Hunnebostrand: Küstenwege, Steinhauer-Geschichte und Natur

Wenn Sie Küstenwanderungen mit maritimer Geschichte verbinden möchten, bietet Hunnebostrand mehrere klar unterscheidbare Zugänge: Wege durch die Landschaft, Museen zur regionalen Vergangenheit und Kunst, die sich auch unabhängig von einer bestimmten Jahreszeit entdecken lässt. In der näheren Umgebung liegt westlich das Naturschutzgebiet Ramsvikslandet, das auch als „Reich der Klippen“ bekannt ist. Dort führen Wanderungen durch grüne Küstenwiesen und Heideflächen zu glattgeschliffenen rosafarbenen Felsplatten.

Küstenwege zwischen Natur und Geschichte

Die Etappe des Kuststigen zwischen Hunnebostrand und Sotekanalen beginnt bei Gammelgården. An der Lökholmsvägen gibt es einen Parkplatz; außerdem liegt dort die Bushaltestelle Gamlegården. Die Etappe zwischen Hunnebostrand und Sotekanalen/Ramsvik ist zugleich die vierte Etappe des Soteleden. Wer beim Wandern nicht nur Landschaft, sondern auch regionale Spuren sucht, findet dort zahlreiche vorgeschichtliche Überreste und Hinweise auf die große Steinhauerepoche der Region.

Eine weitere Orientierung bietet der Ekoparksleden. Entlang dieses Weges informieren Tafeln über die Natur und Kultur des Gebiets. Damit stehen für die Planung unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: Ramsvikslandet verbindet Küstenwiesen, Heide und Felsplatten, während Kuststigen, Soteleden und Ekoparksleden Natur mit Geschichte und Kultur verknüpfen.

Gammelgården und das Bildarchiv

Gammelgården führt unmittelbar in die ältere Ortsgeschichte. Das Gebäude, in dem sich heute das Museum von Gammelgården befindet, wurde 1739 an diesem Ort errichtet. Auf Gammelgården stehen außerdem historische Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Das Museum besitzt mehr als 1.000 Objekte, die die Einwohner Hunne(b)ostrands und ihr Alltagsleben über mehrere Jahrhunderte hinweg repräsentieren.

Ergänzend dazu verfügt Hunnebostrands Bildarkiv über mehr als 18.000 digital durchsuchbare Fotografien aus Hunnebostrand, Ulebergshamn (Ulebergshamn) und der näheren Umgebung. Das Archiv erweitert den Museumsbesuch um einen visuellen Zugang zur Orts- und Regionalgeschichte und macht dabei auch den Bezug zu Ulebergshamn sichtbar.

Steinhauerei als prägendes Kulturerbe

Das Stenhuggerimuseet richtet den Blick auf das Arbeitsleben der Steinhauer. Es vermittelt Einblicke in ihre Technik, die Produktionsprozesse, die sozialen Verhältnisse und die Kultur dieses Gewerbes. Zu sehen sind Fotografien aus der Steinhauerepoche, Werkzeuge und ein alter Steinwagen. Zusätzlich veranstaltet das Museum Kurse im Steinhauen. So lässt sich die Geschichte nicht nur über Objekte und Bilder, sondern auch über die handwerkliche Tätigkeit erschließen.

Zur Ortsgeschichte gehört außerdem die Badestelle Stenbryggan, die auch den Namen Kärringbadet trägt. Sie wurde später aus dem sogenannten „Hitlerstenen“ geformt. Die Bezeichnungen und ihre Entstehung gehören damit zu einem weiteren konkreten Kapitel der lokalen Erinnerung.

Kunst und Hafen

Im Udden Skulpturpark können die vorhandenen Werke ganzjährig erlebt werden. Der Park ergänzt die Museen und historischen Orte um einen Zugang zu zeitgenössischer oder ortsbezogener Kunst, ohne dass dafür ein bestimmter Reisezeitraum vorausgesetzt wird.

Für die maritime Orientierung steht der Gasthafen von Hunnebostrand. Dort gibt es Duschen, Toiletten, Waschmöglichkeiten, eine Sauna, Frischwasser, Strom sowie Kraftstoff. Zusammen mit dem als altes Fischerdorf beschriebenen Hunnebostrand, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen, ergibt sich ein Reiseziel, in dem Küstenlandschaft, Hafenbezug und die Geschichte der Steinhauerei eng nebeneinander erfahrbar werden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sotenäs.

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