Thiessow, Lancken-Granitz, Zirkow, Göhren, Gager und Middelhagen in Ihre Auswahl aufnehmen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Mönchgut-Granitz.
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