Hovenäset: Küste, Hafen und Ortsgeschichte
Hovenäset liegt überwiegend am nördlichen Teil der Einfahrt zur Klevekilen. Die Einfahrt bildet einen natürlichen Hafen, der vor allen Windrichtungen geschützt ist. Rund um den Ort treffen kahle Klippen aus rotem Bohus-Granit auf üppige Waldpartien mit Fußwegen. Damit verbindet Hovenäset eine ausgeprägte Küstenlandschaft mit maritimer Ortsgeschichte und unterschiedlichen Möglichkeiten, die Umgebung zu Fuß, am Wasser oder über ihre Kultur kennenzulernen.
Küste, Natur und Wege
In der näheren Umgebung von Hovenäset liegt das Naturschutzgebiet Klevekilen zwischen Väjern und Hovenäset. Es umfasst die Bucht und ihre Uferbereiche. Charakteristisch ist die abgewinkelte Küstenlinie der Klevekilen, die durch sich kreuzende Bruchsysteme entstanden ist. Halbinseln und vorspringende Felsklippen prägen die Ufer. Wer sich für die geologische Seite der Landschaft interessiert, findet in der näheren Umgebung bei Slätten außerdem ein geschütztes Vorkommen stromatolithischen Kalksteins. Es entstand vermutlich während der letzten Vereisung.
Durch Hovenäset führt der fast 7 schwedische Meilen lange Wanderweg Soteleden. Am Badeplatz Reso gibt es ein Quallenschutznetz, das jedes Jahr angebracht und wieder entfernt wird und Badende vor Verbrennungen durch Quallen schützt. Dort bietet die Hovenäsets Simskola jeden Sommer mehrere Wochen Schwimmunterricht an. Zum Programm gehören Anfängerkurse, Abzeichenprüfungen und Erwachsenenunterricht, unter anderem in der Kraultechnik.
Fischerdorf, Steinverarbeitung und Hafen
Hovenäset war vom frühen 18. Jahrhundert bis zum frühen 20. Jahrhundert ein reines Fischerdorf. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1920er-Jahre entwickelte sich der Ort außerdem zu einem bedeutenden Zentrum der Steinverarbeitung. Mehrere Blockhäuser am südlichen Zufahrtsweg und gezimmerte Bootsschuppen im inneren Teil der Bucht bei Kryssnäs gehören zu den charakteristischen Ortsbildern.
Auch die heutige Hafenstruktur verweist auf die maritime Prägung. Die kommunalen Bootsplätze umfassen insgesamt 210 Liegeplätze im Hafen von Hovenäset und in Svineviken; dort gibt es Schwimmstege. Die Hovenäsbron verbindet Hovenäset mit Kungshamn. Für die Einordnung des Ortsbildes sind zudem die früheren Ferienangebote interessant: 1934 wurde in Hovenäset ein Pensionat namens Hovenäsets Havsbad gebaut, ein Jahr später entstand am Badestrand das Sommerrestaurant Hovenäsbaden.
Kapellet på Näset und saisonale Kultur
Die Geschichte von Kapellet på Näset beginnt im Jahr 1919. Seit April 2022 wird das Gebäude nicht mehr als geweihter Kirchenraum genutzt; inzwischen dient es sowohl nichtreligiösen als auch religiösen Aktivitäten. Das Hovenäsets Bildarchiv zeigt seine Bilder seit 2017 mehrmals im Jahr im Kapellet på Näset. In einigen Bootsschuppen finden im Sommer gelegentlich Flohmärkte sowie Kunst- oder Fotoausstellungen statt.
Wenn Sie Hovenäset mit weiteren Orten für Ihre Reiseauswahl vergleichen möchten, können Sie auch Bohus-Malmön, Kungshamn, Hunnebostrand, Smögen und Bovallstrand einbeziehen. So bleibt sichtbar, ob für Sie die Landschaft an der Klevekilen, der Wanderweg, die Hafen- und Fischereigeschichte oder die saisonalen Kulturorte den Ausschlag geben.
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