Kowalz: Gutshaus, Landschaftspark und Radtouren
Unterkünfte in Kowalz
Wer bei der Reiseplanung Kulturdenkmäler und Radwege berücksichtigen möchte, findet in Kowalz mehrere konkrete Anknüpfungspunkte. Im Mittelpunkt stehen ein Ganzmeilenobelisk an der alten B 110, ein Gutshaus, ein geschützter Landschaftspark und die Spuren der früheren Rübenbahn. Dazu kommen die Dorfkirche Thelkow, ein Großsteingrab sowie mehrere Radtour-Bezüge. Für Sie ergibt sich daraus ein Ziel, das historische Details und aktive Erkundung in unterschiedlichen Formen zusammenführt.
Spuren an Straße und Gut
Der Meilenstein (Ganzmeilenobelisk) steht an der Kreuzung der alten B 110 in Kowalz, an der alten Führung der B 110 in Mecklenburg-Vorpommern. In der Hauptstraße 24 befindet sich das Hauptgebäude der ehemaligen Maschinentraktorenstation, das als Denkmal gilt. Das Gutshaus Kowalz entstand ursprünglich als Fachwerkbau, der wohl Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Im Gutshaus Kowalz wurde 1854 die Schriftstellerin Margarete von Oertzen, geborene von Plüskow, geboren. So treffen an wenigen konkret bezeichneten Orten Verkehrsgeschichte, ländliche Baugeschichte und eine literarische Biografie aufeinander.
Park, Kirche und Großsteingrab
Kowalz verfügt über einen Landschaftspark mit einer prächtigen Lindenallee und einem kleinen Teich. Der Landschaftspark steht unter Denkmalschutz. Für eine Reise mit Interesse an Bau- und Gartendenkmälern erweitert er den Blick über einzelne Gebäude hinaus. Die Dorfkirche Thelkow ist ein Feldsteinbau aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, der etwa von 1260 bis 1280 aus Feldstein und teilweise Backstein errichtet wurde. Sehenswert ist ihr reich gegliedertes Südportal. Auf einem Acker südlich zwischen Kowalz und Nustrow befindet sich, erkennbar an einem einzelnen Baum, ein zerstörtes, aber sehenswertes Großsteingrab. Damit reicht das Spektrum vom gestalteten Park über sakrale Architektur bis zu einem vorgeschichtlichen Zeugnis.
Mit dem Rad auf historischen Wegen
Für Radreisende ist die ehemalige Rübenbahntrasse ein weiterer wichtiger Bezugspunkt. Ein Abschnitt der ehemaligen Rübenbahntrasse bei Kowalz ist als Radweg ausgebaut. Die Trasse führt an der Stelle vorbei, an der die Weiche zur früheren Ladestelle Kowalz lag. Von Kowalz aus kann die Radtour über den alten Rübenbahnweg und Sophienhof bis nach Vilz fortgesetzt werden. Außerdem führt die Radtour „Großsteingräber und Slawenburgen“ durch Kowalz. Die Radbezüge unterscheiden damit zwischen einem ausgebauten Abschnitt, einem historischen Trassenverlauf und einer thematischen Tour.
Reiseplanung mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Der ausgebaute Abschnitt der ehemaligen Rübenbahntrasse ergänzt in Kowalz Gutshaus und Landschaftspark um einen Radbezug. Ein kulturorientierter Tag kann den Blick auf Bauwerke, Park und Grab lenken; eine aktive Planung nimmt den ausgebauten Radwegabschnitt, den alten Rübenbahnweg oder eine der Radtouren als Schwerpunkt. Weil die Ziele mit unterschiedlichen Orts- und Streckenbezügen verbunden sind, lohnt es sich, Kowalz, Thelkow und die Strecke zwischen Kowalz und Nustrow bei der Planung getrennt zu betrachten.
Für den weiteren Überblick können Sie auch Amt Warnow-West, Amt Krakow Am See, Amt Mecklenburgische Schweiz, Gubkow, Warnemünde, Satow, Amt Bad Doberan-Land und Amt Rostocker Heide aufrufen.
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