Schönhausen: Landschaft und Baugeschichte
Unterkünfte in Schönhausen
Schönhausen spricht Reisende an, die eine ländliche Landschaft und historische Bauten in ihre Ortswahl einbeziehen möchten. Der Ort und der Schönhauser See liegen in der weitläufigen Wiesen- und Waldlandschaft der Brohmer Berge. Zu den prägenden Motiven gehören außerdem der Gutspark am See, eine Fachwerkdorfkirche und Spuren einer früheren Schlossanlage. Landschaft und Baugeschichte geben Ihnen unterschiedliche Anknüpfungspunkte, um Schönhausen für Ihre Reise einzuordnen.
Wiesen, Wald und der Schönhauser See
Die Brohmer Berge bilden den landschaftlichen Rahmen: Schönhausen und der See liegen in einer weitläufigen Umgebung aus Wiesen und Wald. Damit steht hier eine andere Kulisse im Vordergrund als eine Beschreibung, die sich allein auf einzelne historische Gebäude konzentriert. Wer bei der Suche nach einem Reiseziel die Landschaft ebenso beachten möchte wie Ortsgeschichte, findet in Schönhausen beide Themen wieder.
Der Gutspark liegt direkt am See. Diese konkrete Verbindung von Park und Wasser prägt die Orientierung vor Ort: Der See ist nicht nur Teil der Landschaft der Brohmer Berge, sondern gehört auch zum Umfeld des Parks. Zusammen mit der alten Kastanienallee, die von Schönhausen in Richtung Matzdorf führt, ergibt sich ein Bild, in dem Grünräume und historische Bauwerke nebeneinander wichtige Bezugspunkte sind. Die Allee lässt sich dabei als eigener Landschaftsbezug betrachten, ohne sie mit einer bestimmten Route durch Park oder Seeufer gleichzusetzen.
Die Fachwerkdorfkirche
Die Dorfkirche in Schönhausen ist ein Fachwerkbau aus dem 18. Jahrhundert. Ihr Aufbau lässt sich anhand markanter Bauteile beschreiben: Im Osten schließt ein dreiseitiger Choranbau an, während im Westen ein Fachwerkturm steht. Dessen Obergeschoss ist achtseitig und wird von einer Haube abgeschlossen. Die Ausrichtung der Bauteile und der Wechsel zwischen Chor, Kirchenschiff und Turm geben der Kirche eine klar gegliederte Gestalt.
Hinzu kommen barocke Einbauten. So treffen an der Fachwerkdorfkirche die Bauform des 18. Jahrhunderts und Ausstattungselemente barocker Prägung aufeinander. Wer sich für ländliche Baugeschichte interessiert, kann an der Kirche sowohl ihre Fachwerkkonstruktion als auch die unterschiedlichen Teile des Gebäudes in den Blick nehmen. Sie bildet damit einen konkreten Gegenpol zu den Spuren der Schloss- und Gutsgeschichte, die an anderen Stellen mit Schönhausen verbunden sind.
Schlossberg und Gutshaus: verschiedene historische Spuren
Der Schlossberg ist ein Hügel im Park von Schönhausen. Dort ist ein Gefängniskeller erhalten, der 1925 freigelegt wurde. Er gehörte zu dem Schloss, das Joachim von Rieben in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbauen ließ. Die heutige Spur des Schlosses ist damit ein erhaltener Keller, während die überlieferte Baugeschichte auf das Schloss selbst und seinen Erbauer verweist.
Ein weiteres Kapitel bildet das Schönhauser Gutshaus: Heinrich von Michael ließ es 1842 auf den Resten einer Burg errichten. Diese Burg stand bis Anfang des 17. Jahrhunderts auf einer Halbinsel des Sees. Die Burg auf der Seehalbinsel, das 1842 auf ihren Resten errichtete Gutshaus und das Schloss, zu dem der Gefängniskeller auf dem Schlossberg gehörte, sind drei unterschiedliche Bauzusammenhänge. Für eine Beschäftigung mit Schönhausens Geschichte lohnt es sich, diese Bau- und Zeitspuren auseinanderzuhalten, statt sie zu einer einzigen Anlage zusammenzufassen.
Eine Kastanienallee in Richtung Matzdorf
Weitere Orte derselben übergeordneten Ebene sind Voigtsdorf, Schönbeck, Woldegk, Neetzka, Groß Miltzow, Petersdorf, Kublank und Mildenitz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Woldegk.