Gdańsk (Danzig)

Danzig, Krantor und andere Gebäude an der Mottlau Danzig, Krantor und andere Gebäude an der Mottlau

Lage und Geschichte

Die Stadt am Rande der Weichselmündung ist mit über 460.000 Einwohnern unbestritten das Zentrum ganz Nordpolens und der polnischen Ostseeküste. Zusammen mit den sich nördlich anschließenden Städten Sopot (Zoppot) und Gdynia (Gdingen) bildet sie die sogenannte Dreistadt (Trójmiasto) mit 760.000 Einwohnern. Der gesamte umliegende Einzugsbereich zählt etwa 1,2 Millionen Einwohner. Danzig ist ebenso eine der ältesten Siedlungen der Ostseeküste. Erste Erwähnungen stammen aus dem 10. Jahrhundert, die ältesten Siedlungsspuren auf dem heutigen Stadtgebiet konnten auf das 7. Jahrhundert datiert werden.

Während der äußerst wechselvollen Geschichte war Danzig nicht nur eine der wichtigsten Hansestädte, sondern auch kurzzeitig die größte Stadt mit deutschsprachiger Bevölkerung. Als Handelsmetropole profitierte sie von der Eroberung Konstantinopels durch die Türken 1453 und der damit verbundenen Verlagerung europäischer Handelswege in die Ostsee. Eine lange Zeit ihrer Geschichte konnte Danzig seine Selbständigkeit bewahren, auch zwischen 1919 und 1939 war sie offiziell eine Freie Stadt unter Verwaltung des Völkerbundes. Bis heute ist Gdańsk (Danzig) auch das touristische Zentrum der Region, in enger Verbindung mit dem Seebad Sopot (Zoppot).

Langer Markt mit Rechtstädtischem Rathaus

Sehenswürdigkeiten

Die Aufzählung hat die Qual der Wahl. Wichtigster Anziehungspunkt ist die Altstadt, die aus mehreren Teilen unterschiedlichen Alters besteht. Häufigste Fotomotive sind das Ufer der Mottlau, einem Weichselzufluss, mit dem Krantor und anderen historischen Gebäuden sowie die Langgasse, oder auch Königsweg genannt. Auf dieser weltweit längsten erhalten gebliebenen urbanen Achse aus dem Mittelalter befinden sich Stadttore und historische Gebäude sowie der Lange Markt (Długi Targ). Der Besucher fühlt sich in das originale Flair des Mittelalters versetzt. An der Nordwestecke des Langen Marktes steht mit dem Rechtstädtischen Rathaus ebenfalls eines der ältesten und bedeutendsten Gebäude der Stadt. Es war zeitweilig Sitz polnischer Könige. Nicht weit davon entfernt steht die Marienkirche, die zwischen 1343 und 1502 erbaut wurde. Bis 1945 galt sie als das größte evangelisch-lutherische Gotteshaus der Welt. Das Westerplatte-Denkmal im Norden der Stadt erinnert an die Beschießung dieser Stelle durch ein deutsches Kriegsschiff am 1. September 1939, die als der Beginn des Zweiten Weltkriegs gilt.

Verkehr

Gdańsk (Danzig) verfügt über den drittgrößten Flugplatz Polens, ist über Eisenbahn und Autobahnen mit Polen verbunden. Der Hafen von Gdańsk (Danzig) ist der größte in Polen, von hier verkehrt auch eine Fähre in die an der gegenüberliegenden Ostseeküste gelegenen schwedischen Stadt Nynäshamn. Gdańsk (Danzig) ist Ausgangspunkt der Ostsee-Adria-Route EuroVelo 9, polnisch auch Bernstein-Route (Szlak bursztynowy) genannt, der von hier bis an die Adria führt. Die Stadt liegt ebenfalls am EuroVelo 10, dem Ostseerundweg. Gdańsk (Danzig) ist ein Muss für jeden, der die polnische Ostseeküste während eines Urlaubs erleben möchte. Von hier aus erreicht man die landschaftlich reizvollen Halbinseln Hel im Norden und das Frische Haff im Süden. Auch die Marienburg in Malbork (Marienburg) liegt nur eine knappe Autostunde entfernt.

Sie können in Gdańsk (Danzig) Hotels direkt buchen.

Foto: © nordlicht verlag (3)

Werbung

Folgen auf Facebook oder Google+

 


News

Route der Norddeutschen Romantik ist ausgewiesen
Vorpommern ist sozusagen die Wiege der Romantik in Norddeutschland. Um diesen kulturellen Schatz für Feriengäste und Einheimische besser erlebbar zu machen, wurde zwischen Greifswald und Wolgast die Route der Norddeutschen Romantik ausgewiesen. Pünktlich zum Start der Fahrradsaison wird die Route am 18. April durch den Tourismusverband Vorpommern, die Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft sowie weitere Partner und Förderer des Projektes an der Klosterruine Eldena offiziell eröffnet.
Auf Lesereise mit „Vineta Trugbilder“
Die Journalistin Martina Krüger hat in ihrem Buch „Vineta – Trugbild“ allerhand Wissenswertes über die sagenhafte versunkene Stadt Vineta zusammengetragen. Auf zahlreichen Veranstaltungen hat sie aus ihrem Buch gelesen – und immer ergibt sich daraus auch ein reger Austausch mit dem Publikum. Einige Erlebnisse hat sie im Folgenden beschrieben.
Bernsteinbäder Usedom feiern Ende der Heringswochen
Zum Ende der Usedomer Heringswochen freht sich in den Bernsteinbädern Koserow und Zempin einiges um die Kulinarik. Hering satt heißt es am 14. April 2018 auf dem Koserower Seebrückenvorplatz zum großen Heringsfest. Zahlreiche Gastronomen aus dem Ostseebad präsentieren verschiedene Heringsgerichte, die von den Gästen probiert werden können. In Zempin stehen die Kräuter auf dem Programm. Wilfried Dinse hält einen Vortrag und leitet eine Kräuterwanderung.

Wellness-Anbieter und Wellness-Hotels an der Ostsee (Foto: pixelio.de)

Ostsee-Hotels (Foto: Simone Peter/pixelio.de)