Groß Kiesow
Unterkünfte in Groß Kiesow
In Groß Kiesow treffen mittelalterliche Baugeschichte und Pilgerwege aufeinander. Die Sankt-Laurentius-Kirche und die Wege rund um den Ort geben einer Reise hier einen klaren kulturellen und aktiven Schwerpunkt. Wer solche Interessen bei der Wahl des Reiseziels berücksichtigt, findet in den örtlichen Bauphasen und den verschiedenen Pilgerweg-Details konkrete Anknüpfungspunkte.
Sankt-Laurentius-Kirche: Baugeschichte und Ausstattung
In der Ortsmitte führt ein mittelalterliches Friedhofstor auf den Friedhof, der die Sankt-Laurentius-Kirche umgibt. Der Chor wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts aus behauenen und geschichteten Feldsteinen errichtet. Im 14. Jahrhundert kamen das Kirchenschiff und der Ostgiebel aus Backstein hinzu. Damit sind an der Kirche Bauabschnitte aus zwei aufeinanderfolgenden Jahrhunderten benannt: der Feldsteinchor aus dem späteren 13. Jahrhundert und die Backsteinerweiterungen des 14. Jahrhunderts. Als Zeugnis des Mittelalters hat die Kirche eine große denkmalpflegerische Bedeutung.
Auch die Ausstattung gibt Anlass, den Blick über die Baugeschichte hinaus zu richten. Die Kirche enthält Wandmalereien aus dem 17. Jahrhundert. Ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert stammen ihre Wappentafeln, die als beliebte Sehenswürdigkeiten der lutherischen Kirche gelten. Wer sich für historische Kirchenkunst interessiert, kann diese Malereien und Tafeln zusammen mit den unterschiedlichen Bauphasen in die Beschäftigung mit Sankt Laurentius einbeziehen.
Pilgerwege und Stationen rund um Groß Kiesow
Sieben Vaterunsersteine führen Pilgernde auf einem Weg rund um Groß Kiesow. Ihre Reliefplatten tragen die sieben Bitten des Vaterunsers. Der Startstein des Pilgerrundwegs steht an der Sankt-Laurentius-Kirche; zugleich ist er dessen Ziel und trägt den Namen „Stein des Anstoßes“. Der 18 Kilometer lange Pilgerweg führt durch Felder, Wiesen und Dörfer.
Die Turmspitze der Sankt-Laurentius-Kirche bleibt Wandernden auf dem Pilgerweg als Mittel- und Orientierungspunkt sichtbar. Neben der Kirche beginnt außerdem ein Pilgerpfad mit acht markierten Stationen. Jede Station ist durch einen Findling gekennzeichnet. Die Angaben zu sieben Vaterunsersteinen und acht Findlingsstationen geben unterschiedliche Details zu den Pilgerwegen und ihren Kennzeichnungen; für die eigene Reiseplanung lässt sich so zunächst entscheiden, ob die Strecke, ihre religiösen Motive oder die Gestaltung der Stationen besonders interessieren.
Kultur und Radweg
Ein weiterer kultureller Anknüpfungspunkt liegt in der zugehörigen Gemeinde: Das Alte Kulturhaus Dambeck bietet Lesungen, Musik- und Konzertabende, Vorträge, Reiseberichte, Workshops, kreative Netzwerkveranstaltungen und kulturelle Begegnungen für alle Generationen. Wer Kulturangebote in die Reiseüberlegungen einbeziehen möchte, kann diesen Ort neben den Kirchen- und Pilgerwegthemen berücksichtigen.
Für Radfahrende ist ein Abschnitt des Radwegs an der Kreisstraße VG 13 beschrieben: Er führt von Klein Kiesow bis zum Ortseingang von Groß Kiesow und ist etwa 1.100 Meter lang. Der erneuerte Abschnitt hat eine zweischichtige Asphaltdecke und ist 2,50 Meter breit. Am 5. Mai 2025 wurde er als uneingeschränkt und gefahrlos für den Alltags-, Freizeit- und Schülerverkehr nutzbar bezeichnet. Die Datumsangabe bezieht sich auf diese damalige Bezeichnung des Abschnitts. Zusammen mit den Pilgerwegen eröffnet der Radweg damit einen weiteren Anlass, Groß Kiesow als Reiseziel für Kultur- und Aktivinteressen zu betrachten.
Zur Ortsübersicht auf derselben Ebene zählen auch Bandelin, Murchin, Lühmannsdorf, Gribow, Schmatzin, Wrangelsburg, Gützkow und Klein Bünzow.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Züssow.