Zehna: Breeser See, Radroute und Dorfkirche
Unterkünfte in Zehna
Zehna verbindet Naturbeobachtung am Breeser See, Radfahren auf dem durch Groß Breesen führenden Berlin–Kopenhagen-Radwanderweg und die vielgestaltige Dorfkirche. Diese unterschiedlichen Schwerpunkte helfen Ihnen, die Reiseplanung an Ihren Interessen auszurichten: Soll Natur, eine Radreise oder Bau- und Kunstgeschichte den Aufenthalt prägen?
Natur am Breeser See und Radroute
Der Breeser See ist der wichtigste Teil des gleichnamigen Naturschutzgebiets. Sein ausgeprägter Schilfgürtel hat hohe ornithologische Bedeutung. Diese ökologische Einordnung beruht auf einer Umweltbewertung von 2019; Bedingungen in der Natur können sich im Zeitverlauf verändern. Am Naturschutzgebiet Breeser See sind Beobachtungen von einer Kanzel aus möglich. Für Naturinteressierte verbindet sich so die Bedeutung des Schilfgürtels mit einem konkreten Beobachtungspunkt.
Ein anderer Akzent ist das Radfahren: Der europäische Radwanderweg Berlin–Kopenhagen führt durch Groß Breesen, einen Ortsteil von Zehna. Der benannte Streckenverlauf gibt Radreisenden einen konkreten Anhaltspunkt bei der Wahl ihres Reiseziels. Naturbeobachtung am Schutzgebiet und die Radroute sprechen damit unterschiedliche Interessen an, ohne dass eines das andere ersetzen muss.
Dorfkirche: Ausstattung und Baugeschichte
Die Dorfkirche Zehna vereint Ausstattungsstücke aus mehreren Jahrhunderten. Ihr ältestes Ausstattungsstück ist eine Granittauffünte aus dem 13. Jahrhundert. Wand- und Gewölbemalereien stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert; der spätgotische Schnitzaltar aus dem 16. Jahrhundert. Im Mittelschrein zeigt er die Madonna zwischen vier Heiligen, darunter dem heiligen Christophorus. Auf den Flügeln sind die zwölf Apostel dargestellt.
Im Chor hängt ein Epitaph von 1564, das dem in Zehna erbgesessenen Mathias Passow gewidmet ist. Die hölzerne Kanzel trägt die Jahreszahl 1615 und die Namen ihrer Stifter, vor allem die der Familie Büter. Auch die Orgelgeschichte umfasst verschiedene Zeiten: Von der kleinen Barockorgel, die 1689 gebaut wurde, ist nur noch der Prospekt erhalten. Das eigentliche Instrument wurde 1919 von Paul Rother in Hamburg als Opus 170 gebaut. Die Zwillingsfenster in Schiff und Chor enthalten Glasmalereien aus der Hamburger Werkstatt der Gebrüder Kuball.
Auch die Architektur bietet mehrere genau bezeichnete Details. Das mächtige, schiffsbreite Turmuntergeschoss diente als Teil einer Wehrkirche. Zur Bauzeit gehört die mit Blenden geschmückte Nordsakristei. Am Ostabschluss zeigt die Kirche eine leicht gestaffelte Dreifenstergruppe; der Ostgiebel ist mit zahlreichen Putzblenden und einem Giebelkreuz geschmückt. Spätere Ergänzungen sind eine südliche Eingangsvorhalle aus Backstein und ein leicht eingezogener, quadratischer Turmaufsatz. Dieser ist heute verputzt und trägt einen spitzen Ziegelpyramidenhelm sowie eine Bronzeglocke mit Majuskelinschrift.
Der Kirchhof ist als Friedhof gestaltet. Sein östlicher Zugang führt durch ein schmiedeeisernes Tor mit Backsteinpfeilern.
Kunsthandwerk in Groß Breesen
In Groß Breesen verbinden ein kleines Café und die Galerie des Künstlerpaars Susanne und Jörg Mücket Kunst und Genuss. Das Spektrum der dort zu entdeckenden Arbeiten reicht von grafisch dekoriertem Porzellan und Keramik mit ochsenblutroter Glasur bis zu Unikatschmuck aus Silber, Porzellan und Edelsteinen. Hinzu kommen keramische, doppelwandige Tabakpfeifen. Während die Dorfkirche historische Bau- und Ausstattungskunst in den Mittelpunkt rückt, richtet die Galerie den Blick auf Porzellan, Keramik und Schmuck. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Öffnungsdetails.
Weitere Reiseziele
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