Cismar zwischen Klosterarchitektur und Naturkunde
Unterkünfte in Cismar
Backsteinarchitektur, Klostergeschichte und Naturkunde prägen Cismar auf engem Raum. Das Kloster Cismar wurde 1231 gegründet und zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der lübischen Frühgotik und der norddeutschen Backsteinarchitektur. Rund um das Klostergelände verbinden sich historische Zeugnisse mit Ausstellungen, Gärten und wiederkehrenden Kulturveranstaltungen. Damit verbindet Cismar ein historisches Bauwerk mit verschiedenen Zugängen zu Geschichte, Kultur und Natur. So bietet der Ort unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt zwischen Baukunst, Geschichte und Naturbeobachtung.
Klostergeschichte und besondere Kulturmomente
Der berühmte Cismaraner Altar befindet sich heute an seinem ursprünglichen Standort im Chor der Klosterkirche. Auf dem Gelände des Klosters informieren fünf Audiostationen über die Geschichte der ehemaligen Benediktinerabtei. Sie ergänzen den Blick auf die Klosteranlage um einen akustischen Zugang zur Vergangenheit des Ortes. Der Altar bleibt dabei als eigener Schwerpunkt im Chor an seinem ursprünglichen Standort sichtbar. So lässt sich die Klostergeschichte sowohl über die Ausstattung der Kirche als auch über die Informationen auf dem Gelände erschließen.
Ein fester Kulturtermin ist das Klosterfest in Cismar. Es findet jedes Jahr am zweiten Augustwochenende statt und umfasst einen dreitägigen Kunsthandwerksmarkt. Handwerkerinnen, Handwerker und Künstlerinnen und Künstler präsentieren dort ihre Arbeiten und führen deren Entstehung vor. Beim Klosterfest gehören die Vorführungen ebenso zum Marktgeschehen wie die Präsentation der Arbeiten. Einen weiteren Akzent setzt das Atelier von Jan Kollwitz in Cismar. Er fertigt Keramiken mit einer traditionellen japanischen Technik und brennt sie seit 1988 in seinem originalen Anagama-Holzofen. Im Atelier steht damit eine andere Form handwerklicher Herstellung im Mittelpunkt. Klosterfest und Atelier zeigen unterschiedliche Formen, in denen Handwerk und Kultur in Cismar sichtbar werden.
Naturkunde im Haus der Natur
Das Haus der Natur - Cismar ist ein naturkundliches Museum mit mehr als 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche und Zehntausenden Einzelstücken. Seine Spezialsammlung von Schnecken- und Muschelschalen umfasst mehr als 5.000 ausgestellte Arten. Das Museum zeigt diese Mollusken in Deutschlands größter Mollusken-Ausstellung. Die Ausstellung verbindet eine große Sammlung mit einer klaren Spezialisierung auf Mollusken. Für Interessierte an Tieren, Artenvielfalt und naturkundlichen Sammlungen bildet sie einen eigenständigen Schwerpunkt neben der Klostergeschichte.
Zum Haus der Natur - Cismar gehört ein nach historischen Vorbildern angelegter Kräutergarten. Während der Museumsöffnungszeiten kann er besichtigt werden. Er umfasst etwa 100 Kräuterarten beziehungsweise -sorten, darunter Küchenkräuter und alte Kloster-Heilkräuter. Zusätzlich kann im Haus der Natur ein kleiner Klostergarten erkundet werden. Der Kräutergarten erweitert die Ausstellung damit um einen Außenbereich mit Küchenkräutern und alten Kloster-Heilkräutern. Der kleine Klostergarten setzt einen zweiten, enger mit der Klostertradition verbundenen Akzent. Das Museum ist täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Ausstellung und Gärten ergänzen die naturkundliche Sammlung so um unterschiedliche Formen der Pflanzenbeobachtung.
Neben Cismar werden in der regionalen Ortsübersicht auch Suxdorf und Brenkenhagen geführt.
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