Greven entdecken: Fachwerkkapelle und Kulturerbe
Unterkünfte in Greven
In der Gemeinde Greven lassen sich sakrale Bauformen anhand konkreter Details entdecken: Die kleine Fachwerkkapelle Lüttenmark stammt aus dem 17. Jahrhundert; in Granzin stehen ein neugotisches Mausoleum und alte Grabplatten, die auf die Familie von Stern verweisen. Die Orte und Bauwerke eröffnen unterschiedliche Einblicke in die Geschichte der Gemeinde.
Kapelle Lüttenmark: Fachwerk und Innenraum
Die Kapelle Lüttenmark und ihr Friedhof sind von einer Trockenmauer umgeben. Die Kapelle liegt direkt an der Bundesstraße 195 – ein nützlicher Orientierungspunkt für die Lage des Bauwerks. Bei einer grundlegenden Sanierung in den 1990er-Jahren erhielt sie einen neuen Dachstuhl und eine neue Dacheindeckung; auch der Turm wurde erneuert. Diese Arbeiten gehören zur Geschichte der Kapelle und beschreiben nicht ihren heutigen baulichen Zustand.
Im Inneren prägen hohe bleiverglaste Fenster und Wandleuchten aus Messing den Raum. Gemeinsam lassen sie ihn hell und festlich wirken. Wer sich für historische Kirchenräume interessiert, findet hier konkrete Gestaltungselemente, an denen sich der Charakter der kleinen Fachwerkkapelle ablesen lässt. Fenster, Leuchten und Fachwerk setzen dabei unterschiedliche Akzente: außen die Bauweise, innen Licht und Ausstattung.
Mausoleum und Grabplatten in Granzin
Auf dem Friedhof der Dorfkirche Granzin steht im südwestlichen Bereich das neugotische Mausoleum der Familie von Stern. Ein Wappen schmückt das Giebeldreieck; in den spitzbogigen Fenstern sind farbenprächtige figürliche Glasmalereien zu sehen. Auf demselben Friedhof verweisen alte Grabplatten ebenfalls auf die Familie von Stern. Mausoleum und Grabplatten bieten damit zwei verschiedene Formen, die Familiengeschichte im Friedhofsraum wiederzufinden: einmal in der Architektur und einmal auf den Grabmalen.
Auch die Dorfkirche Greven hat einen historischen Bezug zu einem Kunstwerk außerhalb des Ortszusammenhangs: Der alte Altaraufsatz aus ihrer Vorgängerkirche befindet sich heute als Leihgabe im Museumsdorf Klockenhagen. Wenn Sie eigens wegen des Altaraufsatzes einen Museumsbesuch planen, prüfen Sie vorher den aktuellen Leihstatus.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim
Das übergeordnete Reiseziel Ludwigslust-Parchim bietet weitere, eigenständige Zugänge zu Kulturgeschichte. Schloss Ludwigslust war die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge. Schloss, Park und Stadt bilden ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Das Schloss liegt im Mittelpunkt einer nahezu vollständig erhaltenen spätbarocken Stadtanlage mit ehemaliger Hofkirche und einem Landschaftspark im englischen Stil. Im Schloss wird zudem Kunst und höfische Wohnkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts vermittelt.
In Dömitz stehen Festungsgeschichte und Baukunst im Mittelpunkt: Die Zitadelle ist eine nach italienischem Vorbild angelegte Renaissancefestung in fünfeckiger Form, mit Bastionen, Kasematten und Zugbrücke. Das Museum in der Festung behandelt neben der Festungs- und Stadtgeschichte auch die Geschichte von Elbe, Hafen und Brücken, Fritz Reuter sowie Sonder- und Kunstausstellungen. So unterscheiden sich die Schwerpunkte: Die Zitadelle macht die Form einer Renaissancefestung anschaulich, während das Museum mehrere Themen der Stadt- und Regionalgeschichte aufgreift.
In Zarrentin verbindet das Kloster historische Architektur mit Vermittlungsangeboten: Führungen behandeln die Geschichte des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters, das Leben der Nonnen und die Architektur des Gebäudes. Im Erdgeschoss befindet sich außerdem eine Dauerausstellung zum Kloster. Prüfen Sie vor einer geplanten Besichtigung aktuelle Termine und Zugangsmöglichkeiten. Auch Naturinteressierte finden im übergeordneten Reiseziel einen eigenen Schwerpunkt: Das Kalkflachmoor bei Zarrentin gehört zum Naturschutzgebiet Schaalelauf und lässt sich vom Naturerlebnispfad aus entdecken.
Für aktive Interessen kommen weitere Themen hinzu. Auf der Müritz-Elde-Wasserstraße im Landkreis Ludwigslust-Parchim wird Wassersport betrieben. Dömitz verfügt über einen eigenen Hafen mit Anlegemöglichkeiten für Wassersportfahrzeuge; außerdem verkehrt von dort die Passagierschifffahrt der Reederei Heckert. Fahrpläne und Termine sollten Sie vorab prüfen. Im Pingelhof werden inszenierte Führungen zu seiner Geschichte, seinen Menschen und dem Leben gestern und heute angeboten; Veranstaltungen ergänzen das Museumserlebnis über das Jahr. Prüfen Sie die Veranstaltungstermine, wenn Sie Ihre Reise darauf ausrichten möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Bengerstorf, Neu Gülze, Nostorf, Besitz, Gresse, Tessin B. Boizenburg, Brahlstorf, Schwanheide.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Boizenburg-Land.