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Dirschau: Weichselbrücken und mittelalterliche Altstadt

Unterkünfte in Dirschau

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Die Weichsel, ihre Brücken und ein weitgehend mittelalterlicher Straßenplan prägen das Kulturthema Dirschau (Tczew). Wer für die Wahl seines Reiseziels Stadtgeschichte, Ausstellungen und Flussbezug sucht, findet hier verschiedene Anknüpfungspunkte: von Ingenieurbau über sakrale Kunst bis zu Wegen durch die Altstadt.

Dirschau - die beiden Weichselbrücken - Tczew - mosty przez Wisłę, 1910-1918 Dirschau - die beiden Weichselbrücken - Tczew - mosty przez Wisłę, 1910-1918 Foto: Unknown author via Source, Public domain

Brücken und Geschichte der Weichsel

Das Muzeum Wisły in Tczew ist Polens größtes Museum zur Geschichte der Weichsel. Auch die Brücken gehören zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die erste Straßenbrücke wurde von 1851 bis 1857 errichtet. Mit 837 Metern zählte sie damals zu den längsten Brücken der Welt. Die Tczewer Brücke wurde von der American Society of Civil Engineers als internationales Denkmal der Bauingenieurkunst anerkannt – ein eigener Blickwinkel auf die Baugeschichte des Flusses.

Ein anderes historisches Zeugnis ist die Pfarrkirche zur Erhöhung des Heiligen Kreuzes. Als Tczews ältestes Baudenkmal stammt sie aus dem 13. Jahrhundert; ihre Fresken datieren aus dem 15. Jahrhundert. Die Kirche ist zugleich ein Gotteshaus und eine Galerie mittelalterlicher und neuzeitlicher Kunst. Wer sich für Architektur oder kirchliche Kunst interessiert, kann sie als Teil des kulturellen Themas Dirschau einordnen. Die ehemalige Dominikanerkirche St. Stanislaus Kostka ergänzt dieses Bild: Sie wurde im 14. Jahrhundert im gotischen Stil errichtet und besitzt einen markanten achteckigen Turm.

Altstadt und Festungsweg

Der Straßenplan der Tczewer Altstadt ist seit dem Mittelalter weitgehend unverändert. Zu den engen historischen Straßen, die ihre alten Namen bewahrt haben, gehören Garncarska, Kościelna, Podmurna, Rybacka und Zamkowa. Der Plac Hallera ist der zentrale Platz der Altstadt. Diese Ortsnamen geben der Stadtgeschichte konkrete Bezugspunkte, ohne dass sich der Besuch auf ein einzelnes Bauwerk beschränken muss.

Der Festungsweg folgt dem Verlauf der mittelalterlichen Stadtmauer. Diese war 1.300 Meter lang und besaß fünf Tore sowie zwölf Türme. Der Weg beginnt in der Podmurna-Straße und führt bis zu einem Aussichtspunkt und einem Amphitheater nahe der Rybacka-Straße. Für Ihre Tagesplanung ist wichtig, Strecke und Bauwerk auseinanderzuhalten: Die Angabe von 1.300 Metern bezeichnet die frühere Stadtmauer, nicht die Länge des heutigen Weges.

Ausstellungen, Windmühle und Grünräume

Die Fabryka Sztuk veranstaltet jedes Jahr mehrere Dutzend unterschiedliche Ausstellungen. Dazu zählen ethnografische Ausstellungen sowie Ausstellungen alter und zeitgenössischer Kunst. Die rekonstruierte holländische Windmühle stammt aus dem Jahr 1890. Ihr seltenes fünfflügeliges Flügelwerk und die drehbare Kappe machen sie zu einer touristischen Besonderheit der pommerschen Stadtlandschaft.

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Der Stadtpark umfasst etwa 15 Hektar und verfügt über ein Amphitheater sowie eine Konzertmuschel. Am Bulwar Nadwiślański finden kulturelle und patriotische Veranstaltungen, Picknicks, Volksfeste und Sportwettkämpfe statt. Mehrere Spielplätze und eine große Burg bilden dort zusammen einen Spiel- und Erholungskomplex. Diese Orte stehen für unterschiedliche Besuchsinteressen: Ausstellungen und historische Bauwerke auf der einen, Grünraum, Veranstaltungen und Spielmöglichkeiten auf der anderen Seite.

Radroute und weitere Orte

Ein Abschnitt des Radwegs an der Pomorska-Straße verbindet sich mit dem bestehenden Radwegenetz der Stadt und ist Teil der internationalen EuroVelo-Radroute, der Weichsel-Radroute R9. Damit kommt neben dem Stadtspaziergang auch das Radfahren als Reisethema in den Blick. Seit 2002 findet in Tczew das In Memoriam Festival Grzegorz Ciechowski statt; die Stadt ist die Heimatstadt des Künstlers. Das Festival ergänzt die historischen und baulichen Sehenswürdigkeiten um einen kulturellen Bezug zur jüngeren Musikgeschichte.

Zum Destinationsgebiet gehören neben Dirschau auch Zajączkowo Zajączkowo, Borkowo Borkowo, Pelplin Pelplin, Gniew Gniew, Lubiszewo Tczewskie Lubiszewo Tczewskie, Malenin Malenin, Szpęgawa Szpęgawa, Waćmierek Waćmierek, Rudno Rudno und Swarożyn Swarożyn. So können Sie bei der Reiseplanung neben den Kultur- und Flussthemen Dirschau auch weitere Orte des Gebiets berücksichtigen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pommern.

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