Vineta – der Klang des Goldes

Vineta – der Klang des Goldes
Vineta – der Klang des Goldes

Die Vineta-Sage erzählt von einer Stadt, angefüllt mit allem Schönen dieser Welt, ihre Bewohner waren weltoffen, tolerant. Wohl aber auch verschwenderisch. Jedenfalls ging Vineta in den Fluten der Ostsee unter, nach schauerlichen Warnungen: Vineta, Vineta, du rieke Stadt, Vineta sall unnergahn, wieldeß se het väl Böses dahn“.
Diese sagenhafte Stadt soll hier vor der Insel Usedom untergegangen sein.
Aufgetaucht ist Vineta schon 1075, in der Hamburgischen Kirchenchronik. Viele Chronisten suchten sie seither. Doch nichts Handfestes ist bislang bewiesen.
Aber in der Literatur, Malerei und Musik wird Vineta immer neu erfunden. Seit 1997 wird in Zinnowitz, wenige Kilometer vom Ort der Sage entfernt, stets der Frage nachgegangen: Warum ging Vineta unter?
Wolfgang Bordel, Autor und Regisseur, findet seit über 20 Jahren die unterschiedlichsten Erklärungen für den Untergang dieses blühenden Allgemeinwesens. In jedem Jahr entsteht eine neue fantastischen Geschichte, die Jung und Alt begeistert.
2019 geht es um das Wiedererstarken Vinetas um ihr Gold, denn das ist verschwunden. Goldwächter Warin soll es versteckt haben, doch will das Versteck nicht verraten. Dafür wird er verbrannt. Doch Dar, der Wunderbaum, rettet ihn und er betritt als Wiedergänger erneut die Stadt. Aber Vineta hat immer noch kein Gold. Ist es vielleicht mit Hilfe der Alchemie herzustellen? Es finden sich tatsächlich zwei arme Vineter, die behaupten dies zu können. Und tatsächlich: Kleine Mengen gelingen. Aber wie ist das möglich fragen sich die tolldreisten Vineter?
Das wird in der ebenso spannenden, wie turbulenten Geschichte geklärt. Dabei wird nicht mit Witz und Anspielungen auf die Gegenwart gespart. Es wird getanzt und gesungen, gefochten und manchmal, na ja, auch geprügelt.
Licht und Laser und pyrotechnische Effekte machen die Sage unter freiem Himmel perfekt.
Gespielt wird vom 28. Juni bis 31. August jeweils mittwochs, freitags und samstags, 19.30 Uhr auf der Ostsee-Bühne Zinnowitz.

Vorpommersche Landesbühne Anklam

Foto: © Thomas Häntzschel

Datum: 28.06.2019

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