Klink an der Müritz: Dorfkirche und Schlossgeschichte
Unterkünfte in Klink
Klink liegt an der Müritz und inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte. Für die Wahl eines Aufenthaltsortes verbindet der Ort eine Landschaftslage am Wasser mit einer Baugeschichte, die vom 18. bis ans Ende des 19. Jahrhunderts reicht. Dorfkirche, Schloss und Torhaus bieten dafür drei unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Wer neben der Müritz auch Architektur in die Reiseentscheidung einbezieht, kann Klink anhand dieser konkreten Zeugnisse einordnen.
Klink: Kirche, Schloss und Torhaus
Die Dorfkirche Klink entstand von 1736 bis 1742 als rechteckiger Backsteinbau ohne Turm. Grundriss, Material und der Verzicht auf einen Turm geben dem Bau eine klare, gut beschreibbare Gestalt. Mit ihrer Bauzeit gehört die Kirche zum 18. Jahrhundert; Schloss und Torhaus kamen erst mehr als 150 Jahre später hinzu. Dieser zeitliche Abstand macht verschiedene Kapitel der Ortsgeschichte sichtbar.
Die Familie von Schnitzler erwarb 1897 das Rittergut Klink samt weiteren Ländereien. Sie ließ das alte Gutshaus abreißen und bis 1898 ein Schloss im Stil der Neorenaissance nach dem Vorbild der Schlösser an der Loire errichten. Für die Einordnung sind Bauherrschaft, Abbruch und Neubau in einer kurzen Abfolge verbunden. Der Loire-Bezug gibt dem Schloss einen konkreten architektonischen Bezugspunkt, während der Abriss des alten Gutshauses den Wechsel auf dem Rittergut markiert. Das Torhaus Klink entstand nach der Fertigstellung des Schlosses 1898 als Verwalterhaus. So ergänzt es die Schlossgeschichte um ein Gebäude mit eigener Funktion.
Rad- und Wanderwege als Teil der Ortsorientierung
Die Kurabgabe der Gemeinde Klink trägt unter anderem zur Instandhaltung der Rad- und Wanderwege bei. Damit ist die Pflege beider Wegearten ein konkreter Teil der örtlichen Orientierung. Wer Radfahren oder Wandern in die Reiseplanung einbezieht, kann diesen kommunalen Bezug neben der Müritz-Lage und der Baugeschichte berücksichtigen.
Weitere Themen in der Mecklenburgischen Seenplatte
Das übergeordnete Reiseziel Mecklenburgische Seenplatte erweitert den Blick um Natur-, Wander- und Kulturthemen. Der Müritz-Nationalpark, Teil dieser Region, ist von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt. Sein Wanderweg erschließt die Landschaft in neun Etappen: Er führt an Seen entlang, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Die Etappen und wechselnden Landschaftsformen geben dem Wandern hier einen anderen Schwerpunkt als der Baugeschichte in Klink.
Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bieten lehrreiche Touren durch den Müritz-Nationalpark an. Dazu gehören Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus. Die Beispiele unterscheiden sich in ihrer Perspektive: Eine Führung führt in den Buchenwald von Serrahn, andere Touren erfolgen vom Wasser aus.
Einen weiteren Naturakzent setzt das Wisentreservat Damerower Werder. Es liegt auf einer Halbinsel im Kölpinsee, in der Mecklenburgischen Seenplatte und im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Besucher können dort Wisente beobachten. Zum Reservat gehört außerdem ein Walderlebnispfad mit Klettermöglichkeiten, einem Ameisenhaus, einer Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie einem Dendrophon. Tierbeobachtung und die verschiedenen Stationen des Pfades geben dem Gebiet unterschiedliche Facetten.
Auch Wasserwandern und Luftfahrtgeschichte sind Themen des übergeordneten Reiseziels. Vom Stadthafen Neustrelitz aus können Wasserwanderer über die Obere Havel-Wasserstraße den Müritz-Nationalpark und die Strelitzer Kleinseenplatte erkunden. In Rechlin Nord befindet sich das Luftfahrttechnische Museum Rechlin. Damit stehen neben Landschaft und Naturerlebnissen auch eine wasserbezogene Erkundung und ein Museum als weitere regionale Interessen zur Wahl.
Weitere Reiseziele entdecken: Dratow-Schloen, Groß Plasten, Vollrathsruhe, Grabowhöfe, Hohen Wangelin, Torgelow Am See, Kargow, Neu Gaarz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Seenlandschaft Waren.