Koblentz: Moorlandschaft und Geschichte
Unterkünfte in Koblentz
Koblentz lässt sich über zwei besondere Themen entdecken: den Naturraum am Großen Koblentzer See und die Geschichte des heutigen Kirchengebäudes. Das Naturschutzgebiet verbindet seltene Feuchtlebensräume mit einer überregional bedeutsamen Rolle für Wasservögel. Im Ort erzählt das Mausoleum der Ritter von Eickstedt von einem Bauwerk, das über lange Zeit auch als Dorfkirche diente. So können Sie bei der Wahl Ihrer Reiseinteressen Naturbeobachtung und Baugeschichte in den Blick nehmen.
File:Mausoleum von Eickstedt Koblentz 1.JPG
Foto: onnola (Flickr-User) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Naturschutzgebiet und Moorlandschaft
Das Naturschutzgebiet Großer Koblentzer See umfasst 269 Hektar und liegt zwischen Krugsdorf und Koblentz. Es schützt eine ursprünglich mesotrophe Talmoorblänke mit angrenzenden Durchströmungsmoorflächen. Hinzu kommen eine in Vorpommern sehr seltene Binnensalzstelle und ein Kalksumpf. Diese Lebensräume geben dem Schutzgebiet seinen besonderen naturkundlichen Charakter: Neben Moorflächen gehört auch ein seltenes Binnensalzgebiet zu den geschützten Landschaftselementen.
Der See liegt in einem von Schmelzwasser geformten, gefällearmen Seitental der Randowniederung. Im Holozän vermoorte das Tal; heute bildet es ein Durchströmungsmoor, das von einzelnen Mineralbodenrücken durchragt wird. Wer sich für die Entstehung und den Aufbau von Moorlandschaften interessiert, findet hier eine konkrete Abfolge von Landschaftsformen und ihrer Entwicklung. Zugleich ist das Gebiet ein überregional bedeutsames Brut-, Durchzugs- und Rastgebiet für Wasservögel.
Wege und Vogelbeobachtung
Hinter dem alten Gutshof in Koblentz führt ein Weg zum Großen Koblentzer See. Ein weiterer Wegbezug ergibt sich auf der Strecke von Koblentz nach Uhlenkrug: Sie verläuft nördlich direkt am Naturschutzgebiet vorbei. Damit gehören Spaziergänge und Naturbeobachtung zu den möglichen Schwerpunkten eines Aufenthalts. Die beiden Routenangaben geben unterschiedliche Orientierungen für Wege in der Umgebung des Schutzgebiets.
Besonders im Herbst stehen rastende Gänse und Kraniche im Mittelpunkt. Zu ihrer Beobachtung werden am Großen Koblentzer See geführte Wanderungen angeboten. Am Südostufer ermöglichen zwei Beobachtungskanzeln den Blick auf den abendlichen Einflug der Vögel, ebenfalls besonders im Herbst. Wer dieses Naturerlebnis interessiert, kann eine geführte Wanderung und die Beobachtung von den Kanzeln als unterschiedliche Möglichkeiten wahrnehmen. Auch die Koblentzer Seen bieten Gelegenheiten, den Sonnenuntergang zu erleben.
Das Mausoleum der Ritter von Eickstedt
Das heutige Koblentzer Kirchengebäude wurde ursprünglich als Mausoleum der Familie von Eickstedt errichtet. Das Mausoleum der Ritter von Eickstedt entstand 1853–1854 nach Plänen Friedrich Hitzigs, eines Schülers Schinkels. Hitzig gestaltete es im spätklassizistischen Stil als Ruhestätte für die Ritter von Eickstedt. Etwa von 1897 bis 2013 wurde das Bauwerk als Dorfkirche genutzt. Seine Geschichte umfasst damit sowohl die ursprüngliche Funktion als Familienmausoleum als auch eine lange Nutzung als Kirche.
Wenn Sie sich für Architektur interessieren, bietet das Gebäude einen konkreten Bezug zur spätklassizistischen Baugeschichte; wer Naturerlebnisse sucht, findet den anderen Schwerpunkt rund um den See und seine Vogelwelt. Weitere Orte finden Sie unter Rollwitz, Jatznick, Polzow, Fahrenwalde, Brietzig, Krugsdorf, Viereck und Groß Luckow.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Uecker-Randow-Tal.