Fleringe: Kalkbrüche, Natur und gotländische Musik
Unterkünfte in Fleringe
Fleringe auf Gotland verbindet eine von Kalk geprägte Landschaft mit anschaulichen Zeugnissen der regionalen Arbeits-, Bau- und Musikgeschichte. Wenn Sie ein Reiseziel nach Naturerlebnissen und kulturellen Einblicken auswählen, finden Sie hier beides an klar unterscheidbaren Orten: im Naturschutzgebiet Bästeträsk, im Kalkindustriegebiet von Bläse und auf der Groddagården.
Kalkbruch und Wildnis im Gebiet Bästeträsk
Der Kalkbruch Blå lagunen liegt im Naturschutzgebiet Bästeträsk. Seine klarblaue Wasserfarbe gab dem Kalkbruch den Namen; in diesem Gebiet wurde seit Jahrhunderten Stein gebrochen. Das Naturschutzgebiet umfasst den 665 Hektar großen See Bästeträsk sowie mehr als 800 Hektar umliegende Wälder, Moore, Alvarflächen und Klappersteinstrände. Dadurch zeigt sich die Landschaft nicht nur am Wasser, sondern auch in den unterschiedlichen Naturformen rund um den See.
Im Naturschutzgebiet Bästeträsk lässt sich eine charakteristische gotländische Wildnis mit Seeadlern und Steinadlern erleben. Für Ihre Reiseauswahl steht dieser Teil Fleringes damit für eine Naturerfahrung, bei der See, offene Alvarflächen, Wälder, Moore und Klappersteinstrände zusammengehören.
Bläse und die Geschichte der Kalkindustrie
In Bläse bietet Stentåget eine historische Hin- und Rückfahrt mit Lokomotive und Steinwagen zum alten, inzwischen mit Wasser gefüllten Steinbruch. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten, die Strecke ist 1,7 km lang. Das Kalkbruksmuseet in Bläse in Fleringe zeigt die Steinindustrie Gotlands und gibt Einblick in das Leben und die Arbeitsbedingungen der Arbeiter. Im Bläse Kalkbruk begann das Kalkbrennen in den 1860er-Jahren und endete 1946.
So lassen sich dort sowohl der ehemalige Abbauort als auch die Geschichte der Menschen und der Arbeit betrachten. Die Zugfahrt und das Museum setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte: Stentåget führt zum alten Steinbruch, während das Kalkbruksmuseet die Steinindustrie und ihre Arbeitswelt erklärt.
Groddagården und die Musikgeschichte Fleringes
Die gut erhaltene Groddagården vermittelt einen Einblick in die Baugeschichte Gotlands sowie in ein Kapitel der Personen- und Musikgeschichte. Mit Groddagården verbunden ist eine Drehleier, die als Schwedens am besten erhaltenes Instrument ihrer Art gilt. Auf Groddagården versammelten Grodd-Jaken und seine Brüder häufig alle Spielleute aus Nordgotland zum gemeinsamen Musizieren.
Sie hat einen violinformigen Korpus, der von deutscher Tradition beeinflusst ist. Die Groddaliran, die von den Musikern auf Groddagården in Fleringe gespielt wurde, könnte in Schweden hergestellt worden sein. Anhand eines 3D-Modells lässt sie sich aus nächster Nähe erkunden. Damit ergänzt die digitale Darstellung die überlieferte Geschichte des Instruments, ohne die erhaltenen Objekte und den Ort voneinander zu trennen.
Zur historischen Umgebung gehört außerdem die Kirche von Fleringe. Die erhaltenen Kirchenställe, die Kirchenpforte und die Kirchhofmauer bilden zusammen mit der Kirche eine einzigartige Kirchenumgebung auf Gotland. Groddagården und die Kirche stehen damit für zwei verschiedene Zugänge zur Kulturgeschichte: hier das Wohn- und Musikleben, dort die überlieferte bauliche Umgebung.
Weitere Orte im Vergleich
Wenn Sie Fleringe mit weiteren Orten derselben übergeordneten Region vergleichen möchten, stehen Ihnen Slite, Sanda, Lau, Lärbro, Katthammarsvik, Lojsta, Lummelunda und Väte zur Auswahl.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gotland.