Gebiet Sankt Petersburg Russland

Sonnenuntergang über der Newa Sonnenuntergang über der Newa

Das östliche Ende des Finnischen Meerbusens gehört komplett zu Russland. Zwischen Wyborg im Norden, dicht an der finnischen Grenze, über die russische Metropole Sankt Petersburg mit seinen zahlreichen Vororten erstreckt sich der russische Teil des Finnischen Meerbusens bis zur estnischen Grenze vor der estnischen Stadt Narva, fast genau südlich der russisch-finnischen Grenze auf dem gegenüberliegenden Ufer. Diese Region war Schauplatz jahrhundertelanger Auseinandersetzungen zwischen den damaligen Großmächten Schweden und Russland. Zunächst wurde die gesamte Nordküste des Finnischen Meerbusens von Schweden aus besiedelt, die später auch die Südküste unter ihre Gewalt brachten. Die Gründung von Sankt Petersburg durch den russischen Zaren Peter I. (den Großen) 1703 markierte einen Erfolg der Russen über die schwedischen Konkurrenten.

Während die Nordküste des Finnischen Meerbusens ähnlich wie die gesamte nördliche Küste der Ostsee in Schweden und Finnland von Felsen geprägt ist, bildet die Stadt Sankt Petersburg den Übergang zum Flachland des südlichen Ufers, das sich dann bis an das westliche Ende der Ostsee in Deutschland und Dänemark erstreckt. Gerade im Umfeld von Sankt Petersburg haben sich seit dem 19. Jahrhundert militärische und touristische Nutzung einen Kampf geliefert, der erst seit 1990 zugunsten der touristischen Seite entschieden wurde. Bestes Beispiel ist die Insel Kotlin mit der Festung Kronstadt. Erst seit 1996 sind Insel und Stadt wieder frei zugänglich.

Die Stadt Sankt Petersburg mit ihrem Umfeld stellt eines der bedeutendsten touristischen Zentren an der gesamten Ostsee dar. Die Stadt selbst mit ihren historischen Gebäuden und Palästen wird ergänzt durch weltberühmte Vororte, die in der Zarenzeit angelegt und heute in großer Zahl Bestandteil des UNESCO-Welterbes sind. Zu ihnen zählen Puschkin (Zarskoje Selo/Zarisches Dorf), Lomonossow (Oranienbaum) oder Petrodworjez (Peterhof). Auch das legendäre, seit dem Zweiten Weltkrieg verschollene Bernsteinzimmer stammt aus dieser Region.

Die russische Ostseeküste rings um die Stadt Sankt Petersburg gehört zu den wichtigsten Urlaubszielen an der gesamten Ostseeküste. Ein weiterer Teil der Ostseeküste, rings um die Stadt Kaliningrad (Königsberg) ist seit dem Zweiten Weltkrieg eine russische Exklave und liegt zwischen Litauen und Polen.

Foto: © Alexander Archangelski / pixelio.de

Schloss Wyborg an der Ostsee in Russland

Wyborg

Im Zentrum des Besucherinteresses stehen bei Ostsee-Urlaubern und Gästen in Wyborg die historischen Festungsanlagen, die heute öffentlich zu besichtigen sind, sowie die gut erhaltene Altstadt aus der finnisch-russischen Zeit des 19. Jahrhunderts. Die Stadt vermittelt noch heute eine Mischung aus den Traditionen schwedischer, finnischer und russischer Zeit.
Die Eremitage in St. Petersburg

Sankt Petersburg

Sankt Petersburg ist für einen Urlaub an der Ostsee ein einzigartiges Ziel. Mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten von internationalem Format gehört Sankt Petersburg zu den absolut wichtigsten Tourismuszentren an der gesamten Ostsee.

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