Fahrenwalde: Feldsteinkirchen, Schloss Bröllin und Gutsgeschichte
Unterkünfte in Fahrenwalde
Wer bei der Wahl eines Reiseziels historische Baukunst und Kulturangebote berücksichtigen möchte, findet in Fahrenwalde konkrete Anknüpfungspunkte. Die Kirchen in Fahrenwalde und im Ortsteil Bröllin, Schloss Bröllin und die Geschichte des Gut Friedrichshof setzen unterschiedliche Akzente.
Feldsteinkirchen und ihre Ausstattung
Die Fahrenwalder Kirche ist ein Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. Ihre wuchtigen Proportionen lassen sie wie eine Festung erscheinen; der Vergleich beschreibt die markante Wirkung der Bauform. Auch die Brölliner Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert, ist jedoch eine kleine Feldsteinkirche. Sie hat einen eingezogenen Chor; außerdem sind ihr Dachstuhl und die Ziegel am Chorraum mittelalterlich. So stehen zwei Kirchen desselben Jahrhunderts mit unterschiedlichen Maßstäben und architektonischen Details nebeneinander.
In der Brölliner Kirche zeigt ein kleines Kabinettsbild in einem Bleiglasfenster, wie ein Herr einer Dame einen Becher Wein reicht. Das große Altarbild stellt Jesus und den sinkenden Petrus dar. Zur Ausstattung gehört außerdem eine von Voss gegossene Bronzeglocke mit einem Durchmesser von 72 Zentimetern. Auf dem Friedhof neben der Kirche liegen zahlreiche Gräber der Gutsbesitzerfamilie Stoewahs, die von 1850 bis 1945 mit der Kirche verbunden war. Architektur, Bilder, Glocke und Friedhof geben verschiedene Anknüpfungspunkte für den Blick auf die lokale Geschichte.
Schloss Bröllin als Kulturort
Schloss Bröllin ist ein historischer Gutshof. Auf seinem historischen Gelände finden Tanz-, Theater-, Zirkus-, bildende Kunst-, Musik-, Literatur- und Jugendprojekte statt; dafür gibt es geeignete Orte und Flächen. Das Detect Classic Festival findet seit 2022 auf Schloss Bröllin statt. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Festivaltermine. Für Workshops, Team-Retreats, Tagungen, Seminare und Yoga-Wochenenden bietet Schloss Bröllin Räume und Möglichkeiten; für diese Formate ist eine Buchung erforderlich.
Die Geschichte des Gut Friedrichshof ergänzt diese Kulturorte um einen eigenen historischen Bezug. Das Gut wurde als Pertinenz beziehungsweise Vorwerk des Ritterguts Bröllin gegründet. Erstmals in Urkunden erwähnt wird es 1745 im Zusammenhang mit dem Besitzer des Hauptguts, dem Erb- und Gerichtsherrn Johann Gottfried Prüwer. Die Begriffe Pertinenz und Vorwerk ordnen Friedrichshof als mit dem Rittergut verbundenes Gut ein. Das Datum bezieht sich auf die urkundliche Erwähnung, nicht auf ein nachgewiesenes Gründungsjahr.
Vorpommern-Greifswald: Natur, Museen und regionale Routen
Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald kommen weitere, eigenständige Themen hinzu. Die drei Naturparke nehmen fast 40 Prozent der Fläche des Landkreises ein. Die Ueckermünder Heide lädt zum Wandern, Radfahren und Reiten ein. Für Radreisen gehören der Ostseeküsten-Radweg, Teil der EuroVelo-Route EV10, sowie der Stettiner Haff-Rundweg und die Route der Norddeutschen Romantik zu den regionalen Orientierungspunkten. Der Ostseeküsten-Radweg führt in den Landkreis; die beiden anderen Routen zählen zu den Wegen, auf denen sich der Landkreis erkunden lässt. Prüfen Sie vor dem Start die aktuelle Wegführung und Beschilderung.
Auch Museen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Im Hafen von Peenemünde liegt die Juliett U-461 als Museum und kann bei einem Rundgang erkundet werden; Zugangsdetails sollten Sie vor dem Besuch prüfen. Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald zeigt den Croy-Teppich von 1554, ein einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis aus der Zeit der Reformation. In Anklam widmet sich das Otto-Lilienthal-Museum dem Flugpionier, Maschinenbauingenieur und Humanisten Otto Lilienthal. Für eine aktive Geschichtserfahrung bietet das Ukranenland Torgelow eine Schifffahrt mit dem ersten in Deutschland rekonstruierten Slawenboot; die Teilnehmenden müssen selbst mitrudern.
Weitere Reiseziele entdecken: Polzow, Papendorf, Zerrenthin, Brietzig, Nieden, Viereck, Rollwitz, Koblentz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Uecker-Randow-Tal.