Daberkow entdecken: Kirche und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Daberkow
Daberkow erschließt sich über kulturhistorische Motive aus unterschiedlichen Zeitstufen. Die Kirche geht auf das 14. Jahrhundert zurück, der Lurenfund verweist auf die nordische Bronzezeit, und im Ortsteil Wietzow kommen Herrenhaus, Park und Kunst hinzu. Die Gemeinde Daberkow umfasst die Ortsteile Daberkow, Hedwigshof und Wietzow. So führen die Themen von der Kirchengeschichte über archäologische Spuren bis zur Architektur- und Landschaftsgeschichte in Wietzow. Die Gemeinde Daberkow verbindet die ehemalige Nord-Süd-Verkehrsader B 96 mit dem Tollensetal.
Kirche und Baugeschichte
Die Kirche in Daberkow wurde im 14. Jahrhundert erbaut und nach einem Brand im Jahr 1816 wiederhergestellt. Der Kanzelaltar aus dem 18. Jahrhundert verbindet Kanzel und Altar in einer Gestaltung; er gehört damit zu einer späteren Ausstattungsphase als der mittelalterliche Kirchenbau. Reste des alten Wehrkirchturms sind an der Kirche gut erkennbar. Besichtigungen sind nach Absprache mit dem Pfarramt möglich.
Archäologische Spuren
Der Lurenfund von Daberkow im Jahr 1912 umfasst zwei Musikinstrumente aus der nordischen Bronzezeit. Der Fund eröffnet einen anderen Zeithorizont als die mittelalterlichen Spuren am Ort: Schlossberg und Turmhügel sowie Scherben einer mittelalterlichen Töpferei gehören zu den Spuren früheren Lebens und Treibens. Damit stehen in Daberkow ein Instrumentenfund aus der Bronzezeit und mehrere Hinweise auf mittelalterliches Leben nebeneinander.
Gutshaus, Park und Kunst in Wietzow
Im Ortsteil Wietzow der Gemeinde Daberkow steht das Gutshaus, ein neogotisch überformtes Herrenhaus, das erstmals um 1620 erwähnt wurde. Die Jahresangabe bezeichnet die erste Erwähnung, nicht zwingend das Baujahr. Eine einzeln stehende Kapelle ergänzt das Ensemble aus Gutshaus und Park. Nach 1750 ließ Karl Friedrich von Linden in Wietzow einen englischen Landschaftspark anlegen. Der Park fällt terrassenförmig zur Tollense ab; dort stehen große Sumpfzypressen, Platanen und Pyramideneichen.
Wietzow ist ein Künstlerdorf im Tollensetal an der Tollense. Die tänzerisch-träumerischen Skulpturen von Christina Rode stehen in ihrem hellen Atelier und gelegentlich auch im Garten. So umfasst das kulturelle Profil des Ortsteils neben Herrenhaus und Park auch die Arbeiten der Künstlerin.
Vorpommern-Greifswald als weiterer Reisehorizont
Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald kommen weitere, eigenständige Landschafts- und Aktivthemen hinzu. Die Ueckermünder Heide lädt zum Wandern, Radfahren und Reiten ein. Der Ostseeküsten-Radweg, Teil der EuroVelo-Route EV10, führt in den Landkreis. Zu den regionalen Radrouten, auf denen sich der Landkreis erkunden lässt, zählen außerdem der Stettiner Haff-Rundweg und die Route der Norddeutschen Romantik. Diese überregionalen Optionen bilden einen anderen Planungsschwerpunkt als die Kirchen-, Fund- und Gutshausgeschichte in Daberkow und Wietzow. Wenn Sie eine der Radrouten einplanen, prüfen Sie vorab den aktuellen Routenverlauf und die Beschilderung.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Jarmen-Tutow.