Prohn: Natur und Dorfgeschichte
Unterkünfte in Prohn
Prohn verbindet Naturerlebnisse mit einer markanten Dorfgeschichte. Der Ort liegt etwa 5 km nördlich von Stralsund und am Rand des Naturschutzgebiets Vorpommersche Boddenlandschaft. Für Ihre Reiseentscheidung bietet sich ein Blick darauf an, was Sie in den Mittelpunkt stellen möchten: eine Runde am Prohner Stausee, Zugvögel in der Landschaft oder die Bau- und Ausstattungsgeschichte der Kirche Prohn.
Rund um den Prohner Stausee
Der Rundweg um den Prohner Stausee ist 4,3 km lang und dauert etwa 1,5 Stunden. Er beginnt und endet an der Kirche Prohn. Dazwischen führt er über den Damitzer Weg und die Witzlawstraße zum Staudamm, weiter über einen Feldweg und an der Badestelle vorbei zum Hafen Damitz. Den Abschluss bildet der Wanderweg an der Südseite des Stausees, bevor es zurück zum Ausgangspunkt geht. Die Angaben zu Länge und Dauer geben Ihnen eine konkrete Orientierung für die Tagesplanung.
Auch Radfahren lässt sich in Prohn als eigene Reiseaktivität berücksichtigen: Der Ort verfügt über ein gut ausgebautes Radwegenetz. Wer eine Strecke zu Fuß einplanen möchte, findet mit dem Stausee-Rundweg eine beschriebene Runde; wer lieber mit dem Rad unterwegs ist, kann das örtliche Wegenetz in den Blick nehmen. Zu einzelnen Radstrecken liegen hier keine weiteren Angaben vor.
Kraniche und Zugvögel im Jahreslauf
Im Frühjahr und Herbst rasten über viele Wochen Kraniche und andere Zugvögel auf den Wiesen und Feldern rund um Prohn sowie auf dem Prohner See. Diese Jahreszeiten setzen einen besonderen Akzent für Gäste, die ihren Aufenthalt an Naturbeobachtungen ausrichten möchten. Die Rastplätze verteilen sich auf Landschaftsbereiche rund um den Ort und den See; damit steht neben der Rundstrecke auch die umgebende Natur im Mittelpunkt des Prohner Reisebildes.
Kirche Prohn: mittelalterliche Bauphasen und Kunstwerke
Die Kirche Prohn vereint Bauteile aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Ihr quadratischer, spätromanischer Chor entstand nach 1250. Das zweischiffige und zweijochige Langhaus wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Bei Bauarbeiten von 1858 bis 1862 ließ Lübke vor dem bisherigen Turmstumpf einen hoch aufragenden neogotischen Turm mit Spitzhelm errichten. So lässt sich die Baugeschichte anhand konkreter Abschnitte nachzeichnen: vom spätromanischen Chor über das mittelalterliche Langhaus bis zum neogotischen Turm.
Auch die Ausstattung umfasst Werke verschiedener Zeiten. Das älteste Inventar ist eine Triumphkreuzgruppe aus dem 15. Jahrhundert; heute befindet sie sich über dem modernen Altartisch. Der schwebende, vergoldete Taufengel der Kirche wurde 1727/1728 von Elias Kessler gefertigt. Wer sich für historische Kirchenkunst interessiert, findet hier zwei unterschiedliche Beispiele: die ältere Triumphkreuzgruppe und den später entstandenen Taufengel. Die Heimatstube Prohn befindet sich im Gemeindehaus und ergänzt die örtlichen Kulturorte um einen weiteren Bezug zur Ortsgeschichte.
Zur weiteren Orientierung innerhalb derselben Ortsübersicht finden Sie auch Groß Mohrdorf, Kramerhof, Klausdorf, Preetz und Altenpleen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Altenpleen.