Marttila: Flussweg, Kirchenkunst und Wanderungen
Unterkünfte in Marttila
Marttila erschließt sich über einen Flussweg, eine historische Kirche und Wanderungen durch Wald- und Moorlandschaft. Die Eindrücke reichen von der Stromschnellenlandschaft des Paimionjoki bis zu alten Getreidespeichern und einem geschützten Waldgebiet.
Am Kumpulanrannan jokipolku zum Fluss
Der Kumpulanrannan jokipolku ist für alle frei zugänglich; örtliche Wegverhältnisse können sich ändern. Sein Wegabschnitt ist etwa 1,4 Kilometer lang und führt zu Ausblicken auf Kumpulanranta, Marttilas ehemaligen Badeplatz, sowie auf die Stromschnellenlandschaft des Paimionjoki bei Hakaniitty. Der Weg verbindet damit Flussblicke mit einem Ort, der früher als Badeplatz diente.
Auch der Paimionjoki gehört zum Landschaftsbild der Gemeinde: Der Fluss ist etwa 110 Kilometer lang und fließt durch Marttila. Gemeinsam mit alten Straßen, darunter der Hämeen Härkätie, bilden das Flussgebiet und die Straßen eine landschaftliche und touristische Einheit.
Kirche und lokale Geschichte
Die St.-Martins-Kirche steht im Ortszentrum und wurde 1765 erbaut. Sie repräsentiert den südfinnischen Langkirchenstil, den ihr Erbauer Antti Piimänen prägte. Zu ihrem Inventar gehören ein Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert und eine von Pietari Brahe gestiftete Kanzel. Auch der Kronleuchter erzählt eine Verbindung über Marttila hinaus: Er diente als Vorbild für die Kronleuchter in der Kirche von Turku Castle.
Das Marttilan kotiseutumuseo befindet sich in ehemaligen Getreidespeichern. Diese wurden aufgrund eines kaiserlichen Erlasses von 1852 bis 1859 errichtet und dienten zur Lagerung von Saat- und Speisegetreide für Misserntejahre. Die Marttilan nuorisoseura trug maßgeblich eine Sammlung von mehr als 1.000 Objekten zusammen. Sie vermittelt Einblicke in den bäuerlichen Alltag und handwerkliche Fertigkeiten.
Hinter dem Museum steht das Denkmal für Finnlands letzte Hinrichtung in Friedenszeiten. Antti Antinpoika Hannula wurde wegen der Tötung seines Vaters zum Tode verurteilt; die Strafe wurde in lebenslange Haft umgewandelt. Hannula wollte seine Tat jedoch mit dem Tod sühnen und wurde am 22. Oktober 1824 mit dem Beil hingerichtet.
Wandern auf unterschiedlich langen Wegen
Die Marttilan Korven eräreitistö bietet Routenvarianten von 5 bis 30 Kilometern. Die Wege verlaufen durch eine nahezu wildnisartige Landschaft aus Mooren und Waldinseln. Entlang der Routen gibt es unter anderem Feuerstellen und Schutzhütten. An einigen benannten Orten liegen Rastplätze; Tafeln in der Nähe erzählen die jeweilige Geschichte oder Überlieferung.
Beide offiziellen Ausgangspunkte der Marttilan Korven eräreitistö liegen etwa fünf Kilometer von der Straße 10 entfernt. Im Gelände sind die Wege mit weißen Bändern und weiteren weißen Markierungen gekennzeichnet. Da sich Markierungen und Einrichtungen ändern können, empfiehlt sich vor dem Aufbruch ein Blick auf die aktuellen örtlichen Angaben.
Kaunilanmaa: Wald, Moor und Schutzgebiet
Im Gemeindegebiet liegt Kaunilanmaa, das elfte Schutzgebiet der Luonnonperintösäätiö in Varsinais-Suomi. Das Gebiet ist von dichtem Wald bedeckt, der jahrzehntelang unbehandelt blieb. Im Osten steht ein über 100 Jahre alter Fichtenbestand. Im höher gelegenen Westen ist die Baumartenvielfalt größer: Kiefern sind vorherrschend, daneben wachsen Birken, Fichten und Espen.
Mitten im Wald liegt ein kleines, nicht entwässertes Sumpfwaldgebiet. An seinen Rändern gibt es zahlreiche Windwürfe und Totholz. In Kaunilanmaa brüten Haubenmeisen und Weidenmeisen; beide gelten angesichts des Rückgangs alter Wälder als zunehmend gefährdet. Auch die Geschichte des Namens gehört zum Gebiet: Ursprünglich hieß es Palomäki. Auf Wunsch der Familie, die den Wald verkaufte, erhielt es als Schutzgebiet den Namen Kaunilanmaa.
Historische Wege und Ankommen
Die historische Hämeen Härkätie führt durch Marttila und verbindet Turku mit Hämeenlinna. Sie ist eine der alten Straßen, die gemeinsam mit dem Flussgebiet den landschaftlichen und touristischen Charakter der Gemeinde prägen.
Haltestellen für Expressbusse befinden sich im Zentrum von Marttila an der Kreuzung Hämeentie mit Marttilantie/Tiipiläntie sowie in Ollila an der Kreuzung Hämeentie mit Kyröntie. Prüfen Sie die Haltestellenangaben vor der Reise.
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