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Behren-Lübchin: Feldsteinkirche und Burgengeschichte

Unterkünfte in Behren-Lübchin

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Für eine Reise mit Schwerpunkt auf Bau- und Regionalgeschichte bietet Behren-Lübchin konkrete Anknüpfungspunkte: die Feldsteinkirche, die Geschichte einer slawischen Burganlage und Landschaftsthemen aus der Gemeinde. So können Sie bei der Wahl Ihres Reiseziels abwägen, ob historische Bauwerke oder Natur stärker im Mittelpunkt stehen sollen.

Zur Orientierung auf der Straße: Die Ortslage Behren-Lübchin liegt an der Landesstraße L 23.

Feldsteinkirche mit mittelalterlichem Baukern

Die Feldsteinkirche in Behren-Lübchin stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Kirchen im nördlichen Mecklenburg. Ihr mächtiger quadratischer Westturm, der achteckige Aufsatz und die barocke Haube mit Laterne geben dem Bau eine markante Folge unterschiedlicher Formen. Auf der Wetterfahne ist ein Bär zu sehen. Zur Ausstattung gehört außerdem ein reich mit Figuren verzierter Altaraufsatz aus dem Jahr 1712.

Die Zeitspanne zwischen dem Kirchenbau und dem Altaraufsatz macht die verschiedenen historischen Bezüge des Gebäudes greifbar: Der Bau stammt aus dem Mittelalter, der Altaraufsatz aus dem frühen 18. Jahrhundert. Auch der Friedhof in Behren-Lübchin hat mehrere eigenständige Bestandteile: eine Einfriedung mit Tor, eine Leichenhalle, ein Mausoleum, eine Statue und die Familiengrabstätte Blohm. Zusammengenommen bilden Kirche und Friedhof einen Schwerpunkt für Reisende, die sich für Bauformen und örtliche Geschichte interessieren.

Die slawische Burganlage und ihre Geschichte

Am Rand des Großen Sees bei Behren-Lübchin befand sich eine slawische Burganlage. Der dänische König Waldemar I. zerstörte sie 1141. Von 1954 bis 1960 wurde die Anlage eingehend erforscht. Damit lassen sich zwei unterschiedliche historische Zeitangaben einordnen: die Zerstörung im 12. Jahrhundert und die archäologische Forschung im 20. Jahrhundert.

Teile der aus Eichenholz errichteten Burganlage wurden im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden in annähernder Originalgröße rekonstruiert. Die Rekonstruktion befindet sich also im Museum in Groß Raden, während die historische Anlage mit Behren-Lübchin verbunden ist. Das ist hilfreich, um den geschichtlichen Ort und die Rekonstruktion auseinanderzuhalten.

Landschaft und historische Orte in der Gemeinde

Auch auf Gemeindeebene finden sich unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Die Trebelwiesen prägen einen großen Teil des Gemeindegebiets. Das Niederflusstalmoor umfasst Wiesen und Bruchwälder und bietet Lebensraum für Niederwild, Rehe und Schwarzwild, seltene Pflanzen und gefährdete Insekten. Im Gemeindegebiet liegt außerdem das Naturschutzgebiet Trebeltal (NSG 185); in den Trebelwiesen gibt es eine Aussichtsplattform. Diese Landschaftsthemen ergänzen die Bau- und Burgengeschichte um eine Naturperspektive.

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Weitere historische Bezüge verteilen sich auf einzelne Orte der Gemeinde. In Bobbin steht das klassizistische Gutshaus, das die Familie von Blücher 1825 errichten ließ. Das Herrenhaus Viecheln wurde 1868 von Wilhelm Blohm erbaut; eine umfangreiche denkmalgerechte Sanierung begann dort 1995. In Wasdow gibt es eine kleine Kirche mit freistehendem Glockenstuhl, und im Gutspark stehen die Ruinen des Fangelturms.

Auch frühere Besiedlung und einzelne Geländemerkmale gehören zum Bild der Gemeinde: Zwei bronzezeitliche Kegelgräber am Quitzenower Bauernweg gelten als die ältesten Zeugnisse menschlicher Besiedlung in der Gemeinde Behren-Lübchin. In Bäbelitz befindet sich am Birkenweg der Schälchenstein. Die Beispiele zeigen, dass sich die örtliche Geschichte nicht auf ein einzelnes Gebäude beschränkt, sondern verschiedene Zeitstellungen und Orte umfasst.

Im übergeordneten Reiseziel Rostock

Über Behren-Lübchin hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Rostock weitere regionale Themen. Die Region Rostock umfasst 62 Kilometer Ostseeküste mit Ostseebädern; zum Küstenvorland gehören die Flusstäler der Warnow und der Recknitz. Im Naturpark Sternberger Seenland prägen tief eingeschnittene Durchbruchstäler an der Warnow, Seen, Hügel und ausgedehnte Wälder die Landschaft. Der Naturpark lädt vor allem zum Wandern und Radfahren ein.

Auch die historische Schmalspurbahn Molli gehört zu diesem regionalen Rahmen: Sie fährt zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan und ist die älteste Schmalspurbahn an der Ostseeküste. Damit stehen im übergeordneten Reiseziel Rostock Küste, Flusstäler, Natur und Bahntradition neben den örtlichen Geschichts- und Landschaftsthemen Behren-Lübchins.

So können Sie Behren-Lübchin als konkreten Bezugspunkt betrachten und zugleich den größeren thematischen Rahmen des Reiseziels Rostock einordnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Finkenthal, Lühburg, Altkalen, Walkendorf, Boddin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Gnoien.

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