Zirkow auf Rügen: Radfahren und ländliche Geschichte
Unterkünfte in Zirkow
Zirkow auf Rügen verbindet ein konkretes Thema für aktive Urlaubstage mit Einblicken in die Geschichte des ländlichen Lebens. Wer bei der Reiseplanung Radfahren und Kultur berücksichtigen möchte, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte: einen freigegebenen Abschnitt des Radwegs zwischen Zirkow und Serams, historische Bauwerke und den Museumshof. Auch Darbietungen mit Pferden und Schau-Manufakturen setzen eigene Akzente.
Radfahren zwischen Zirkow und Serams
Ein rund 3,8 Kilometer langer Abschnitt des Radwegs zwischen Zirkow und Serams wurde offiziell für den Verkehr freigegeben. Er ist als Lückenschluss ausgewiesen. Die Zielsetzung richtet sich sowohl an den Alltagsradverkehr als auch an den Tourismus: Radfahren auf Rügen soll dadurch sicherer und attraktiver werden. Für Gäste, die eine Reise mit dem Fahrrad planen, ist das ein konkreter Bezug zur Mobilität auf der Insel – und nicht lediglich ein allgemeiner Hinweis auf Radfahrmöglichkeiten.
Ländliche Geschichte im Museumshof
Der Museumshof Zirkow zeigt agrarhistorische Geräte, alte Bilder und Schriftstücke sowie originale Haushaltsgegenstände aus verschiedenen Epochen Rügens. Die Sammlung umfasst damit mehr als Werkzeuge aus der Landwirtschaft: Auch Bild- und Schriftstücke sowie Gegenstände aus dem Haushalt gehören zu den Einblicken in die Vergangenheit. Besucher können im Museumshof nachvollziehen, wie das ländliche Dorfleben auf Rügen über mehrere Jahrhunderte hinweg aussah.
Zum Museumshof gehört ein Haupthaus mit eigener baugeschichtlicher Bedeutung. Das 1727 errichtete Gebäude ist ein Kübbungs-Dielenhaus und gilt als typisch für den vorindustriellen Hausbau auf Rügen. Die Jahreszahl bezieht sich auf dieses Haupthaus. Seine Bauform ordnet es einer regionalen Tradition zu, während die Ausstellung im Museumshof mit Geräten, Bildern, Schriftstücken und Haushaltsgegenständen verschiedene Epochen des Insellebens in den Blick nimmt.
Kirche und historische Häuser
Ein weiteres Beispiel für Zirkows Baugeschichte ist die St.-Johannis-Kirche. Sie ist eine Backsteinkirche mit Findlingssockel aus dem 15. Jahrhundert. Wer sich für historische Architektur interessiert, findet hier eine andere Bauform als beim Kübbungs-Dielenhaus des Museumshofs: Backstein und Findlingssockel prägen die Beschreibung der Kirche, während beim Haupthaus die Einordnung in den vorindustriellen Hausbau entscheidend ist.
Zu den Sehenswürdigkeiten in Zirkow gehören außerdem denkmalgeschützte reetgedeckte Fachwerkhäuser. Sie ergänzen die historischen Bauwerke um eine weitere Kombination aus Bauweise und Dachform. Zusammen mit Kirche und Museumshof stehen damit unterschiedliche Zeugnisse der Ortsgeschichte im Blick; die jeweiligen Merkmale lassen sich dabei klar unterscheiden, statt sie zu einem einzigen Gebäudetyp zusammenzufassen.
Darbietungen und Schau-Manufakturen
Das Pferdetheater Zirkow entwickelt und zeigt künstlerische Darbietungen mit Pferden. Damit setzt es einen anderen Schwerpunkt als die historischen Häuser und die Sammlung des Museumshofs: Im Vordergrund stehen hier künstlerische Aufführungen, bei denen Pferde beteiligt sind. Für Reisende, die neben Geschichte auch eine Darbietung als eigenes Interesse in die Reiseplanung aufnehmen möchten, ist das ein eigenständiger Aspekt des Angebots in Zirkow.
Im Karls Erlebnis-Dorf Zirkow gibt es Schau-Manufakturen, in denen unter anderem Marmeladen hergestellt, Schokolade gegossen und Brot nach traditioneller Art gebacken wird. Die Beispiele reichen von süßen Erzeugnissen bis zum Brotbacken und zeigen unterschiedliche handwerkliche Tätigkeiten. So unterscheidet sich dieser Besuchsschwerpunkt sowohl von der historischen Sammlung als auch von den Darbietungen des Pferdetheaters.
Wenn Sie weitere Ortsseiten dieser Auswahl ansehen möchten, finden Sie hier Thiessow, Gager, Sellin, Göhren und Middelhagen sowie Lancken-Granitz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Mönchgut-Granitz.