Raben Steinfeld
Unterkünfte in Raben Steinfeld
Raben Steinfeld liegt zwischen dem Schweriner See und dem Pinnower See. Für Ihre Reiseentscheidung bieten sich verschiedene Schwerpunkte an: Wege durch Natur- und Landschaftsschutzgebiete, markante Uferformen, geologische Besonderheiten und die Geschichte von Schloss und Park. So lässt sich der Aufenthalt nach den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren.
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Foto: Dansk kulturarv via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Naturwege und Uferlandschaft
Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete in Raben Steinfeld können über ein gut ausgebautes Netz aus Wander-, Rad- und Reitwegen erlebt werden. Wer die Landschaft zu Fuß erkunden möchte, findet im Naturschutzgebiet „Görslower Ufer“ außerdem einen Wanderweg, der unmittelbar am Ufer verläuft. Das Gebiet ist eine etwa 10 Kilometer lange Uferzone am Ostufer des Schweriner Innensees.
Eine prägende Geländeform dort ist der steil ansteigende Kliffhang. Er ist etwa 10 bis 15 Meter hoch und entstand durch Ablagerungen von Bodensedimenten an den Haupteisrandlagen der Weichseleiszeit. Uferweg, Uferzone und Kliff beschreiben unterschiedliche Aspekte dieses Naturraums: den Verlauf eines Weges direkt am Wasser, die Ausdehnung des Schutzgebiets und die geologische Entstehung des Hangs.
Eichen und Parkgeschichte
Die an Schloss Raben Steinfeld grenzende Parkanlage umfasst 34 sogenannte „Raben Steinfelder Eichen“. Als Ensemble bilden diese 34 Bäume die ältesten Eichen; ihr Alter liegt zwischen 300 und 650 Jahren. Sie sind als Baumnaturdenkmale ausgewiesen. Die stärkste Eiche hat einen Umfang von 7,40 Metern. Damit prägen sowohl das hohe Alter der Bäume als auch ihre außergewöhnliche Stärke die Beschreibung des Ensembles.
Auch die Entstehung des Parks gehört zur Ortsgeschichte: Der Landschaftspark rund um Schloss Raben Steinfeld wurde 1851 von Theodor Klett angelegt, dem großherzoglichen Hofgärtner von Mecklenburg-Schwerin. Die Parkanlage und die Eichen stehen damit für verschiedene Zeitschichten der Geschichte des Ortes.
Schloss und historische Bezüge
Schloss Raben Steinfeld wurde Ende des 19. Jahrhunderts zur großherzoglichen Sommerresidenz umgebaut. Später diente es Marie von Schwarzburg-Rudolstadt als Witwensitz. Räumlich und durch seine Blickachsen steht das Schloss in unmittelbarer Beziehung zum UNESCO-Welterbe „Residenzensemble Schwerin – Kunst des Historismus“. Diese Verbindung macht die Architektur- und Residenzgeschichte zu einem eigenen Thema neben den Naturerlebnissen.
Zur baulichen Geschichte Raben Steinfelds gehören auch die Gestütswärterhäuser: Zwischen 1863 und 1869 wurden sie für zwölf Familien nach englischem Vorbild errichtet. Abgesehen von einigen untypischen Veränderungen sind die Häuser bis heute relativ gut erhalten. Die Angaben zu Bauzeit, Zweck und Vorbild geben diesen Gebäuden einen anderen historischen Bezug als die spätere Schlossgeschichte.
Findlinge und Gesteine
Der Findlingsgarten Raben Steinfeld zeigt 138 ausgewählte Findlinge aus der Region. Sie gelten als Zeugen der Weichseleiszeit und repräsentieren die vielfältige Gesteinswelt Skandinaviens und des Ostseegrundes. Wer sich für Erdgeschichte interessiert, findet damit ein eigenes Thema neben den Landschaftsformen am Görslower Ufer.
Im Geologischen Museum Raben Steinfeld wird das 30 Millionen Jahre alte Sternberger Gestein besonders herausgestellt. Im Volksmund heißt es auch „Sternberger Kuchen“; es wird als fossilreichstes Gestein Norddeutschlands mit mehr als 520 Arten bezeichnet. Findlinge aus der Region und Sternberger Gestein stehen so für unterschiedliche geologische Zusammenhänge.
Erinnerungsorte
Am Störkanal erinnert die 1975 eingeweihte Gedenkstätte „Die Mutter“ an das Ende des Todesmarsches und das Leiden von 18.000 Häftlingen des KZ Sachsenhausen am 2. Mai 1945. Dieser Erinnerungsort setzt einen ernsten historischen Akzent innerhalb der verschiedenen Themen, die Raben Steinfeld prägen.
Weitere Ortsseiten: Cambs, Langen Brütz, Leezen, Dobin Am See, Pinnow, Gneven.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Ostufer Schweriner See.