Quad, Segway & Co.

Zwei Neuentwicklungen auf dem Technikmarkt - Quad und Segway - haben in den letzten Jahren auch die Touristikbranche erobert. Weitere Neuerungen werden folgen.
Das vierrädrige Motorfahrzeug mit dem darauf verweisenden Namen Quad hat sich bereits als Mobil für unwegsames Gelände etabliert. Gegenwärtig verläuft der Prozess der „Anpassung“ entsprechender Vorschriften und der Möglichkeiten, das entsprechende Gelände, wie Waldwege, auch nutzen zu dürfen. Vorgänger der heute verwendeten Fahrzeuge waren ähnliche Modelle für militärischen Einsatz, die schon 1962 für die Bundeswehr entwickelt wurden. Nach einer Zwischenphase mit dreirädrigen Fahrzeugen entwickelte der japanische Hersteller Suzuki erstmals die heute gebräuchlichen Modelle. Sie sind mit einem Lenker wie Motorräder ausgestattet und werden trotz vielfältiger Verwendung wie z.B. im Rettungswesen heute vorrangig für den Freizeitbereich gebaut. Die Motorisierung liegt zwischen 50 und 1000 Kubikzentimetern Viertakt-Einzylinder-Motoren bis etwa 50 kW Motorleistung. In Deutschland besteht seit 2006 Helmpflicht. Immer mehr Anbieter machen das Quad zum beliebten Objekt eines anspruchsvollen Aktivurlaubs. Das Fahrzeug ist führerscheinpflichtig und darf ab 18 Jahren geführt werden. Ein eventueller Beifahrer braucht diese Anforderungen nicht erfüllen. Quads können individuell ausgeliehen werden, aber geführte Quadtouren als mehrstündiger Erlebnisurlaub gewinnen immer mehr Anhänger.

Ganz anders konzipiert wurde das sogenannte Segway. Es entstand 2001 in den USA und wurde als zweirädrige Alternative für den innerstädtischen Verkehr geplant, was sich aber nicht durchsetzen konnte. Dagegen ist es dabei, sich den Freizeitmarkt zu erobern. Die Fortbewegung erfolgt mittels eines Elektromotors mit einer begrenzten Reichweite. In nahezu allen Ostseebädern hat sich der Verleih von Segways etabliert - zur Freude der Ostsee-UrlauberEs darf in Deutschland bisher auf Radwegen und Radstreifen sowie auf allen Straßen außer Bundes-, Landes oder Kreisstraßen ohne gesonderte Radwege benutzt werden. Für Fahrten in unwegsamem Gelände ist es nicht geeignet. Die Führung erfordert einen Mofa-Schein. Die Bewegung erfolgt mittels eines ausgeklügelten elektronischen Stabilitätssystems, welches auch ein umkompliziertes Lenken und Bremsen ermöglicht. Der Fahrer steht währen der Fahrt und lenkt das Fahrzeug ausschließlich mittels Gewichtsverlagerungen. Besonders in Tourismuszentren wird das Segway für kraftsparende „Erlebnistouren“ verliehen, auch geführte Touren werden angeboten.

Segtouren Usedom

Segtouren Usedom

Das Fahren mit dem Segway hat sich als neuer Trend im Aktivurlaub etabliert. Steven Wollenberg aus Ahlbeck war 2009 der erste Anbieter von Segway-Touren auf der Ostsee-Insel Usedom.

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