Finspång zwischen Seen, Wanderwegen und Industriekultur

Foto: Ingrid Lenk

Finspång eröffnet mit einem etwa 10 Kilometer langen kulturhistorischen Rundgang einen Zugang zur lokalen Geschichte. Die Strecke beginnt an der Touristeninformation im Kulturhuset und vermittelt Einblicke in die Zeit vom 17. bis zum 20. Jahrhundert.

Zur regionalen Einordnung zählen neben Finspång die Orte Skedevi, Rejmyre, Hällestad, Regna, Risinge, Ljusfallshammar und Grytgöl.

Wege und Natur

Der etwa fünf Kilometer lange Mäselnleden führt als Rundweg um den See Mäseln. Am Mäselnbadet stehen Parkplätze und Toiletten zur Verfügung. Die Strecke verläuft an Schilfbuchten und felsigen Ufern vorbei und führt außerdem durch Schluchten, urwaldähnliche Bereiche, offene Weideflächen und von Eichen geprägte Laubwälder.

Mehrere Abschnitte des Östgötaleden verbinden Bewegung mit Seenlandschaften. Die etwa 11 Kilometer zwischen Regna kyrka und Älgsjön können zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden; am Ende liegt ein Badeplatz am klaren, flach abfallenden See Älgsjön. Die etwa 23 Kilometer lange Strecke zwischen Rejmyre und Regna kyrka gehört ebenfalls zum Östgötaleden und kann auch mit dem Fahrrad befahren werden. Nahe dem See Långtvaren bietet dieser Abschnitt schöne Ausblicke. Rejmyre ist außerdem der Ausgangspunkt für die Östgötaleden-Etappe Rejmyre–Falsnäset. Der 16 Kilometer lange Abschnitt zwischen Falnäset und Rejmyre ist Teil des Östgötaleden und eignet sich gut zum Radfahren. Weitere 16 Kilometer zwischen Sörsjön und Falsnäset verbinden glitzernde Seen, Vogelgesang und abwechslungsreiche Waldlandschaften. Unterschiedliche Streckenlängen und Landschaftsbilder lassen sich dabei für die eigene Tagesplanung miteinander vergleichen.

Auch die Naturreservate zeigen verschiedene Seiten der Landschaft. In Brevens tallskogar führt ein drei Kilometer langer Wanderweg durch lichte Kiefernwälder, Moore und Seen. Das Naturreservat Hällestad-Torps verfügt über einen 2,7 Kilometer langen Wanderweg durch alte Nadelmischwälder am See Lyren; dort gibt es einen Grillplatz. Im Naturreservat Lövfallet verläuft ein etwa 1,5 Kilometer langer Weg durch alte Fichten- und Kiefernbestände, trockene Felsflächen, feuchten Schluchtwald und Espenbestände.

Regnaholm verfügt über einen zwei Kilometer langen Wanderweg am See Regnaren, der durch von Buchen und Espen geprägten Laubwald führt; Picknicktische stehen dort bereit. Der 1,5 Kilometer lange Wanderweg im Naturreservat Sätra informiert über die lokale Geologie, bedeutende Mineralien und alte Bäume. Im Naturreservat Tjuttorps gibt es zwei kurze Wanderwege von etwa 1,3 und 2 Kilometern durch Laubwald. Auf der dortigen Landzunge ist Grillen im Freien möglich.

Wasser und Naturbeobachtung

Die Kanurouten in Finspång verbinden Seen über Bäche und Wasserläufe. Entlang der Routen gibt es geordnete Rastplätze und Windschutzhütten. In den 368 Seen von Finspång können Besucher Hecht, Barsch sowie eingesetzten Regenbogenforellen und Forellen nachstellen.

In der Gemeinde Finspång gibt es 15 kommunale Badestellen und drei nichtkommunale Badestellen. Außerdem gehört ein Spielplatz mit Wasserinstallationen zum Angebot. Im Vibjörnsparken führt ein Naturlehrpfad mit Informationstafeln, Nistkästen und geschnitzten Holztieren durch den Park; zusätzlich gibt es eine alternative Streckenführung.

Glas, Park und Bergbaugeschichte

Das Reijmyre Glasbruk wurde 1810 gegründet und stellt in seiner historischen Glashütte weiterhin mundgeblasenes Glas her. Führungen erläutern die Geschichte des Glaswerks und den gesamten Herstellungsprozess. Am Ofen können Besucher gemeinsam mit erfahrenen Glasbläsern das Glasblasen ausprobieren. Das Reijmyre glasmuseum neben dem Fabrikladen und der Glashütte zeigt historisches Glas sowie einen Wagen aus der Zeit, als die Seilbahn in Betrieb war.

Der im 18. Jahrhundert angelegte Schlosspark von Finspång ist ganzjährig für die Öffentlichkeit geöffnet. Zu seinen Bauwerken und Anlagen gehören unter anderem der Auroratempel, der Järntemplet, das Lusthaus Lugnet und ein Orangeriegebäude von 1831.

Gruvleden beginnt in Grytgöl und ist etwa 12 Kilometer lang. Der Weg führt durch ein Bergbaugebiet mit Stationen wie Jungfrugruvan und Hållersgruvan. Die Hällestads Storgruva ist ein etwa ein Kilometer langer Rundgang an einer ehemaligen Eisenerzgrube, die im 17. Jahrhundert ihre Blütezeit hatte. Dort können Besucher Steine mit Eisenerz und andere interessante Mineralien finden.

Industriekultur

Die Häfla hammarsmedja am Häfla ström in der Gemeinde Finspång ist ein Industriedenkmal zwischen den Seen Regnaren und Vagnaren. Die Industrieanlage war bis 1924 in Betrieb und besteht aus einer Hammerschmiede mit einem kleineren Eisenwerk.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Östergötland.

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