Anklam
Unterkünfte in Anklam
Ein Museumsbesuch kann in Anklam hoch hinausführen: Das Museum im Steintor befindet sich in einem 32 Meter hohen Stadttor und bietet vom Turm einen Blick über die Stadt und das Peenetalmoor. Zusammen mit den historischen Kirchen, weiteren Bauwerken und den Erlebnissen auf der Peene prägt Kultur den Charakter des Ortes. Wer für seine Reise Stadtgeschichte, Museumserlebnisse und Aktivitäten am Wasser verbinden möchte, findet in Anklam unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Museen mit Geschichte und Experimenten
Das Museum im Steintor ist das älteste Museum in Vorpommern zwischen Greifswald und Stettin. Bis in die fünfte Etage führen 111 Stufen; der Turmaufstieg wird mit dem Blick über Anklam und das Peenetalmoor belohnt. Im Museum ist auch der Anklamer Münzschatz zu sehen. Er umfasst 2.579 Münzen sowie silberne und goldene Schmuck- und Gebrauchsgegenstände, darunter Gewandapplikationen und Anhänger für Zunftpokale. Präsentiert wird er als bedeutendster archäologischer Fund aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges in Pommern.
Im Otto-Lilienthal-Museum steht das Fliegen im Mittelpunkt. Zu den Exponaten gehören Flugapparate von Otto Lilienthal, der 1891 die ersten sicheren Gleitflüge der Geschichte durchführte. Selbst entwickelte Flugsimulatoren, darunter das „Lilienthal-Cockpit“, vermitteln ein Gefühl des Fliegens. In zahlreichen Selbstversuchen können Gäste außerdem die physikalischen Eigenschaften der Luft erkunden. Wer sich für technische Geschichte interessiert, findet hier einen anderen Zugang als in den Sammlungen des Museums im Steintor.
Kirchen und historische Bauwerke
Die Nikolaikirche ist eine typische Hanse- und Ratskirche. Sie wurde ab 1280 für Kaufleute, Seefahrer und Fischer errichtet und beherbergt seit 2018 klassische Konzerte. Die St.-Marien-Kirche ist Anklams ältester Sakralbau; besonders sehenswert ist ihre Ausmalung. Die Anklam-Information bietet Auskünfte zu Besuchen in den Museen und in der Nikolaikirche.
Auch weitere Bauwerke erzählen von der Stadtgeschichte. Das 1406 von dem Tuchhändler Georgius de Ghlin erbaute Wohnhaus ist das heute älteste erhaltene Wohnhaus Anklams und das einzige erhaltene gotische Bürgerhaus der Stadt. Die Mühle entstand 1728 als erste Holländerwindmühle im damals geteilten Anklam. Ein weiteres Kapitel gehört zur NS-Militärjustiz: Das ehemalige Wehrmachtsgefängnis wurde 1939 bis 1940 als Teil dieser Justiz für 600 Häftlinge erbaut.
Peene, Wasserwandern und Spaziergänge
Die Peene eröffnet eine andere Perspektive auf Anklam. Bei geführten Bibertouren können Besucher vom Wasser aus in die unberührte Natur eintauchen. Wer lieber selbst unterwegs ist, kann die Peene von Anklam aus auf eigene Faust mit Kanu, Ruderboot oder Floß erkunden. Am Wasserwanderrastplatz gibt es 13 Liegeplätze, eine Slipanlage, eine Campingmöglichkeit, einen Spielplatz und ein Sozialgebäude. Die genannten Angebote sprechen Reisende an, die ihren Aufenthalt auch mit einer Zeit auf dem Wasser verbinden möchten.
Für eine Bewegung zu Fuß führt die Uferpromenade Anklams von der Fußgängerbrücke Peenestraße/Peene an der Peene entlang in Richtung Görke. Damit stehen neben den Museums- und Kirchenbesuchen auch Wassererlebnisse und ein Weg am Fluss als unterschiedliche Möglichkeiten für die Reiseplanung zur Auswahl.
Weitere Orte im selben Verzeichnis: Amt Torgelow-Ferdinandshof, Strasburg, Amt Züssow, Amt Uecker-Randow-Tal, Amt Peenetal/Loitz, Pasewalk und Greifswald.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vorpommern-Greifswald.
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