Fehmarnbelt-Querung: Umweltauswirkungen Schweinswale
Fehmarnbelt-Querung: Umweltauswirkungen Schweinswale

Fehmarnbelt-Querung: Umweltauswirkungen Schweinswale

(Ostsee-Tourismus)
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Die Planungen zum Bau einer festen Fehmarnbelt-Querung zwischen der deutschen Ostsee-Insel Fehmarn (Ferienwohnung Fehmarn) und der dänischen Ferieninsel Lolland bezieht neben der Verkehrspolitik viele weitere Faktoren aus Wirtschaft, Tourismus und natürlich Natur- und Umweltschutz mit ein. Um die Auswirkungen einer Fehmarnbelt-Brücke auf die Flora und Fauna in der westlichen Ostsee zu untersuchen, werden zahlreiche umweltrelevanten Projekte durchgeführt, unter anderem die Erfassung uns Zählung von Schweinswalen, der einzigen Walart in der Ostsee. Die feste Fehmarnbelt-Querung soll die Ferienregionen Ostholstein und die süddänischen Inseln Lolland, Falster, Møn, Langeland, Fünen (Ferienhaus Fünen) und Seeland miteinander verbinden. Durch die Fehmarnbelt-Brücke könnten sich Dänemark-Urlauber die Überfahrt der Fähre ersparen und die dänischen Ferienziele bis hin zur Öresundregion und nach Schweden (Ferienhaus Skǻne) schneller erreichen.

(Kopenhagen) Selbst für Experten überraschend viele größere Schweinswalschulen wurden im Fehmarnbelt beobachtet und haben erneut die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung dieses Gewässers für die kleinen Zahnwale gelenkt. Seit Anfang 2009 werden die Schweinswale im Fehmarnbelt beobachtet, um ihre Wanderungen zu verfolgen und so eine mögliche Belastung dieser Tiere durch die feste Querung über oder unter dem Wasser festzustellen. Die Untersuchungen laufen vorläufig bis Ende 2010. Aber bereits jetzt haben sie ein ganz neues Licht auf die Verbreitung von Schweinswalen in diesem Gebiet geworfen.

„Die genauen Zahlen kennen wir noch nicht, im Vergleich zu früheren Untersuchungen liegt die Zahl der Schweinswale im Fehmarnbelt jedoch deutlich über unseren Erwartungen. Im Frühjahr 2009 konnten wir im Laufe von nur acht Stunden rund 40 Tiere zählen. Auch im Herbst 2009 wurden mehr Schweinswale als erwartet beobachtet“, berichtet Dr. Georg Nehls, BioConsult SH.

Diese neuen Erkenntnisse wurden im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung gewonnen, die vor der Errichtung einer Festen Fehmarnbeltquerung erforderlich ist und die Planung der weiteren Arbeiten beeinflussen kann. „Wenn die Brücke oder der Tunnel in einer angemessenen Art gebaut werden, können Lärm- und Vibrationsbelastungen auf einem Niveau gehalten werden, das dem eines ganz normalen Schiffs entspricht. Und der heutige Schiffsverkehr im Fehmarnbelt ist für Schweinswale offenbar kein Problem“, fährt Georg Nehls fort. Georg Nehls erklärt weiter, dass Erfahrungen aus ähnlichen Projekten zeigen, dass unterseeische Bauwerke wie Fundamente für Brücken oder Tunnel Fische eher anziehen, da sie als eine Art künstliches Riff dienen. Und wo Fische sind, sind auch Schweinswale, die sich von diesen Fischen ernähren.

Schweinswale werden je nach Witterung von Land, zu Wasser und aus der Luft beobachtet, aber auch mit besonderen Unterwassermikrofonen, die wetterunabhängig sind. Gemeinsam dienen diese Messverfahren dazu, das vielfältige Leben der Schweinswale in deutschen, dänischen und schwedischen Gewässern darzulegen.

Die Untersuchungen deuten auch darauf hin, dass sich im Sommer weniger Schweinswale im Fehmarnbelt aufhalten als im Frühjahr und im Herbst. Diese Beobachtung kann dazu beitragen, die Wanderbewegungen der Tiere in diesen Gewässern zu erklären, d. h. ihren Verlauf und ihre mögliche saisonale Abhängigkeit. „Grundsätzlich arbeiten wir mit zwei Theorien: Entweder halten sich Schweinswale das ganze Jahr über im Fehmarnbelt auf oder der Fehmarnbelt spielt mehr die Rolle eines Durchzugsgebiets zwischen Nord- und Ostsee. Die genaue Antwort kennen wir allerdings noch nicht“, meint Georg Nehls.

Text: Femern A/S
Foto: Erik Christensen, Foto steht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Link: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

Meinungsumfrage-Ergebnisse zur festen Fehmarnbelt-Querung auf www.daenemark-netz.de

Datum: 31.05.2010

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