Rostock-Krimi: Der letzte Grund
Volker Peschs Der letzte Grund ist ein Rostock-Krimi, dessen Fall in der Hanse-Sail-Zeit auf einem gesunkenen Segelschiff beginnt. Die Geschichte verbindet die Ermittlungen von Hauptkommissarin Doro Weskamp mit einer Familiengeschichte, die bis in den Zweiten Weltkrieg reicht.
Rostock-Krimi: Der letzte Grund
Ein Kriminalfall mit maritimem Schauplatz
Die Segelyacht Sansibar sinkt, unter Deck wird eine Leiche entdeckt. Zunächst ist offen, ob es sich um den vermissten Bootsmann handelt. Während Doro Weskamp ermittelt, rückt die geplante Teilnahme des Seglers an der Hanse Sail als mögliches Motiv in den Blick. Die Ereignisse an Bord bilden den Ausgangspunkt; der Fall führt anschließend über den Großvater des Bootsmanns in die Vergangenheit.
Der maritime Rahmen prägt die Art, wie der Kriminalfall eingeführt wird: Ein Schiff, seine Besatzung und ein geplanter Auftritt bei einem großen Segelereignis gehören von Beginn an zur konkreten Situation. Peschs Kenntnisse des Segelns und der dazugehörigen Terminologie prägen den maritimen Rahmen. Leser begegnen so einem Kriminalfall, dessen Ausgangslage an die Seefahrt gebunden ist, und nicht nur einer Ermittlungsarbeit, die zufällig in einer Küstenstadt spielt. Der Stadthafen nahe der Rostocker Altstadt und die Hanse Sail geben dem Schauplatz einen erkennbaren regionalen Bezug.
Volker Peschs maritime Erfahrung
Nachdem er 2001 seine Tätigkeit an der Universität beendet hatte, gründete Pesch eine Segelschule mit Yachtcharter. Später übernahm er Leitungsaufgaben im Greifswalder Museumshafen: Er war langjähriger Vorsitzender, leitete außerdem den Bundesverband der Museumshäfen als Vorsitzender und gründete den Verein Museumsschiffswerft Greifswald, dessen Vorsitz er ebenfalls übernahm. Von 2016 bis 2019 leitete er einen kommunalen Eigenbetrieb der Stadt Greifswald, zu dessen Aufgaben der Betrieb des Segelschulschiffs GREIF gehörte.
Gegenwart und Familiengeschichte
Die historische Ebene erweitert die Frage nach dem Motiv. Die Hinweise führen zum Großvater des Bootsmanns, zum Zweiten Weltkrieg und zu einem verschollenen Kunstwerk. Diese Elemente verbinden die historische Spur mit Weskamps gegenwärtigen Ermittlungen. Der Roman verknüpft damit eine aktuelle Suche nach dem Täterzusammenhang mit einer Vergangenheit, deren Folgen in einer späteren Generation sichtbar werden.
Rostock und die regionale Lektüre
Stadthafen, Altstadtnähe und Hanse Sail verorten den Roman in Rostock. Der Beitrag über Rostock als maritime Hansestadt bietet dazu geografischen Kontext, während die Buchtipps zur Ostsee weitere regionale Lektüre zum Vergleichen bündeln. Wer neben dem Krimi auch Ziele außerhalb der Stadt einordnen möchte, findet im Überblick zu Ausflügen in Mecklenburg Anregungen für die Region. Für einen Aufenthalt am Schauplatz führt die Rostocker Unterkunftsübersicht zu Übernachtungsmöglichkeiten in der Stadt.
Bibliografische Angaben
Der letzte Grund stammt von Volker Pesch und erschien 2021 bei Pendragon. Die Ausgabe ist ein Paperback mit 284 Seiten. Sie ist unter der ISBN 978-3-86532-748-2 eindeutig zuzuordnen. Damit lassen sich Titel und Ausgabe von anderen Rostock-Krimis oder Büchern mit ähnlichem Schauplatz unterscheiden.