Friedrichsruhe: Wiesen, Wallburg und Geschichte
Unterkünfte in Friedrichsruhe
Friedrichsruhe verbindet Naturthemen mit Spuren der Vergangenheit. Je nachdem, ob für Sie Bewegung in der Landschaft, archäologische Zeugnisse oder historische Kirchen zählen, rücken unterschiedliche Seiten des Aufenthalts in den Vordergrund. Landschaft und historische Details im Gemeindegebiet bieten dafür verschiedene Perspektiven.
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Foto: GFreihalter via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wiesen, Rad und Wiedervernässung
Rund um Friedrichsruhe erstrecken sich große, scheinbar endlose Wiesen; die landschaftlich schöne Umgebung lädt zu ausgiebigen Radtouren ein. Bei Friedrichsruhe wurden und werden Wald- und Moorflächen wiedervernässt. So verbindet der Naturbezug eine offene Landschaft mit dem Thema, wie sich Wald- und Moorflächen durch Wiedervernässung verändern.
Auf Anfrage erläutert eine Försterin oder ein Förster, wie Wiedervernässung funktioniert und welche Tiere und Pflanzen davon besonders profitieren. Eine Tour zur Wiedervernässung sowie eine Waldwanderung sind jeweils als dreistündige Angebote ab und bis Friedrichsruhe beschrieben. Die Waldwanderung folgt Spuren der slawischen Vergangenheit. Beide Formate haben denselben Zeitrahmen, setzen aber unterschiedliche Akzente: hier Wiedervernässung und ihre Bedeutung für Tiere und Pflanzen, dort slawische Geschichte. Bestätigen Sie die Verfügbarkeit des Angebots zur Wiedervernässung vor der Planung.
Burg und archäologische Spuren
Der ehemalige Ringwall der Burg Friedrichsruhe ist zu sehen. Die Burg gilt als eine der archäologisch am besten erforschten Wallburgen Mecklenburgs und als herausragendes Bodendenkmal. In Neu-Ruthenbeck, einem Ort der Gemeinde Friedrichsruhe, verweist ein Großsteingrab – auch Hünengrab genannt – nahe der B 321 auf die frühe Besiedlung dieses Raumes. Die beiden Zeugnisse lenken den Blick auf unterschiedliche archäologische Themen: eine Burganlage und frühe Besiedlung.
Kirchen und historische Details in der Gemeinde
In Frauenmark, innerhalb der Gemeinde, steht eine spätromanische Feldsteinkirche mit eingezogenem Chor, halbrunder Apsis und einem massigen Turm in Schiffsbreite, der das Kirchenschiff nur wenig überragt. Ein eingezogener Chor ist schmaler als das Schiff; die halbrunde Apsis schließt ihn ab. Das Gemmenkreuz – ein mit Edelsteinen besetztes Kreuz – gilt als die wertvollste Malerei der Kirche. In den 1970er-Jahren wurden bedeutende alte Innenmalereien freigelegt. Eine mittelalterliche Wandmalerei zeigt die Mantelteilung des heiligen Martin von Tours und gilt als eine der ältesten Reiterdarstellungen in Mecklenburg-Vorpommern. In Ruthenbeck, ebenfalls in der Gemeinde, steht eine schlichte Feldsteinkirche. Der architektonische Blick fällt in Frauenmark auf Chor, Apsis, Turm und Malereien, in Ruthenbeck auf die schlichte Feldsteinform.
Im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim
Schloss Ludwigslust eröffnet eine weitere geschichtliche Perspektive. Es war die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge und bildet zusammen mit Park und Stadt ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Schloss Ludwigslust ist außerdem Mittelpunkt einer nahezu vollständig erhaltenen spätbarocken Stadtanlage mit ehemaliger Hofkirche und einem Landschaftspark im englischen Stil. Im Schloss werden Kunst und höfische Wohnkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts vermittelt. Der regionale Vergleich reicht damit von den archäologischen und kirchlichen Zeugnissen in Friedrichsruhe bis zur früheren Residenz- und Hofkultur in Ludwigslust.
Weitere Reiseziele entdecken: Bülow, Zapel, Barnin, Demen, Crivitz, Tramm.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Crivitz.