Risinge: Kirchenkunst und Ortsgeschichte
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Risinge erschließt sich über Kirchenkunst, Ortsgeschichte und ein Heimatmuseum. In der alten Sankta Maria kyrka, auch Risinge gamla kyrka genannt, begegnen eine Gründung in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts und Gewölbemalereien aus dem 14. Jahrhundert. Weitere Anknüpfungspunkte sind Pehr Hörbergs Werk, die Friedhofsumgebungen und die Hembygdsgård. Für die Reiseplanung lohnt es sich, diese Bezüge auseinanderzuhalten: Sie führen zu unterschiedlichen Themen und Zeiträumen.
Kirchenkunst in Risinge gamla kyrka
Risinge gamla kyrka, auch Sankta Maria kyrka genannt, wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gegründet. Ihre Gewölbemalereien aus dem 14. Jahrhundert schuf der sogenannte Risingemästaren; die alten Kalkmalereien wurden nie übermalt. So treffen an der Kirche eine frühe Gründungsgeschichte und später entstandene Bildkunst zusammen. Die beiden Zeitangaben gehören zu unterschiedlichen Abschnitten der Bau- und Kunstgeschichte und lassen sich bei der Beschäftigung mit dem Ort klar unterscheiden. Für Reisende, die sich für historische Kirchenkunst interessieren, bilden die Malereien einen eigenen Schwerpunkt neben der Gründungsgeschichte.
Risinge kyrka und Pehr Hörberg
Eine weitere architekturgeschichtliche Spur führt zu Risinge kyrka: Johan Adolf Hawerman entwarf die Kirche, Abraham Nyström errichtete sie. Für Risinge kyrka malte Pehr Hörberg 1809 ein Altarbild. Hörberg lebte in Olstorp in der Gemeinde Risinge; neben der Sankta Maria kyrka befindet sich ein Gedenkstein für ihn. Damit verbinden sich Hörbergs Name mit drei konkret benannten Bezügen: seinem Wohnort, dem Altarbild und dem Gedenkstein. Altarbild und Gedenkstein erfüllen unterschiedliche Rollen: Das eine ist ein Werk von Hörberg, der andere erinnert an ihn. Zugleich lässt sich das Altarbild zeitlich neben die mittelalterlichen Gewölbemalereien stellen: Es entstand 1809, die Malereien in Risinge gamla kyrka stammen aus dem 14. Jahrhundert. So wird der Unterschied zwischen zwei künstlerischen Zeitschichten greifbar.
Friedhofsumgebungen und Seeuferbezug
Auch bei den Friedhöfen sind zwei Bezüge zu unterscheiden. Der Friedhof S:ta Maria liegt in einem mittelalterlichen Umfeld und ist von einer gut erhaltenen Kirchhofmauer umgeben. Bei Risinge nya kyrkogård reicht die Kirchenumgebung dagegen im Osten bis an das Seeufer. Sie gehört zum Gebiet E43 in Risinge, das von nationalem Interesse für die Denkmalpflege ist. Für die Ortsorientierung ergibt sich damit ein konkreter Unterschied: Bei S:ta Maria stehen mittelalterliches Umfeld und Kirchhofmauer im Vordergrund, bei Risinge nya kyrkogård der östliche Seeuferbezug und die denkmalpflegerische Einordnung in E43.
Hembygdsgård und Ausstellung
Risinge Hembygdsgård liegt neben der S:ta Maria kyrka und besteht aus einem Heimatmuseum und einem Café. Die Dauerausstellung im Risinge Hembygdsmuseum umfasst Gegenstände von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert. Die Ausstellung setzt einen anderen Akzent als die Kirchen: Während diese einzelne Bauwerke und Malereien in den Mittelpunkt rücken, reicht der Blick im Museum über viele Jahrhunderte. Während der Östgötadagarna sind bei der Hembygdsgård üblicherweise Führungen vor Ort. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuelle Präsentation der Dauerausstellung, die Verfügbarkeit des Caféangebots und die Termine der Östgötadagarna.
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